{"id":13369,"date":"2021-11-25T16:35:37","date_gmt":"2021-11-25T16:35:37","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/liebenberg-janos-84\/"},"modified":"2026-05-06T15:40:12","modified_gmt":"2026-05-06T15:40:12","slug":"liebenberg-janos-84","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/munkatarsak-en\/liebenberg-janos-84\/","title":{"rendered":"J\u00e1nos Liebenberg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>In Mailand dem 25<sup>ten<\/sup> Jul\u00ff 1817<\/em><a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mein lieber Alter, schon wieder schicken Sie mir eine Hyops<a href=\"#_edn1\">[a]<\/a> Post \u2014 und Ihre gar zu sehr besorgte Freundschaft f\u00fcr mein Heil und wohl \u2013 lie\u00df Ihnen dem Weg ergreifen, mir so lange vorzulamentieren bis ich ganz rangirt sein werde \u2014 ich hab\u2019 durch einen Lieutenant im Regement Ihren Brief \u00fcbersetzen la\u00dfen und will ihn nun an dem Kopf eines Bogens f\u00fcr eine Samlung drucken la\u00dfen \u2013 ich bin \u00fcberzeigt<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> es ist in der Natur kein Mensch hart herzig genug \u2014 mir nicht ein kleines Donum gratuitum<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> zu geben \u2014 so touchant<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> schildern Sie meine Laage \u2014 die man nach Ihrer Epistel f\u00fcr die schrecklichste in der Welt halten k\u00f6nte \u2013. Ich aber selbst der mich nie irre f\u00fchren lasse, wei\u00df die Hauptlinie meiner Laage nur zu gut, liebe das leben noch etwas, und die Ruhe noch mehr; zu allem dem ist mir angenehm recht rangirt und in der Ordnung zu sein \u2014 w\u00fcrde es mich gar gl\u00fccklich machen, hier mehr Geld auszugeben als ich einnehme, so w\u00fcrde mich gar nichts davon abhalten, da das Gl\u00fcck in der Welt sich weder verschieben noch aber wiederhohlen l\u00e4\u00dft \u2014 und man es damals ergreiffen und fest halten mu\u00df, wenn es sich hingeben will \u2014 Aus Zufall brauch ich aber nicht viel Geld; glauben K\u00f6nnen Sie mir \u00fcbrigens was ich sage, da ich nicht einsehe warum ich Sie betr\u00fcgen oder mich vor Ihnen geniren sollte \u2013 und so werde ich in die Ordnung kommen m\u00fc\u00dfen \u2014 Da ich aber in Mailand nicht gar zu viel zu thun habe, so m\u00f6chte ich en d\u00e9tail<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> erfahren, wie ich in meinen Finanzen stehe \u2014 daher haben Sie die G\u00fcte in Ihrem folgendem Brief eine kleine Berechnung mir zu senden \u2014 (Sie brauchen \u00fcbrigens keine auseinandergesetzte sperativen<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> mit einzuschicken) Wie viel ich die\u00df Jahr schon eingenommen habe? \u2014 wie viel ich noch einnehmen werde? \u2014 Wie viel ich schon ausgegeben habe? \u2013 und wie viel meine Schulden sind? \u2014 Wie der Banquier Arnstein<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> verg\u00fctet wird? in wie weit meine Eltern sich um meine Ausgaben interessiren? \u2013. Auf alle diese Fragen bitt\u2019 ich Sie mir aufrichtig und kurz antworten zu wollen. \u2013 Sie K\u00f6nnen zehn tausend Ducaten in Ihrem Verschlag liegen haben Sie K\u00f6nen \u00fcberzeigt<sup>2<\/sup> sein, ich gebe bis zum neuen Jahr nicht weniger und nicht mehr als alle Monathe 350 # aus<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> \u2013 mit dem lebe ich hier sehr angenehm \u2014 so wie ich\u2019s in Zinkendorf nicht mit 1000 # K\u00f6nte \u2014. Ich hab\u2019 bis jetzt etwas mehr wie<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> 500 # ausgegeben, die mein Banqui\u00e9r mir hier vorstreckte \u2014 wie die in Wien zur\u00fcckbezahlt worden sind \u2014 wei\u00df ich nicht \u2014 da weder mein Vater noch Sie mir davon Erw\u00e4hnung machen \u2014 Ich mu\u00df beinahe glauben, da\u00df sie noch nicht bezahlt sind und Arnstein sich noch nicht gemeldet hat, den<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> sonst h\u00e4tten Sie, in Ihrem amusanten Briefen diese schreckliche begebenheit gewi\u00df im ersten Article angef\u00fchrt \u2014 schreiben Sie mir doch hier\u00fcber \u2014,&nbsp; Wenn<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> wird den<sup>7<\/sup> Wentzel<a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> doch einmal schon bezahlt? ich sch\u00e4me mich, auf meiner Ehre, \u2013 da m\u00fc\u00dfen Sie fragen, wie viel procenten wir bezahlen m\u00fc\u00dfen, und Wenzel Liechtenstein ganz \u00e0 son aise<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> setzen \u2013 \u2014 das <em>sieht Ihnen aber \u00e4hnlich<\/em><a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> \u2014 ihn, um 20 # f\u00fcr mich zu ersparen, zu meinem Feind zu machen. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Wie geht\u2019s im Garten? wachsen die B\u00e4ume auch nicht gut? \u2014 Sind den<sup>7<\/sup> alle meine Pferde krepirt? und fre\u00dfen sie mehr Haber, als andere Menschen Ro\u00dfe? \u2013 Ist kein Granarium<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> verbrant? Kein Donner, Kein Hagel \u2014 etwa eine Viehseuche? Ich bin \u00fcberzeigt<sup>2<\/sup> von der gro\u00dfen Herde Schafe athmet Kein einziges mehr \u2014 die Schweine sind gewi\u00df d\u00fcnner geworden \u2014 Was machen die Comitats Herrn? glauben sie sich, auf Ihren Reisen von Wollfs nach Oedenburg, vern\u00fcnftiger geworden<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> als ich? \u2014 und meine Freunde die Juden, was machen die, wie gehts denen guten Leuten?<\/p>\n\n\n\n<p>Schreiben Sie mir \u00fcber alles das ein wenig, und nehmen Sie mir nicht \u00dcbel da\u00df ich eben so in der Laune bin, Ihnen so komische Dinge zu schreiben \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich recht auf Zinkendorf, auf Sie, und alle jene Verbesserungen die sie, mein guter Liebenberg, bei mir veranstalltet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>In hinsicht Feh\u00e9rs<a href=\"#_edn6\">[f]<\/a> und aller \u00fcbrigen Hausleute gebe ich Ihnen <em>hiemit<\/em><sup>10<\/sup> noch einmal die Vollkommenste plenipotenz. Adieu vielmal<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Sz\u00e9ch\u00e9nyi<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hier schicke ich ihren sperativ in welchem in der Einnahme die 1000 # fehlen! ach \u2014 Sie Kleiner B\u00f6sewicht \u2014!<\/em><a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with wavy line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Instead of \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Latin: donation.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> French: aptly.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> French: in detail.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Instead of als.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Instead of denn.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Instead of Wann.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> French: comfortably.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with straight line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> One word deleted.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Missing words: zu sein<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Under the signature, written on the left side, perpendicular to the text.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> A reference to the biblical Job. See also the analogy in his previous letter of 16 July 1817.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> Every year, Sz\u00e9chenyi had Liebenberg prepare a preliminary budget (sperativ calcul) with the expected expenses and revenues.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> Baron Nathan Adam Arnstein (1748\u20131838) Viennese banker. In 1805, together with banker Bernhard von Eskeles, he founded the banking house Arnstein &amp; Eskeles, which was the dominant financial institution in Austria for three decades.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> For the details of the financial negotiations between Sz\u00e9chenyi and Liebenberg, which had been going on for months, see the previous letters.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a> Prince Wenzel of Liechtenstein (1767\u20131842), a general and friend of Sz\u00e9chenyi.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[f]<\/a> Istv\u00e1n Feh\u00e9r, court master in Nagycenk, before that he was a soldier for 18 years.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference:<\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to J\u00e1nos Liebenberg, Milan, 25 July 1817. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He asks Liebenberg for a financial statement of his expenses and income, and he also wants to know how much he owes and whether his parents enquire about his expenses. He asks to be sent ten thousand ducats, but promises not to spend more than 350 ducats a month. He gives him free rein with regard to the domestic servants.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2284,2285,3388],"tags":[3544,4206],"language":[3416],"addressee":[3419],"place_of_writing":[3740],"qualification":[3383],"place_of_keeping":[4358],"place_of_publication":[4359],"class_list":["post-13369","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-munkatarsak-en","category-lunkanyi_janos-en-munkatarsak-en","category-gazda-en","tag-money","tag-staff","language-german","addressee-janos-liebenberg","place_of_writing-milan","qualification-original","place_of_keeping-mta-kik-kt-k-196-159-en","place_of_publication-majlath-i-49-51-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13369"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13372,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13369\/revisions\/13372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13369"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=13369"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=13369"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=13369"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=13369"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=13369"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=13369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}