{"id":13939,"date":"2021-12-15T07:52:46","date_gmt":"2021-12-15T07:52:46","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/turheim-lujza-4\/"},"modified":"2026-06-04T08:35:25","modified_gmt":"2026-06-04T08:35:25","slug":"turheim-lujza-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/youth\/turheim-lujza-4\/","title":{"rendered":"Luise Th\u00fcrheim"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Louise,<a href=\"#_edn1\">[a]<\/a> &#8211; Stellen Sie sich vor, ich bin hier\u2013! Finden Sie das nicht langweilig und nebstbey doch komisch? Langweilig, denn ich lebe<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> unter Menschen \u2013 die obschon meine LandsLeute, doch beynecbe keine Menschen sind \u2013 und komisch \u2013 da ich anstatt in denen W\u00fcsten Arabiens \u2013 in den W\u00fcsten Ungarns bin \u2014. So wird man unaufhaltsam von den Wellen des Schicksals getragen, bald hinauf zum Gl\u00fcck, bald hinunter zur Quelle, aus dem Kummer und Sorge quillt \u2013 Wenige sind nur die ohne Sturm und Wogen auf glatter See dahin gleiten \u2013 Ich bin ziemlich lang schon auf dem Boden des Meeres, und trinke herzhaft den bittersten, ecklichsten<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Trunk \u2014 Einigemahl warf die Brandung mich nach Oben \u2013 die H\u00e4nde aber die ich zur gl\u00fccklichen Rettung \u2013 fassen wollte, zogen sich <em>einigemahl<\/em><a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> von mir zur\u00fcck \u2013 ich sank in die Tiefe \u2013 und nun werde ich bald ausgerungen haben und ersoffen seyn, oder nach und nach mich, und mein ganzes Wesen um\u00e4ndern m\u00fcssen \u2013 das Blut erk\u00e4lten, das Herz vertrocknen, das Gehirn zerdr\u00fccken \u2013 mit einem Wort, zum Fische werden \u2014. Ich bin moralisch und phisisch tief gesunken \u2013 und ich werde Jahre brauchen \u2013 bis ich Sie mit fr\u00f6hlichem, gesunden Gem\u00fcth wieder sehen kann! \u2013 Vor allen andern nehmen Sie mein herzlichen Dank f\u00fcr Ihren Brief \u2013 Sie haben mir gro\u00dfe Freude gemacht \u2013 und einen Beweis gegeben, da\u00df Sie sich \u2013 \u00fcber gew\u00f6hnliche Vorurtheile und Schwachheiten erheben k\u00f6nnen. Ich bin Ihnen von Herzen gut und zugethan, denn ich bin sicher, da\u00df Sie\u2019s mit mir gut meinen. Warum sollten Sie auch Waffen der Vernunft und des Verstandes gegen mich gebrauchen, wenn ich so ganz treuherzig und offen mich Ihnen n\u00e4here \u2013? Ihr Brief hat mich angenehm \u00fcberrascht und einen Tag \u2013, ich kann sagen, s\u00fc\u00df eingelullt und eingeschl\u00e4fert! \u00ad\u2013 Kennen Sie das angenehme Gef\u00fchl, wenn man wachend tr\u00e4umt \u2013 und sorgenlos \u00fcber die Zukunft \u2014 der Vergangenheit sch\u00f6ne Ideale im rosigen Licht vor die Seele rufft? Und im Trauer alles das gl\u00fccklich vollendet sieht \u2014 nach Welchem man so lange vergebens trachtete? \u2013 In solchem s\u00fc\u00dfen Rausch brachten mich Ihre Zeilen, die ersten wahrscheinlich die Debretzins Fluren begr\u00fc\u00dften: oder haben Sie einen Korrespondenten in dieser Stadt schon gehabt? \u2013 Sie schreiben mir, da\u00df Sie Petersburg in der L\u00e4nge nicht liebten \u2013 da\u00df das Fr\u00fchjahr Sie doch einigerma\u00dfen entsch\u00e4digt hielt \u2013 und da\u00df Sie sich freuen nach der Heymath zur\u00fcckzukehren \u2014<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> Russland ist zu kalt \u2013 und die Menschen so wenig<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> <em>echt<\/em><a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> und gem\u00fctlich \u2013 der Fr\u00fchling<sup>1<\/sup> ist aber \u00fcberall sch\u00f6n \u2013 und die Natur spricht zu unserer Seele nie m\u00e4chtiger als im \u00dcbergang von der Blume zur Frucht \u2013 \u201e Ein Fr\u00fchlingstag und der Tod\u201c \u2013 quelle affreuse diff\u00e9rence: je suis fach\u00e9 que l\u2018on ne peut absolument pas commencer par le plus difficile et le plus d\u00e9sagr\u00e9able \u2013 c\u2018est \u0101 dire par la mort \u2013 et finir par la jenuesse et la vie! Es w\u00e4re weit h\u00fcbscher \u2013 und man w\u00fcrde zu Sterben w\u00fcnschen, eben so wie man sich jetzt davor f\u00fcrchtet und entsetzt! \u2014 Das Heimweh haben Sie ein bischen gef\u00fchlt: ich glaube es gerne &#8211; denn \u00fcber das Vaterland gehet doch nichts \u2013 Mann<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> kann in die L\u00e4nge der Zeit, Vater und Mutter, wenn Sie nicht mehr sind, Anverwandte und Freunde vergessen, und ihnen, wenn sie auch noch leben, ganz zu einem Fremdling werden \u2013 das Vaterland bleibt uns aber immer heilig und lieb, und fremd werden wir ihr nie \u2014. Sonderbar ist\u2019s in der That, da\u00df die Thiere ihre \u00c4ltern nie kennen, und keinen, sobald es frey ist, die Heimath unbekannt bleibt! \u2013 Stellen Sie sich nun das Gl\u00fcck eines Mannes <em>vor<\/em><sup>5<\/sup> \u2014 der in einem gro\u00dfen Volk geh\u00f6rt \u2013 und als ein eifrig Diener des Mitglied \u2013 seine Neben Menschen zum Gl\u00fcck und n\u00e4her zur Vollkommenheit f\u00fchrt! \u2014 Diese Stelle <em>k\u00f6nnte<\/em><sup>3<\/sup> man zwar allenthalben in jeder Lage des Lebens, wenn auch im engen Zirkel einnehmen. Es w\u00fcrde aber das im Blutschwei\u00df gethan werden, was in <em>jenem<\/em><sup>3<\/sup> <em>Lande<\/em><sup>3 <\/sup>mit Vergn\u00fcgen geschieht. Verstehen Sie mich? \u2013 Ach reden wir nicht davon, es hilft durchaus nichts \u2014 Ich komme lieber auf Sie und Ihren Brief zur\u00fcck<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> \u2013 Sie sagen, da\u00df Sie sich freuen mich wieder zu sehen. Ist\u2019s Ihr voller Ernst, so freut\u2019s mich ungemein, denn es gibt so wenige Menschen, die mich gerne sehen \u2013 W\u00e4re es aber nur so gedankenlos auf\u2019s Papier hingeworfen, um etwas zu sagen, und das Blatt anzuf\u00fcllen, dann, mu\u00df ich gestehen, w\u00fcrde ich auf Sie b\u00f6se werden k\u00f6nnen \u2013 oder es w\u00fcrde mich viel mehr schmerzen, denn ich nehme alles das, was <em>Sie<\/em><sup>3<\/sup> besonders mir schreiben \u2013 f\u00fcr<sup>4<\/sup> <em>echte<\/em><sup>5<\/sup> M\u00fcnze und m\u00fc\u00dfte sehr verlegen seyn, wenn ich <em>falsches Gepr\u00e4ge finden<\/em><sup>3<\/sup> sollte. Ich k\u00f6nnte mich deshalb gegen Sie doch nicht \u00e4ndern, denn in meiner Freundschaft bin ich gewi\u00df nicht eigenn\u00fctzig. \u2014 Wei\u00df Gott, es waren Personen die ich liebte \u2014 und blo\u00df f\u00fcr sie liebte, nicht <em>wegen mir<\/em><sup>3<\/sup> liebte \u2014 die an mir nicht gut handelten, und denen ich deshalb doch nicht minder gut geblieben bin. \u2013 Es hilft doch alles nichts in der Welt, keine Wei\u00dfheit,<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> keine Wissenschaft \u2014 in die L\u00e4nge selbst das Gl\u00fcck nicht; man mu\u00df gut seyn, und wenn man es nicht ist \u2013 mu\u00df man es zu werden trachten. Wissen Sie noch unserer Metaphisischen Gespr\u00e4che in Wien zu errinern? Wissen Sie noch da\u00df wir unter dem Bild des de La Roche<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> ect, denn Sie doch ausgelassen liebten, so zu sagen \u00fcbereingekommen sind\u201e da\u00df die Tugend den Stoff der Ewigkeit in sich fa\u00dft \u2014 so wie das Laster die Materie des Vergehens \u2013 des Todes \u2013\u201e Ich <em>habe<\/em><sup>5<\/sup> viel und tief dar\u00fcber nachgedacht \u2013 und manchmahl dar\u00fcber geseuftzt &#8211; da\u00df mir diese Gedanken so sp\u00e4t kommen, oder eigentlich, da\u00df ich mich so sp\u00e4t <em>hinsetzte<\/em><a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> um solche Gedanken in meine Seele zu rufen. Man mu\u00df sich nur <em>hinsetzen<\/em><sup>3<\/sup> (Sie verstehen mich was ich damit sagen will) wenn man das hervor rufen will was verborgen in unseren Gewissen \u2013 in unserem Gem\u00fcth \u2013 in der Einbildung und ungestalltet in unserer Seele liegt \u2014O, es gibt in dem Menschen des Guten des B\u00f6sen so viel, und das Erhaben ist an dem Niedrigsten gekn\u00fcpft \u2013 Gl\u00fccklich der, dessen wachende Genien die Guten sind \u2013 und der \u2013 dem das Schicksal und sein Stern die geh\u00e4ssigen Gesellen des Lebens im Schlaf gefesselt h\u00e4lt \u2013 bis die wohlt\u00e4tige Parse den Faden des Lebens l\u00f6set \u2013 und der Mensch, nur so viel leichter und gl\u00fccklicher \u2013 <em>mit so gar<\/em> <em>vielen<\/em><sup>3<\/sup> b\u00f6sen Begleitern nicht mehr zu thun hat. Je parie que vous croyez que j\u2018ai peur du diable \u2013 Was wetten wir? \u2014 \u2014 Sie sagen mir unter anderen noch, da\u00df Sie sich \u00fcber meine Bemerkungen, die ich in Wien gesammelt haben soll, belustigen werden. \u201eBitt Euer Gnaden \u2014 halten zu Gnaden \u201ees war nie mein Genie der Redacteur der chronique scandaleure zu werden, und mich mit allen den Kleinigkeiten abzugeben die in den Haus eines 3<sup>ten<\/sup> vorgehen \u2013 ich hasse die <em>comm\u00e9ragen<\/em><a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><sup> 3<\/sup> \u2013 halten zu Gnaden \u2013 ich hab mich und meine Zeit viel zu lieb, um mich mit Derley Abgeschmackheiten abzugeben und zu besch\u00e4ftigen. \u2013 Mich hat es beynahe piquirt, da\u00df Sie mir so etwas zumuthen \u2013 ich f\u00fchle aber auch, da\u00df ich deshalb nur f\u00fcr sehr wenige Menschen ein angenehmer Correspondent seyn kann, da ich nie wei\u00df was geschieht, was die Menschen treibt und bewegt und reitzt &#8211; und meistens nur von mir schreibe, und von dem, was ich aus denen Tiefen des Geistes zum Tageslicht heraufcitiert habe \u2013.&nbsp; Ich lese genug, und habe viel gelesen, und mit ziemlicher Auswahl und Ordnung \u2013 was frommt das aber? \u2014 Etwas Eignes kann ich nicht hervor bringen, den<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> umarme ich die Musen auch gl\u00fccklich, so geschieht ihnen sp\u00e4ter alles Ungl\u00fcck \u2013 was die Weiber dr\u00fcckt, und meine Kinder kommen mit ungeheuren Gestallten auf die Welt \u2014 oder gestalltlos wie Teig \u2014 Das rechte Maa\u00df kann ich nicht finden, und bald rei\u00dft mich der gefl\u00fcgelte Gaul so hoch empor, da\u00df mir selbst schwindelt \u2013 bald wirft er zur Seite, des <em>Herrn Belerophon<\/em><sup>3<\/sup><a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> mich gewaltig in dem Sand \u2014 Ach, ich habe gar kein Talent des neuen Jahrhunderts \u2014 Ich machte lange schon die entsetzliche Entdeckung! \u2013 Geschrieben habe ich auch viel, ganz glatt und auch etwas \u2014 \u1d17 \u2014 \u1d17 ect man mu\u00df versuchen: und ich besonders \u2013 <em>jetzt<\/em><sup>3<\/sup> ein <em>ewiger Jung Gesell<\/em><sup>3<\/sup> \u2013 <em>Ich mu\u00df mich ja durcharbeiten<\/em>,<sup>3<\/sup> da ich spielend durch das Leben nicht mehr kann. \u2013 Was mich aber in dem Literarischen Fach, seit unserem Abschied, am meisten besch\u00e4ftigte und so zu sagen gefesselt hielt, ist \u201edas Gebieth der riesenhaften Teutonia\u201e und ich habe in ihrem Reich Sch\u00e4tze gefunden \u2014 <em>an der Oberfl\u00e4che<\/em>!<sup>3<\/sup> Das was man sonst im Gallischen Lande, und unter dem Volk der Nebel und des Saphier Blauen Himmels kaum in den tiefsten Tiefen zu suchen wagen w\u00fcrde. Ich sage Ihnen ich bin in die teutsche Sprache verliebt \u2013 wenn mein Herz irgend einer liebe noch f\u00e4hig ist \u2013 Ich werde, wenn wir uns wieder begegnen sollten \u2013 was doch am Ende wahrscheinlich ist \u2014\u2013 viele angenehme Stunden mit<sup>4<\/sup> Ihnen zubringen \u2013 ich verspreche von Ihrem Umgang und Gesellschaft <em>mir<\/em><sup>5<\/sup> viel: \u2013 Dann wollen wir unsere Ideen und Erfindungen verheyrathen wer wei\u00df, was wir mit<em> vereinigten Kr\u00e4ften<\/em><sup>3<\/sup> leisten k\u00f6nnen \u201ewir m\u00fcssen uns durchaus versuchen, um uns ganz zu kennen \u2013 und jede falsche Scham ablegen \u2013 die vielleicht verursachen k\u00f6nnte, da\u00df wir hie und da eine Bl\u00f6\u00dfe marquiren wollten, und uns (es verstehet sich doch, moralisch) nicht so ganz in unserer Echtheit, wie die Natur uns <em>ausr\u00fcstete<\/em><sup>3<\/sup> einander zeigen \u2013 Ich sch\u00e4me mich gar nicht das A. B. C. manchmahl im Gedanken nachzuhohlen. \u2013 Nun mu\u00df ich Ihnen aber auch von meinem Leben, von meinem S\u00e9jour in Debretzin, und von meinen k\u00fcnftigen Pl\u00e4nen ein Wort sagen. Sie kennen <em>das<\/em><sup>3<\/sup> was mit mir seit 2 \u00bd Jahren beyl\u00e4uflg vorgegangen ist, <em>Mein Tichten und Trachten<\/em><sup>3<\/sup> und die Resultate \u2013 von dem also kein Wort. \u2013 Ich sollte nach Arabien<a href=\"#_edn6\">[f]<\/a> \u2013 ich w\u00e4re am Ende gerne gegangen, denn Sie greiffen wohl mit H\u00e4nden, da\u00df Wien nicht der Ort seyn kann, wo ich jetzt zu leben und zu bleiben w\u00fcnschen<sup>4<\/sup> <em>k\u00f6nnte<\/em>.<sup>5<\/sup> Diese Reise blieb zu <em>meinem Ungl\u00fcck<\/em><sup>3<\/sup> aus, denn ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich h\u00e4tte nichts w\u00fcnschenswertheres vorhaben k\u00f6nnen \u2014 und mir blieb die Wahl zwischen quittiren oder zum Regt.<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> einzur\u00fccken \u2013! Der Gedanke ein Fain\u00e9ant<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> zu seyn ist mir so unausstehlich, da\u00df ich zu dem Letzteren mich endlich entschlo\u00dfen habe, bey Hessenhomburg Husaren eingetheilt wurde \u2014 in 4 Wochen alles zusammen packte und nun seit 3 Wochen in ziemlicher Zerknirschung hier sitze. \u2013 Um nicht ganz ungl\u00fccklich zu seyn \u2013 habe ich ganz den <em>ungrischen<\/em><sup>3<\/sup> Genre angenommen, und lasse mir gew\u00f6hnlich des Abends <em>\u00dcbersetzungen<\/em><sup>3<\/sup> von der <em>Schuld<\/em><sup>3<\/sup> <em>Sappho<\/em>,<sup>3<\/sup> <em>Don Karlos<\/em><sup>3<\/sup> ect ect<a href=\"#_edn7\">[g]<\/a> \u2014&nbsp; vorlesen \u2013 Sonst habe ich keine Unterhaltung, und bin von Fr\u00fch 4 Uhr mit Vorbereitungen f\u00fcr das n\u00e4chste Lager besch\u00e4ftigt \u2013. Felix Woyna<a href=\"#_edn8\">[h]<\/a> stehet in Gro\u00dfwardein, und wir sehen uns niemahls \u2014 Ach es gibt in der Welt doch kein wahres Gl\u00fcck! \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Nun theuere eile ich zur <em>Kirchen Parade<\/em><sup>3<\/sup> und mu\u00df Sie lassen. Leben Sie wohl \u2013 und gr\u00fc\u00dfen Sie die aus meinem ganzen Herzen, die<sup>1<\/sup> es mit mir gut meinten<sup>1<\/sup> \u2014 O, ich bin sehr dankbar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Sz\u00e9ch\u00e9nyi<\/p>\n\n\n\n<p>Debretzin den 9<sup>ten<\/sup> August 1820<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Corrected word.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Instead of ekligsten.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with straight line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> One word deleted.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Interlining afterwards<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Instead of Man. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Instead of Weisheit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with two lines.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> French: gossip.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Instead of denn.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Regiment<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> French: slacker.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> Countess Ludovika Franziska Maria Th\u00fcrheim (1788\u20131864), Austrian writer and painter, sister-in-law of Prince Andrey Razumovsky. She is best known for her memoir\u00a0<em>Mein Leben<\/em>, in which she chronicled life as an aristocrat in Vienna.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> The countess accompanied her brother-in-law to Russia.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> The letter is unknown.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> Jean-Philippe de La Roche (1710\u20131767) was a French painter.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a> I. e. Bellerophon, the hero of Greek mythology, and his winged horse Pegasus, attempting to get close to Olympus, fell to the plains of Aleion as a result of Zeus\u2019 punishment.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[f]<\/a> See the letter to Heinrich Hardegg in February 1820.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\">[g]<\/a> Adolph M\u00fcllner: Die Schuld, Franz Grillparzer: Sappho, and Friedrich Schiller: Don Carlos.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\">[h]<\/a> Count F\u00e9lix Woyna (1788\u20131857), hussar major, aide-de-camp to Prince Schwarzenberg, Sz\u00e9chenyi\u2019s friend. See the letter written on 15 July 1813.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference:<\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to Luise Th\u00fcrheim, Debrecen, 9 August 1820. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He was delighted with her letter, a sign that the Countess could rise above prejudice. He believes that she is homesick because one\u2019s country comes first. He is pleased that the Countess is looking forward to seeing him again, as few people are happy to meet him. He also believes that few people find him a pleasant correspondent, because they never know what is going on and what drives people. He reads a lot, but he does not believe he is capable of creating his own work. Lately he has been very much involved with Germany. He&#8217;s been assigned to the Hessen-Homburg division, and he&#8217;s already prepared.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3518,3448],"tags":[3418],"language":[3416],"addressee":[4576],"place_of_writing":[4617],"qualification":[3383],"place_of_keeping":[4626],"place_of_publication":[4627],"class_list":["post-13939","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ifjusag-en","category-youth","tag-emotions","language-german","addressee-luise-thurheim-en","place_of_writing-debrecen-en","qualification-original","place_of_keeping-mnl-ol-p-625-b-no-103-en","place_of_publication-bartfai-adatok-1-33-36-kovacs-kormendy-mazi-oplatka-53-56-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13939"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13943,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13939\/revisions\/13943"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13939"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=13939"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=13939"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=13939"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=13939"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=13939"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=13939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}