{"id":14415,"date":"2021-12-24T10:53:04","date_gmt":"2021-12-24T10:53:04","guid":{"rendered":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/uncategorized\/liebenberg-janos-189\/"},"modified":"2026-06-19T13:55:26","modified_gmt":"2026-06-19T13:55:26","slug":"liebenberg-janos-189","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/munkatarsak-en\/liebenberg-janos-189\/","title":{"rendered":"J\u00e1nos Liebenberg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\">Dioszeg 1 July<a href=\"#_edn1\">[a]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ihren Brief lieber Liebenberg, habe ich zerrissen, und dar\u00fcber recht vom Herzen gelacht. Meine gute Mutter schreibt mir \u201eda\u00df sie nichts mehr w\u00fcnscht, als mich verheiratet zu sehen \u2013 Ihnen \u201eda\u00df ich auf alle Heiratspl\u00e4ne Verzicht leisten soll\u201d. Was soll man dar\u00fcber denken?<a href=\"#_edn2\">[b]<\/a> Gar nichts \u2014 und machen, was man soll \u2014. Wir m\u00fcssen uns nicht irre machen lassen. Was mich etwas \u00e4rgert, da\u00df sie geschwatzt hat: und mir dadurch meine Pl\u00e4ne und Projecte verderben. Es ist aber gleichviel, was geschieht \u2013 wer kann die Zukunft \u2013 das Gl\u00fcck berechnen?<a href=\"#_edn3\">[c]<\/a> Deshalb bin ich auf alles gefa\u00dft \u2014 und bin durchaus mit allem zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Sie, ihre Frau und Kinder anbelangt, so ist das Kom\u00f6die. Bin ich den<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> ruinirt?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe den festen Willen mich zu rangiren, nur bin ich in der Art, wie? mit mir noch nicht einig. \u2014 Auf den \u00fcbelsten Fall, renoncire ich auf immer auf alle heiratsprojecte, und bleibe einige Jahre beim Regiment, wo ich gar nicht ungl\u00fccklich bin. \u2014 Nach allem dem, glaube ich schwerlich, da\u00df ich Lumley<a href=\"#_edn4\">[d]<\/a> nach England sende. In einem Monat wird es entschieden seyn. Dauvergne<a href=\"#_edn5\">[e]<\/a> brauche ich auch nicht zu behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wiener Quartier<a href=\"#_edn6\">[f]<\/a> kann ich ausgeben \u2014 und brauche nicht mehr als 24 m<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> des Jahres, um \u00e4u\u00dferst angenehm zu leben. \u2014 Rechnen wir aber bevor wir, zum Gel\u00e4chter der Welt vielleicht, uns einmal so reduciren \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Familie&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u2014 50 m<sup>2<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wienerhaus&nbsp; 15<\/p>\n\n\n\n<p>Zinkendorf&nbsp;&nbsp; 12<\/p>\n\n\n\n<p>Interessen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15<\/p>\n\n\n\n<p>Ich&nbsp; \u2014 \u2014&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 24<\/p>\n\n\n\n<p>Andre Ausg<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> 10<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 126<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn etwas \u00fcberbleibt, auf Verbesserungen und Schulden zahlen. \u2013 Bleibt auch zum Schuldenzahlen nichts \u00fcbrig \u2014 so werden wenigstens die Familien Schulden von den 50 m<sup>2<\/sup> gemindert.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Schulden der Lackenbacher<a href=\"#_edn7\">[g]<\/a> anbelangt, werden wir wohl Mittel finden. \u2014 Ich kann \u00fcbrigens auch mit 12.000 fl<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> W. W.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> des Jahrs leben, und keinen Schritt vom Regiment gehen. Glauben Sie mir, ich kann entbehren, sowie ich zu genie\u00dfen verstehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen wir uns also nicht irre machen \u2013 bleiben wir in unserm Gleis. Die Leute sollen reden. Ich wollte im 8<sup>ber<\/sup> nach Zinkendorf. Jetzt wei\u00df ich nicht, was ich thun werde \u2014 Lassen wir es reifen. Nur etwas Philosophie, \u201eMan kommt durch die Welt, wei\u00df nicht wie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zeit bringt \u00fcbrigens Rath! \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist in meinem Leben nichts gelungen (das bleibt unter uns, denn man sagt, es ist eine Schande), und dennoch lebe ich vergn\u00fcgt und froh \u2013 Wie erst, wenn die Fortuna uns noch l\u00e4cheln sollte? Und warum soll sie das nie! \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen auf jedem Fall unser Leben so einrichten, da\u00df uns <em>gar<\/em><a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> nichts ganz zu Boden beugen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen die 5000 fl.,<sup>4<\/sup> die ich allenfalls f\u00fcr Lumley brauchen sollte \u2014 haben Sie kein Geld aufzunehmen, und darauf gar nicht zu denken. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re \u00fcberhaupt gut \u2014 wenn wir die Sachen so eng und knapp nehmen w\u00fcrden, da\u00df wir nicht gezwungen seyen, neue Schulden zu machen. Es fehlen uns nur noch 15.000 W. W.<sup>5<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Wolle erhielten wir 20 m.<sup>2<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Nach meiner Berechnung bekommen wir aber Wolle equal von 23 m<sup>2<\/sup> da sind also 3 m<sup>2<\/sup> C. M.<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> 3 m<sup>2<\/sup> m\u00fcssen wir aus andern Quellen sch\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens ist das nur eine Idee.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fall, da\u00df wir neue Schulden machen, \u2014 wollen wir alle unsere kleinlichen Schulden bezahlen: alle Wiener Conto \u2014 Houldich<a href=\"#_edn8\">[h]<\/a> &amp; &amp; \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn meine Mutter Ihnen <em>meine Wahl<\/em><sup>6<\/sup> gesagt hat, \u2013 oder haben Sie\u2019s errathen, so halten Sie das gr\u00f6\u00dfte Stillschweigen dar\u00fcber. Reden Sie von der Sache gar nichts: k\u00f6nnen Sie\u2019s aber nicht vermeiden, so l\u00e4ugnen Sie\u2019s als eine unwahrscheinliche Sache \u2014 von der ich nicht einmal tr\u00e4umte. Mich wurden Sie aber ausnehmend obligiren, wenn Sie mir alle Tritschtatschere\u04f1en hier\u00fcber schreiben wollten. Leben Sie wohl mein, Liebster und zweifeln Sie niemals an meiner unwandelbaren, unver\u00e4nderlichen Anhenglichkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Sz\u00e9chenyi Was ist mit Pigai<a href=\"#_edn9\">[i]<\/a> geworden? Wohin ist er? \u2014<a href=\"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/wp-admin\/post.php?post=2249&amp;action=edit#_edn10\">[j]<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Instead of denn.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> mille<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Ausgaben<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> florins<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Wiener W\u00e4hrung<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Sz\u00e9chenyi\u2019s underlining with straight line.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Conventionsm\u00fcnzen<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[a]<\/a> The letter was written based on its content in 1823.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[b]<\/a> <a href=\"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/gazda\/liebenberg-janos-189\/#_ednref2\">[b]<\/a>\u00a0On 23 July 1823, Sz\u00e9chenyi received a letter from his employee Dauvergne, that his mother wished him to continue serving. Sz\u00e9chenyi then wrote a letter to his mother informing her that he wished to continue serving. The letters are not known. SzIN 2. 391.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[c]<\/a> See the letter of 19 May 1823. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[d]<\/a> Sz\u00e9chenyi&#8217;s English groom.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[e]<\/a> Sz\u00e9chenyi&#8217;s cook.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[f]<\/a> See the letter of 9 March 1821. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\">[g]<\/a> Lakompak, the estate of Prince Mikl\u00f3s Esterh\u00e1zy (1765\u20131833).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\">[h]<\/a> Saddler in London.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref9\">[i]<\/a> Antal Pigay was the former secretary of Ferenc Sz\u00e9ch\u00e9nyi and the steward of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref10\">[j]<\/a> Liebenberg\u2019s reply to this letter is not known, but Sz\u00e9chenyi gives an extract in his diary in the entry of 16 July 1823, \u201cLiebenberg schreibt mir \u2014 und sehr gr\u00fcndlich, dass ich Lumley weg thun, das Wiener Etablissement aufgeben, und mich ausnehmend einschr\u00e4nken muss \u2014 auf keine Heirat nicht denken darf.\u201d SzIN 2. 387.<\/p>\n\n\n\n<p>Recommended reference:<\/p>\n\n\n\n<p>Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi to J\u00e1nos Liebenberg, Di\u00f3szeg, 1 July 1823. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of Istv\u00e1n Sz\u00e9chenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zolt\u00e1n F\u00f3nagy. https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>His mother would be happy if he got married. No matter what happens, the future cannot be calculated, so he is ready for everything. He wants promotion, but doesn&#8217;t know how to get it. He can rent out his accommodation in Vienna. He wants to travel to Cenk in October. It would be good if his debts did not increase, he is already short of 15.000 forints.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2284,2285,3388],"tags":[3418,3426,3544],"language":[3416],"addressee":[3419],"place_of_writing":[4680],"qualification":[3769],"place_of_keeping":[4823],"place_of_publication":[2292],"class_list":["post-14415","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-munkatarsak-en","category-lunkanyi_janos-en-munkatarsak-en","category-gazda-en","tag-emotions","tag-military","tag-money","language-german","addressee-janos-liebenberg","place_of_writing-dioszeg-en","qualification-copy","place_of_keeping-mta-kik-kt-ms-4229-262-en","place_of_publication-319-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14415"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14419,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14415\/revisions\/14419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14415"},{"taxonomy":"language","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/language?post=14415"},{"taxonomy":"addressee","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/addressee?post=14415"},{"taxonomy":"place_of_writing","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_writing?post=14415"},{"taxonomy":"qualification","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/qualification?post=14415"},{"taxonomy":"place_of_keeping","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_keeping?post=14415"},{"taxonomy":"place_of_publication","embeddable":true,"href":"https:\/\/szechenyilevelezes.abtk.hu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/place_of_publication?post=14415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}