{"id":11366,"date":"2024-06-29T18:14:07","date_gmt":"2024-06-29T18:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/szechenyi-ferencne-10\/"},"modified":"2025-08-05T15:59:14","modified_gmt":"2025-08-05T15:59:14","slug":"szechenyi-ferencne-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/csalad-en\/szechenyi-ferencne-10\/","title":{"rendered":"Mrs. Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi n\u00e9e J\u00falia Festetics"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\">Pest den 2 July<a href=\"#_edn1\">[a]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Euer Gnaden Liebste Beste Mutter!<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklich bin ich endlich in Pest angekommen, allein leer ist das sch\u00f6ne Haus und vergebens hoffte ich meine theuersten \u00c4ltern [\u2026]<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Brudern Louis dort zu finden, auch die gute Louise<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> ist [nicht] hier, nun bin ich ganz allein, und dennoch gehe ich [\u2026] mit schw\u00e4ren Herzen meinen Pflichten entgegen. [Der Brief] den Euer Gnaden mir schreiben machte mir unendliche [\u2026] wie s\u00fc\u00df ist es den Kindern nicht, die Ihre \u00c4ltern innigst [\u2026] lieben, nur eine Zeihle von Ihrer theuersten Hand geschrieben zu sehen, nicht nur ich mein ganzes Haus ist immer<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> in Jubel wenn das Gl\u00fcck einen Brief mir verg\u00f6nnt: sie erkennen alle aus des Briefes f\u00fcr Sie zwar au\u00dferst\u00e4ndige Zeihlen doch&nbsp; Threue Wohlth\u00e4ters Liebste Hand; und dan bitten Sie mit mir der es gewi\u00df noch mehr f\u00fcllt wie man seine \u00c4ltern lieb haben kann, den Himmel mit innigsten Gebeth Sie mit der reinsten Quelle des himlischen Segens zu \u00fcberh\u00e4ufen und zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebste Beste Mutter tausend Dank f\u00fcr den letzten Brief,<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> er r\u00fchrte mich sehr, das offene Mutter Herz was aus [\u2026] sprach machten mich zum gl\u00fccklichsten Sohn: nun wei\u00df ich [\u2026] von meinen \u00c4ltern geliebt bin, und die\u00df bewu\u00dft seyn [\u2026] auch in der ferne immer aufheitern und mein ein [\u2026] seyn. Der Stand den ich mir gew\u00e4hlt habe mit meinen [\u2026]sten \u00c4ltern Erlaubni\u00df war der Soldaten Stand: ich habe [\u2026] erst dan gew\u00e4hlt, wie ich ihn schon versucht und gekannt habe; reichlich \u00fcberlegte ich da alles, sah voraus recht gut alles Elend was auszustehen werde haben: und kannte auch die Ann\u00e4hmlichkeiten bey meinen \u00c4ltern zu bleiben, den guten Tisch, gutes Bett, sch\u00f6ne Gesellschaft, und alle Unterhaltungen zu genie\u00dfen; und dennoch glaubte ich immer<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> einen Beruf zum Soldaten Stand zu haben \u2013 und bis izt<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> f\u00fchle ich keine Reue. Zu Hause sind alle meine W\u00fcnsche befriedigt, alles was mich freuen k\u00f6nnte, habe ich, Unterhaltung zu viel, und auch Zeit und Gelegenheit sich zu perfectioniren. Hier beym Regiment, was wirklich das traurigste in der ganzen Arm\u00e9e ist, und nirgends so viele Cabale giebt wie ebe[n] hier, habe ich die\u00df alles nicht, mu\u00df wie alle meine [\u2026] versagen, habe keine Unterhaltung, allein um sich [\u2026]tioniren und manchen kennen zu lernen der [\u2026] Es hei\u00dft allgemein, da\u00df wir mit die T\u00fcrken einen [\u2026] haben sollen werden, izt erlaubt es meine Ehre nicht [zu] quitiren, den<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> als poltron soll die Welt mich nicht kennen [\u2026] ob dieser Krieg<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> gemacht ist oder nicht, ehrenvoll oder nicht, darf nicht untersuchen, den<sup>5<\/sup> ein diener bin ich ja nur und mu\u00df meine Herren blindings gehorchen, er wird es auch verantworten. Ich bin jung, nie so gesund gewesen wie izt, und soll einen Stand verlassen in den ich erst getretten bin, und gerade wenn der Krieg ausbricht; vieleicht aus kindischer [\u2026]<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> vor einen t\u00fcrkischen S\u00e4bel, k\u00f6nnte jeder mit rechten sagen hat er quitirt, und nun i\u00dft und trinkt er zu Hause, und liegt recht commot auf der faulen Haut. Liebste Beste Mutter lieber alles ausstehen m\u00f6chte ich, als die\u00df von einen sagen k\u00f6nnen; ich will die Sz\u00e9ch\u00e9nyische Ehre die jeder von unsere vor\u00c4ltern mit seinen leben erkauft h\u00e4tte,<sup>3<\/sup> nicht der erste ver[\u2026]. F\u00fcr izt mu\u00df ich Soldat bleiben und werde beharlich seyn, [\u2026] eine Freundin finden werde an<sup>2<\/sup> deren Seite [\u2026] Militair Stand und Leben gl\u00fccklich seyn kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] bleiben izt lange aus, allein ich werde izt bey [\u2026] wenigere Gesch\u00e4ften, nicht nur meinen Flei\u00df sondern [auch] die Briefe verdoppeln. Mein Bruder Paul h\u00f6re ich ist krank, er soll an mir Beispiel nehmen, den<sup>5<\/sup> ich sehr gesund und lustig bin: ich bin recht b\u00f6se auf ihn, da\u00df er mir noch nicht geschrieben habt, doch k\u00fcsse ich ihn<sup>3<\/sup> Br\u00fcderlich tausendmahl, auch den Louis bitte ich nicht zu vergessen, doch ihn kein Wort zu sagen, da\u00df ich in die Beste Louise, die ich inniglich k\u00fcsse, rasend verliebt bin. Der Liebsten Marie<a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> einen Ku\u00df. Nun bleibe ich noch etwelche T\u00e4ge hier, und bin in gr\u00f6\u00dften einkaufen von allen m\u00f6glichen Reise ger\u00e4thschaften &amp; womit ich den Segen bittend bleibe<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Gnaden<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">dankbarster Sohn Stefan Sz\u00e9ch\u00e9nyi &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> The letter is damaged, and the missing text is indicated by square brackets.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> One word deleted.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Inserted afterwards.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> A variant of the archaic form \u2018itzt\u2019 of the determiner \u2019jetzt\u2019 used by Sz\u00e9chenyi.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Instead of denn.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Unreadable word.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> The corner of the page is torn off. The year of the letter is 1810. See also the letter to Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi of 3 July 1810.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> Count Lajos Sz\u00e9ch\u00e9nyi&#8217;s first wife Countess Aloysia Clam-Gallas (1781\u20131822).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> The letter is unknown.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> Sz\u00e9chenyi refers to the 8th Russo-Turkish War (1806\u20131812).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a> She is either Lajos Sz\u00e9ch\u00e9nyi&#8217;s daughter Sz\u00e9ch\u00e9nyi M\u00e1ria (1804\u20131863), or one of his cousins: Countess M\u00e1ria Defours or baroness M\u00e1ria Mesnil.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference: <\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to Mrs. Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi, Pest, 2 July 1810. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He arrived in Pest, but found the beautiful house empty, no one was there. He is always happy when his mother writes him a letter. He thanks her for her latest letter. He knows that his parents love him. He knew what he was getting into when he joined the army. Now, in a time of war, he would be a coward in the eyes of the world if he stopped. He must stay a soldier and find a girlfriend to be happy with. He has heard that his brother P\u00e1l was ill. P\u00e1l could emulate him; he has never been as healthy as he is now.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3427,3370,3402],"tags":[3418,3381,3426],"language":[3416],"addressee":[3430],"place_of_writing":[3405],"qualification":[3383],"place_of_keeping":[3486],"place_of_publication":[2292],"class_list":["post-11366","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-festetics_julia-en","category-csalad-en","category-a-katonaevek-en","tag-emotions","tag-family","tag-military","language-german","addressee-mrs-ferenc-szechenyi","place_of_writing-pest-en","qualification-original","place_of_keeping-mnl-ol-p-623-a-i-9-no-56-234-en","place_of_publication-319-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11366"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11369,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11366\/revisions\/11369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11366"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=11366"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=11366"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=11366"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=11366"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=11366"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=11366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}