{"id":11649,"date":"2021-11-12T09:30:33","date_gmt":"2021-11-12T09:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/szechenyi-ferenc-73\/"},"modified":"2025-08-09T09:44:28","modified_gmt":"2025-08-09T09:44:28","slug":"szechenyi-ferenc-73","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/csalad-en\/szechenyi-ferenc-73\/","title":{"rendered":"Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Geschrieben in Troyes<\/em><a href=\"#_edn1\"><u>[a]<\/u><\/a> <em>den 8<sup>ten<\/sup> M\u00e4rz 1814<\/em>.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Endlich habe ich einen langen Tag. en Famille<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> zubringen k\u00f6nnen, nachdem ich durch mehrere auserst unangenehme Spazierritte, den vom Feinde sahen wir seit einigen Tagen keine \u2014 lebende Seele mehr, dergestallt gekr\u00e4nkt wurde, da\u00df mir das Gl\u00fcck, den Baron Ortz\u00ff<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> zu besitzen, der, in meiner Einbildungskraft, meine Heimath<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> mit so nat\u00fcrlichen Farben zu malen verstand, desto gr\u00f6\u00dfer schien, da ich aus \u00fcbernat\u00fcrlichen M\u00fcdigkeit, beynahe auser dem Stande zu denken (\u00fcberhaupt ein Ungl\u00fcck was mir jetzt so oft geschieht) ruhig seinen manichf\u00e4ltigen<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Erz\u00e4hlungen geh\u00f6r gab, deren Nat\u00fcrlichkeit, mir meine liebe Vaterstadt \u2013 und dessen theure Inwohner, so anschaulich machten; da\u00df ich den Veliten<a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> nicht genug meine Dankbarkeit bezeigen kann -.&nbsp; Das war also der erste Tag en Famille \u2014 den ich seit so langer Zeit geno\u00dfen habe \u2014 \u2014 und es war nicht gut, jetzt sehe ich\u2019s ein, da\u00df ich mich diesem s\u00fc\u00dfen Gef\u00fchl so gerne \u00fcberlassen habe \u2013 . es stehen mir ja so viele rauhe Kriegerische T\u00e4ge vor \u2013 da\u00df ich meinen soldatischen grausamen Sinn, der in Flamme und Blut seinen Wohlgefallen allein finden kann, durch ein sch\u00f6nes friedliches Leben, welches zu finden ein beseeligend \u2014 unm\u00f6gliches Gl\u00fcck in diesen Zeitpunct ist, nicht verdr\u00e4ngen h\u00e4tte sollen. Es wird mir einige M\u00fche kosten, aus den Himmel in den ich mich so gut hinein zu denken verstand, heraus <em>zu w\u00e4ltzen<\/em>.<sup>1<\/sup> \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Ortz\u00ff kann mir nicht genug erz\u00e4hlen, wie viel fr\u00f6hliche T\u00e4ge er in den Hause meiner guten Eltern verlebt habe, und mit wie vieler theilnehmender Freundschaft alle meine lieben Geschwister ihm aufgenommen haben. \u2013 Wissend, da\u00df jeder Fremde seine Heimath und sein Vaterland in den Hause meinen gastfreundlichen Eltern finde \u2013 und da mit allen Wohlthaten \u00fcberh\u00e4uft werde, mu\u00df ich dennoch besonders f\u00fcr die G\u00fcte die der Herr Velit in Oedenburg geno\u00df, herzlich danken. \u201eIch bin auch, ich kann\u2019s nicht anders sagen \u2014 ganz passable \u2014 in dem Hause seiner Eltern \u2014 tractirt werden. \u2014\u201e und er hat, wie man in der combinirten Arm\u00e9e erz\u00e4hlt, \u2014 ich wei\u00df nicht ob&#8217;s wahr ist, <em>in allen<\/em><a href=\"#_ftn3\"><u>[3]<\/u><\/a> prompte revanche genommen. \u2014 \u2014 .<\/p>\n\n\n\n<p>Mit meinen Geldgesch\u00e4ften bin ich g\u00e4nzlich broullirt, H. v.<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Leitersdorfer<a href=\"#_edn6\">[f]<\/a> als bew\u00e4hrter Hasenfu\u00df, und alle seine alliirten, sind auch Schnecken, da\u00df wir dem Feinde mit einen scheinbaren R\u00fcckzug eine Falle legten, \u00fcber Hals und Kopf \u00fcber den Rhein gesegelt, und kommen jetzt erst wieder zu Athem und Vernunft \u2013 diese armen Jung\u2019s haben aus Angst viel ausgestanden \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Von meinen Cousins Desfours<a href=\"#_edn7\">[g]<\/a> h\u00f6re ich sehr viel Sch\u00f6nes \u2014 Franz hatt sich neulich bey einer Cavallerie Affaire vor Troyes, ganz vorz\u00fcglich ausgezeichnet \u2014 er ist noch immer Lieutenant, und hat in den Regimente Kayser zu einen Avancement sehr wenig Hoffnung, \u2013&nbsp; ich werde mir alle m\u00f6gliche M\u00fche geben, um ihn als Oberlieutenant zu Constantin Cuirassiers zu bringen,<a href=\"#_edn8\">[h]<\/a> \u2014 Er, wei\u00df davon noch gar nichts, ich habe aber den F.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Windischgr\u00e4tz,<a href=\"#_edn9\">[i]<\/a> der Obrist von den obbesagten Reg.<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> ist, schon geschrieben,<a href=\"#_edn10\">[j]<\/a> und hoffe\u2018s durchzusetzen, besonders da sein jetziges Reg.<sup>6<\/sup> von ersten bis zum letzten in seinen Lob, und sittsame Biedere Haltung einstimmt, so da\u00df er im ganzen Regement unter den Namen, <em>unser guter Vetter<\/em>\u201e<sup>3<\/sup> bekannt ist. Euer Gnaden, waren so gut mir einmal zu schreiben, da\u00df ich Ihnen, n\u00e4mlich meinen beyden heldenm\u00fcthigen Cousins,<a href=\"#_edn11\">[k]<\/a> im Fall der Noth einiges Geld vorstrecken sollte, bis jetzt sah ich sie wenige Augenblicke nur, und ich glaube auch, da\u00df sie sich bis jetzt so gut, wie viele andere, beholfen haben \u2013 da nun aber der eine <em>schon<\/em><sup>3<\/sup> \u2014 und der andere erst4 avancieren wird, glaubte ich da\u00df einiger Beytrag f\u00fcr neue Uniforms, und n\u00f6thige Pferde, an so brawe Soldaten, von Seite meiner guten Eltern, nicht verschwendet w\u00e4re. \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner lieben guten Mutter k\u00fcsse ich die H\u00e4nde. \u2014 Ich bin ohnehin mehr in Oedenburg, als ich\u2018s seyn sollte \u2014 das wei\u00df der liebe Himmel: \u2014 und es wird mir immer \u00fcbel, wenn ich denke, da\u00df dieser verdammte, verr\u00fcckte, abscheuliche Krieg \u2013 noch lange dauern d\u00fcrfte \u2014\u2013<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ach! eben falle ich in die Ohnmacht.<\/em><sup>3<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><span class=\"has-inline-color has-black-color\"><em>Soeben erwecke ich den Stepherl um mich Euer Exzellenz und der gn\u00e4digsten Gr\u00e4fin Exzellenz zu Gnaden zu empfehlen. H\u00f6chst gl\u00fccklich macht mich in der Gesellschaft Ihres lieben und aimablen<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Herrn Sohns zu seyn, der uns, auf so eine angenehme Art durch seinen immerw\u00e4hrend gleich guten Humor unterh\u00e4lt. Ich mu\u00df enden, denn er rei\u00dft mir das Papier aus der Hand und Herr Obst Steigentesch<\/em><\/span><a href=\"#_edn12\">[l]<\/a> <span class=\"has-inline-color has-black-color\"><em>will sich Gott sey Dank nicht auf mich, sondern auf meinen Platz setzen<\/em>.<\/span><a href=\"#_edn13\">[m]<\/a> <em>\u2014 <span class=\"has-inline-color has-black-color\">Dero ganz ergebenster F. F. F\u00fcrstenberg<\/span><\/em><a href=\"#_edn14\">[n]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><span class=\"has-inline-color has-black-color\"><em>Ende gut, alles gut. Ein sehr diker Mensch, der sich immer Ihrer G\u00fcte, und des angenehmen Aufenthalts in Zinkendorf erinnert, ruft sich in Ihr Ged\u00e4chtni\u00df zur\u00fcck, und bittet seine Hochachtung an Ihre Frau Gemahlin gehorsamst zu empfehlen. Steigentesch.<\/em><\/span><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with wavy line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Instead of mannigfaltigen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with straight line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Herr von<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> F\u00fcrsten<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Regiment<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> French: nice, friendly.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> A town on the Seine in northeastern France.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> In family, i. e. at headquarters.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> Baron L\u00e1szl\u00f3 Orczy (1787\u20131880), captain in the Palatine Hussar regiment.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> I. e. the place of stay of his parents, Sopron.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a>At the beginning of the French wars of 1813\u201314, a Velit class was formed from volunteers, with a particularly large number of Hungarians enlisting in the cavalry. Orczy served in such a group.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[f]<\/a> Leitersdorfer banker.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\">[g]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s nephew, Count Ferenc Desfours (1793\u20131877).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\">[h]<\/a> Grand Duke Konstantin Pavlovich of Russia (1779\u20131831), brother of Tsar Alexander I, commander of the Russian-Prussian reserve force. For his relationship with Grand Duke Konstantin, see the letters written on 13 October, 17, 23 November and 3 December 1813.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref9\">[i]<\/a> Prince Alfred Windischgr\u00e4tz (1787\u20131862), imperial-royal field marshal, commander of the 8th Curassier Cavalry Regiment.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref10\">[j]<\/a> The letter is not known.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref11\">[k]<\/a> I. e. the Desfours siblings.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref12\">[l]<\/a> Baron August Ernst von Steigentesch (1774\u20131826) poet, writer, diplomat. At that time, he was a colonel and aide-de-camp to Field Marshal Karl Schwarzenberg. He was a well-known comedy writer and had connections to the Sz\u00e9ch\u00e9nyi family.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref13\">[m]<\/a> He means to be joking, because Steigentesch was a fat man.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref14\">[n]<\/a> Friedrich Karl zu F\u00fcrstenberg (1774\u20131856) colonel, imperial chamberlain, real internal privy councillor.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference: <\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi, Troyes, 8 March 1814. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He spent the day at headquarters, where he listened to Baron Orczy&#8217;s narration. His finances are in disarray. He is trying to get his nephew, Ferenc Desfours, the rank of first lieutenant in the Constantine cuirassiers, and has written to Windischgr\u00e4tz about it. The letter [italicised] ends with greetings from Prince F\u00fcrstenberg and Baron Steigentesch.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3403,3370,3402],"tags":[3426,3544],"language":[3416],"addressee":[3411],"place_of_writing":[3623],"qualification":[3383],"place_of_keeping":[3637],"place_of_publication":[3638],"class_list":["post-11649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-szechenyi_ferenc-en","category-csalad-en","category-a-katonaevek-en","tag-military","tag-money","language-german","addressee-ferenc-szechenyi","place_of_writing-troyes-en","qualification-original","place_of_keeping-mnl-ol-p-623-a-i-9-no-43-46-en","place_of_publication-zichy-125-127-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11649"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11652,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11649\/revisions\/11652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11649"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=11649"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=11649"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=11649"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=11649"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=11649"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=11649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}