He can’t get used to the idea of not returning to his regiment. Liebenberg can always count on him and his friendship, which is why he wants him to keep in touch by letter, and if Liebenberg and his wife need anything, they can turn to him. He asks for the English saddles to be sent to him and a list of his things left in Milan.
Mein lieber Messina,[a] was sagen Sie zu meinem letzten Brief?[b] — Ich kann mich gar nicht gewöhnen zu denken, daß ich zum Regement nicht einrücken werde,[c] so wird’s Ihnen vielleicht auch gehen, wenigstens schmeichle ich mir, und ich will‘s glauben, daß diese Änderung in meinem Leben Ihnen nicht ganz gleichgültig sein wird.[d] Mir ist‘s auf Ehre nicht, und ich hätte viel dafür gegeben, durch hundert Umstände nicht gezwungen zu werden, so kräftige und so unnatürliche Maassregeln zu ergreifen, — welche aber zu beseitigen oder zu entfernen nicht mehr in meiner Macht waren und ich dem Weg nun schon folgen muss, welchen das Schicksal mir vorzeichnet. — Dass Sie immer und in jeder Gelegenheit auf mich rechnen, und von meiner Freundschaft überzeigt[1] sein können, sollen diese wenigen Zeilen, für Sie ein schriftlicher Beweis bleiben. Ich würde daher auch wünschen, stets in einem Briefwechsel mit Ihnen zu verbleiben, wenn Sie mir andererseits auch versprechen, genau und aufrichtig von Ihrer Lage mit mir zu sprechen, und wenn Sie oder Ihre Frau[e] jeh etwas, was es auch immer sei, von mir brauchen sollten, gerade zu sich an mir zu wenden. Ich werde alles, was ich in Italien zu bestellen hätte, durch Sie operiren, — nicht wahr? Die Zeit vergeht ja schnell, und von dem Regt[2] bringt mich nun nichts mehr in der Welt weg,[f] und ich hoffe daselbst noch recht angenehme Tage zu erleben, — das Donnerwetter, was in diesem Augenblick ober meinem Haupt schwebt, wird auch vergehen, und ich wieder meine Freiheit erlangen können. Haben Sie unter anderem die Güte mir folgende Aufträge zu schlichten:
1° die Sätteln, die ich aus England bestellte und die bald in Mailand ankommen werden, hierher zu senden. Selbe sind nach Genua an dem Mr. Anderson[g] adressirt worden: man könnte also zur Vorsorge dahin schreiben, um zu erfahren, ob sie wirklich schon angekommen sind, oder nicht.
2° Eine genaue Rechnung über meine Bezahlungen mir einzusenden, und eine Liste über alle in Mailand gebliebenen Effekten.
3° Mir auf der Stelle anzuzeigen, wenn und ob kein Aviso angekommen ist über meinen Tillburg, der in Triest ankommen soll, und welchen ich, da ich alles verkaufe und verhandle, bereits dem G.[3] Joseph Esterházy[h] überlassen habe.
Das sind die drei Aufträge, die ich Ihnen überlasse und die zu besorgen ich Sie bitte.
In einigen Tagen schreibe ich Ihnen wieder, machen Sie indessen an alle meine Bekannte meine freundschaftlichste Empfehlung
Dem 17 April 1818 in Wien
Széchényi
[1] Instead of überzeugt.
[2] Regiment
[3] Grafen
[a] János Meszéna (1785–1867, baron from 1818), was a lieutenant colonel in Széchenyi’s regiment, the 5th Hussars.
[b] He was probably referring to his letter of 14 February 1818.
[c] Széchenyi was on leave without pay. In April he knew that he was going to travel to the East at his parents’ request and was granted a year’s leave.
[d] Széchenyi entrusted Meszéna with his military and financial affairs.
[e] Baron János Meszéna’s wife was Erzsébet Zámóczky.
[f] At his own request he was transferred to the 4th (Hessen-Homburg) Hussar Regiment from 16 April 1820.
[g] Presumably a trader and supplier.
[h] Count József Esterházy (1791–1847) was a councillor of the Hungarian Court Chancellery, and later the county governor of Zemplén. His wife was the daughter of Chancellor Metternich, Maria Leopoldina (1797–1820).
Recommended reference:
István Széchenyi to János Meszéna, Vienna, 17 April 1818. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.