When his recipient gave him a watercolour portrait, he preferred the copy that remained with her, because it was in oil. It is a precious memory for him. With great effort he suppresses the pleasure of giving up the portrait of L. He writes him to give away L’s portrait.
In der Zeit – Gaben Sie mir Ihr Portrait welches mit Wasserfarben gemalt war, da fand ich das, welches Sie nun bey sich haben als Copie vorzuziehen[1] – da Öhl immer bleibt —
Es war als Andenken mir1 ebenso werth als schönes Bild – Ich gab‘s Ihnen wieder. Sie erzählten Mehreren „ich hätte die Kühnheit gehabt Sie, ohne Ihrem Vorwissen malen zu lassen„
In diesem Kräh Winkel[a] sagte man mir‘s wieder –. Was wollten Sie damit erzwecken? Haben Sie Ursache mir übel zu wollen?
Vorgesten sagen Sie mir[b] „durch das was Sie mit meinem Portrait thun werden, werde ich sehen„ – Mit sauerer Mühe unterdrücke ich den Genuß – mit einigen Bemerkungen, die ich hier nicht sagen will – das Portrait L–[c] auf Ort und Stelle abzutreten. Das arme Bild was es gewandert haben würde – Hätten Sie‘s immer geben können, und dann wieder genommen! –
Ich schreibe Ihnen dieß Billet um Sie zu bitten, das Portrait L– zu schenken – ich will es nicht mehr –[2]
Glauben Sie übrigens, daß Sie an mir einen Freund haben, der sich oft1 zu todt grämt – daß nicht alle Frauen, so gescheid und liebenswürdig wie Sie sind.
[1] Interlining afterwards.
[2] One word deleted.
[a] Fictitious place: a small summer bourgeois town. See, for example, the 1848 work Freiheit im Krähwinkel (Freedom in Hick Town) by the Austrian writer JohannNestroy (1801–1862).
[b] The day before yesterday, i.e. on 25 December, he spent the evening with Princess Clary, who was either Princess Clary-Ligne Christina (1757–1830) or her daughter-in-law, Princess Clary-Chotek Alojzia (1777–1864). The letter was probably written to one of them.
[c] Portrait of an unknown person.
Recommended reference:
István Széchenyi to an unknown person, Vienna, 27 December 1822. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.