{"id":11394,"date":"2021-10-25T10:37:28","date_gmt":"2021-10-25T10:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/szechenyi-ferenc-24\/"},"modified":"2025-08-06T12:39:11","modified_gmt":"2025-08-06T12:39:11","slug":"szechenyi-ferenc-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/csalad-en\/szechenyi-ferenc-24\/","title":{"rendered":"Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\">Szer\u00e9nd.<a href=\"#_edn1\">[a]<\/a> den 15 August 1810<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Gnaden, Liebster Bester Vater!<\/p>\n\n\n\n<p>Heute erhielt ich Euer Gnaden Ihren Brief von Zinkendorf de Dato 29 Jul\u00ff.<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> Wie es mich gefreut, da\u00df sich mein bester Vater meiner\u2018 so oft erinnern kann ich nicht beschreiben, allen danken will ich jedesmahl mit aufrichtigen Herzen, Die muntere Gesellschaft, in Zinkendorf wird sich vieleicht bis izt<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> noch dort unterhalten, wie beneide ich nicht alle die, die von diesen Unterhaltungen profitiren haben k\u00f6nnen. Der gute Ferdinand und die liebe Sophie befinden sich wohl,<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> es gefreut mich herzlich, sie werden sich samt der guten Fann\u00ff, und<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Schwager B\u00e1tty\u00e1ni,<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> gewi\u00df in der Schauspieler\u2018 Gesellschaft ausgezeihnet<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> haben;<a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> wie gerne h\u00e4tte ich von ihrer gew\u00f6hnlichen guten Laune und Witz etwas abgelauscht und abgelernt. Der Carl, Franz und Julie Zich\u04f1<a href=\"#_edn6\">[f]<\/a> waren auch da, gewi\u00df so lustig und aufger\u00e4umt wie immer. Wie befindet sich den<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> der d\u2018Aspern<a href=\"#_edn7\">[g]<\/a> und Cavriani?<a href=\"#_edn8\">[h]<\/a> den letzteren k\u00fcsse ich tausendmahl, wenn er sich meiner erinnert. Da\u00df der Batist Baty\u00e1nyi<a href=\"#_edn9\">[i]<\/a> auch in Zinkendorf war wunderte mich sehr, da ich ihn in Paris zu seyn glaubte. Der Obrist Haugewitz<a href=\"#_edn10\">[j]<\/a>, hat er sich wohl an seinen armen OberLieu<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> erinnert? Der gute Onkel Georg und Latzi<a href=\"#_edn11\">[k]<\/a> werden in ihren vollkommenen Gl\u00fcck seyn, er als neuer schwieger Vater, und dieser als Br\u00e4utigam. Die neu aufgef\u00fchrten 4 Lustspiele waren gewi\u00df von Steigentesch,<a href=\"#_edn12\">[l]<\/a> wo sein gew\u00f6hnlicher Witz sich gewi\u00df ausgezeihnet<sup>3<\/sup> wird haben. Ob aber der Bruder Paul und Louis auch in Zinkendorf waren, schreiben mir Euer Gnaden gar nichts, ich glaube aber: da ich nicht glaube, da\u00df der Louis schon nach Ofen zur\u00fcck sey, und da\u00df der Paul mehr zu seinen Regiment einr\u00fccken werde. Was macht den4 die liebe, theure Mutter; o wie oft denke ich an meine guten \u00c4ltern. \u2014 so wie der verlohrene Sohn komme ich mir vor. Von jugend an gew\u00f6hnt immer um meine Besten \u00c4ltern zu seyn, bin ich izt<sup>1<\/sup> von allen meinen Geschwistern Freunden, Rathgebern getrennt; bin gezwungen mir selbst Rathgeber mir selbst besch\u00fctzer, mir selbst Freund zu seyn. Es giebt auch hier gute Menschen, O ja, \u2014 doch Freunde kann man nur sellten finden, \u2014 und \u00c4ltern nirgends und nimmer mehr. Euer Gnaden haben mir das menschliche Leben mit einen Schauspiele verglichen, noch immer<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> lese ich es durch, und noch immer finde ich in der W\u00f6rter sch\u00f6nen Wahl und Wahrheit, etwas neues, was ich noch lernen soll: ich hoffe der 2<sup>te<\/sup> Ackt soll die Fehler die etwa in ersten Ackt geschehen sind, ausbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja dies ist mein Willen, und hoffe ihm zu erf\u00fcllen, da es mein ernster Wille ist, und dann kann mann<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> viel leisten. Ich danke tausendmahl, f\u00fcr diese V\u00e4terliche Ermanung, da\u00df ich in meine Schuldigkeiten nicht nachlassen soll, sondern trachte mich in allen so viel wie m\u00f6glich zu perfectioniren. Ich verspreche mit verdoppelten Flei\u00dfe daran zu arbeiten, da\u00df ich meinen besten \u00c4ltern Freude mache, was ich durch nichts anders thun kann als durch gute Sitte und Perfection. Gott sey Dank ich befinde mich sehr wohl und das zwar in diesen Augenblick beym Herrn von V\u00e9gh,<a href=\"#_edn13\">[m]<\/a> der wirklich auf alle art sucht, mein hie\u00dfiges Daseyn zu erleichtern: ich kann ihm nie genug Dankbar seyn. Mein Rittmeister empfiehlt sich Euer Gnaden tausendmahl, und ist in eine junge Witwe sterblich verliebt, ich glaube wenn ich hier auf Ewig bleiben m\u00fc\u00dfte ich wurde<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> es nie. Nun bitte ich um den Segen und bleibe<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Gnaden<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">dankbarster Sohn Stepherl<\/p>\n\n\n\n<p>P. S.<a href=\"#_ftn1\">[9]<\/a> Ich bitte meinen Brudern Paul zu sagen, da\u00df ich eben von der Jagd zur\u00fcck komme, und so gl\u00fccklich war unter 4 Rehen die in einer kurzen Zeit gescho\u00dfen wurden, auch eins zu erlegen. Ob er auch so gl\u00fccklich war auf der Jagd mit den Somogyi<a href=\"#_edn1\">[n]<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> A variant of the archaic form \u2018itzt\u2019 of the determiner \u2019jetzt\u2019 used by Sz\u00e9chenyi.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Missing word: dem<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Instead of ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Instead of denn.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Oberlieutenant<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> One word deleted.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Instead of man.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Instead of w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/wp-admin\/post.php?post=364&amp;action=edit#_ftnref1\">[9]<\/a> post scriptum, Latin: underline (post script).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> Nagy-Zer\u00e9nd, a village in the northern part of Arad County, on the Fekete K\u00f6r\u00f6s River.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> The letter is not known.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> His sister Countess Zs\u00f3fia Sz\u00e9ch\u00e9nyi (1788\u20131865) and her husband Count Ferdinand Zichy (1783\u20131862).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> His sister Countess Franciska Karolina Sz\u00e9ch\u00e9nyi  (1783\u20131861) and her husband Count Mikl\u00f3s Batthy\u00e1ny (1778\u20131842).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a> At the end of July 1810, Count Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi invited his family and acquaintances to the castle of Nagycenk. On that occasion, there was also a theatre performance. See also B\u00e1rtfai \u2013 Sz\u00e9ch\u00e9nyi csal\u00e1d 2. 481.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[f]<\/a> Counts Ferenc Zichy (later Zichy-Ferraris) (1777\u20131839) and his brother K\u00e1roly (1778\u20131834), and the latter\u2019s wife, Countess J\u00falia Festetics (1740\u20131816).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\">[g]<\/a> Probably General Major Baron Konstantin d\u2019Aspr\u00e9.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\">[h]<\/a> Count Miksa Cavriani (1778\u20131837), was the husband of Countess Jozefa Esterh\u00e1zy (1780\u20131821), daughter of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi\u2019s maternal aunt, and therefore his brother-in-law.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref9\">[i]<\/a> Count J\u00e1nos Batthy\u00e1ny Baptista (1784\u20131865), lieutenant colonel of the 5th Hussars Regiment. Sz\u00e9chenyi fought with him against King Murat of Naples in the 1815 campaign. Countess M\u00e1ria Esterh\u00e1zy, wife of Batthy\u00e1ny, was Sz\u00e9chenyi\u2019s cousin on her mother\u2019s side.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref10\">[j]<\/a> In 1799, Count Eugen Haugwitz was included in the general staff as a lieutenant, and in 1808 he became lieutenant colonel of the 5th Frontier Regiment. In 1809, he was promoted to colonel, and for a time he served in the general staff of the noble insurrection. In 1813 he retired as a general, with the rank of lieutenant general.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref11\">[k]<\/a> His maternal uncle, Count Gy\u00f6rgy Festetics (1755\u20131819) and his son L\u00e1szl\u00f3 (1786\u20131846). See also the letter of 5 August 1810 regarding the planned marriage.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref12\">[l]<\/a> Baron August Ernst von Steigentesch (1774\u20131826) poet, writer, diplomat. At that time, he was a colonel and aide-de-camp to Field Marshal Karl Schwarzenberg.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref13\">[m]<\/a> Ferenc V\u00e9gh was a chamber steward at the state estate in Arad County.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/wp-admin\/post.php?post=364&amp;action=edit#_ednref1\">[n]<\/a> Count J\u00f3zsef Somogyi, see also the letter of 5 August 1810.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference:<\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi, Nagyzer\u00e9nd, 15 August 1810. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He was surprised to see J\u00e1nos Batthy\u00e1ny in Nagycenk, thinking he was in Paris. His father had not written about whether Paul and Lajos were in Nagycenk, but he thinks they were, because Lajos cannot have travelled back to Buda yet, and Paul was unlikely to rejoin his regiment. How is his mother? He feels lonely, separated from his parents and siblings. Following his father&#8217;s admonition, he tries to perfect his character; he is well, and is staying with Mr. V\u00e9gh, who is doing his best to please him. His captain is in love with a young widow; he could not do this even<br \/>\nif he had to stay here forever. He tells his brother P\u00e1l that he has just come back from a hunt where he shot one of the four deer killed. Was P\u00e1l so lucky when he was hunting with Somogyi?<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3403,3370,3402],"tags":[3426],"language":[3416],"addressee":[3411],"place_of_writing":[3499],"qualification":[3383],"place_of_keeping":[3500],"place_of_publication":[3501],"class_list":["post-11394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-szechenyi_ferenc-en","category-csalad-en","category-a-katonaevek-en","tag-military","language-german","addressee-ferenc-szechenyi","place_of_writing-nagyzerend-en","qualification-original","place_of_keeping-mnl-ol-p-623-a-i-9-no-41-11-en","place_of_publication-zichy-40-41-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11394"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11397,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11394\/revisions\/11397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11394"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=11394"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=11394"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=11394"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=11394"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=11394"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=11394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}