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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Vienna
Date 1824. August 15.
Language German
Tag farming travel horse racing learning
Location of Preservation MTA KIK Kt Ms 4229/315.
Place of Publication
Classification Copy
Content Summary

He will only return to Cenk around 25-26. He asks him to go to Vienna within 8 days, talk to Liebenberg and make the acquaintance of Speck, with whom he talked for 3 hours the day before, because he has a plan on how they can sell the wool the fastest and best. Speck wants to see his horses in the winter. Lajos Károlyi gave him 1.350 forints for the horses. He asks him to send him novels by Voltaire.

János Liebenberg

15ten August[a] Wien

Lieber Liebenberg, ich gehe von hier morgen nach Magendorf und werde erst den 25 oder 26ten in Zinkendorf seӱn.[b]

Haben Sie die Güte, in Hinsicht unseres neuen untern Appartements alles Nötige zu verfügen, damit es bis dahin ganz zum Gebrauch fertig[1] seӱ. Zimmermann,[c] der der Überbringer dieses Briefes seӱn wird, soll Ihnen an die Hand gehen, und Ihre Befehle ausführen: er wird deshalb auch in Zinkendorf verbleiben, was sich heute den 16ten verändert hat.[2]

Kommen Sie in 8 Tagen hierher. Erstens um mit Liebenberg,[d] auf jedem Fall zu reden —, Hauptsächlich aber, um die Bekanntschaft des Speck zu machen, mit dem ich gestern eine 3 stündige Unterredung hatte.

Sie werden sehen, was Sie mit diesem Mann thun können. Glimpflich muß zu werk gegangen werden: ich glaube aber, daß er der Mann wäre, der uns auf die 56 m[3] leihen könnte. Er ist eine Sachse, wo die Leute ihre Gelder, ohnehin schwer anlegen können.

Es ist nun nichts anderes zu thun, als ihm die Lage unserer glücks Güter, so wie sie wirklich ist, auf eine glaubwürdige Art darzustellen; und ihm alle Scruppela nehmen, die ein Sachse natürlicher Weise haben muß, wenn er einen Ungarn Geld borgen sollte. Wir könnten ihm, das Vorrecht auf unsere Wolle als Condition antragen: sodann könnten Sie ihn das Gutstehen, meiner beiden Brüder vortragen — und ich würde mich sogar von der Intabulation nicht scheuen, da ich überhaupt mich nie vom Lärm, aber von der Sache fürchte.

Speck will im Winter selber alle meine Pferde ansehen — oder durch einen seiner Leute ansehen lassen.

Er sprach mir sogar von Ausländern, die sich in Ungarn gerne ankaufen wollten.

Er ist nebstbeӱ Gutsbesitzer — und freut sich im Voraus, mit Ihnen über die Schafe im Allgemeinen zu sprechen. Er will Ihnen einen Plan entwerfen, wie wir am wohlfeilsten und am geschwindesten den Preis unserer Wolle hinaufbringen könnten.

Schreiben Sie mir sodann fleißig und thun Sie, was Sie wollen.

Heute empfing ich 300 # das heißt 1350 fl[4] C. M.[5] von Gr.[6] Louis Karoly[e] (für Pferde) die ich gleich dem Dauvergne[f] übergab. Thibolt[g] hat sie deshalb in Percep.[7] und für Bordeaux, Rest der Billard & in Erog.[8] zu stellen.

Trachten Sie mit Speck etwas wegen 56 m3 zu machen. Führen Sie aber vor allem Andern eine ausnehmend aufrichtige und offene Sprache.

Gehen Sie mit ihm nach Sachsen, wen[9] die Jahrszeit datzu günstig seyn wird.

Haben Sie die Güte mir durch Kalman[h] die Görögischen Presburger und Nautraer Comitats Karten[i] zu senden.

Senden Sie mir sodann von Voltaire[j] den 71 Band und seine Romane.

Da ich alle meine Habseligkeiten nach und nach, nach Zinkendorf senden werde, so wäre es gut, wenn Sie, im allgemeinen, die nötigsten Reparaturen im Schloß vornehmen ließen. Damit aber nichts vergessen werde, so ziehen Sie, den Stepanek, Kretsy, Sahländer und Zimmermann[k] zu Rath, damit ein jeder seinen guten Gedanken anbringen könne.

Adieu

Széchenyi


[1] Széchenyi’s underlining with straight line

[2] Interlining afterwards.

[3] mille

[4] florins

[5] Conventionsmünzen

[6] Grafen

[7] Perzeption

[8] Erogation

[9] Instead of wenn.


[a] The letter was written based on its content in 1824.

[b] On 16 August 1824 he was in Nagymagyar, and he arrived in Cenk on the evening of 25 August. SzIN 2. 513.

[c] Jakab Zimmermann, Széchenyi’s servant.

[d] Ignác Liebenberg (1772–1844) Viennese merchant.

[e] Count Lajos Károlyi (1799–1863) was the administrator of Csongrád County (1830–1837), later the county governor of Abaúj County (1841–1845), then of Nyitra County (1845–1848).

[f] Széchenyi’s cook.

[g] Ferenc Tibolth (1763–1833) was Ferenc Széchényi’s livestock manager and comptroller at the Cenk estate centre.

[h] Széchenyi’s employes.

[i] From the atlas of Demeter Görög and József Márton, entitled Magyar átlás az az magyar, horvát és tót országok vármegyéji, s szabad kerületei… (Hungarian atlas of the counties and free districts of the Hungarian, Croatian and Slovak lands… (Vienna, 1802–1811).

[j] He refers to Voltaire’s Oeuvres completes (Basel, 1784–1791), a 71-volume work which he had in his library. In almost all volumes 14 to 45 he wrote the date when he read them.

[k] His employees: the gardener (József Stepanek), the hunter (József Kretschy), the stablemaster (Thomas Sahländer), and the servant (Jakab Zimmermann).

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Vienna, 15 August 1824. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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