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Recipient Miklós Wesselényi
Place of Writing Magendorf
Date 1822. November 27.
Language German
Tag horses
Location of Preservation MNL OL Mikrofilmtár 8768. doboz
Place of Publication Majláth 1. 73–74., Kardos 2. 416–417.
Classification Original
Content Summary

The small pictures will be sent soon. The horse business is stuck and not moving. He’s been in Nagymagyar since the 15th; József Hunyady wants to show him a flock. He finds him very enthusiastic, and thinks he will marry the daughter of Prince Pálffy. He wants to send him two mares, but does not yet know which ones, how and on what terms. Wesselényi also asks him for racing saddles but he does not know what he will use them for. He will soon leave military service. Why waste his time when only the vacuous can rise in this prosaic country?

Miklós Wesselényi

Magendorf[a] den 27ten Novemb. 1822[1]

So wie ich Dir versprochen habe, antwortete ich Dir, von der Stelle, wo ich deinen Brief erhielt.[b] Das kleine Bild Rubens und Cannonballs – obschon ich dachte, daß Marschall sie mir als Réa adás[2] sendete – will ich Dir gerne bey nächster Gelegenheit übermachen –.[c]

Mit dem Pferdwesen gehet es weder vor noch rückwärts[d] – Ich lebe seit dem 15ten hier, und dieser Gegend. Hunyady der Jüngere[e] – will eine Meute[f] einführen –. Er ist ganz enthusiast: ich fürchte aber, daß es Strohfeuer ist, denn ich denke immer er wird die Tochter des Fürsten Palffy[g] heiraten. ~ Sobald der Kaiser zurück seyn wird, will ich meine letzte Tentative[h] machen, – An Nachdruck2 wird es nicht fehlen. Man wird von der Sache reden,2 für das stehe ich – ob dann Nein oder Ja, aus dem Munde des Autocraten klingen wird – „Am Ende ist es ja doch einerley – ob wir in unserer Agonie reiten, oder zufuß gehen –.

Wenn es irgend möglich ist, so sende ich Dir, oder eigentlich dem Censor[i] von Uttica 2 Stuten —. Aber welche? Trächtige? Auf diese Entfernung? Schlechte? — Ich muß noch nachdenken –. Schreibe mir hierüber. Hinzusenden, um nach dem Abfüllen zurückkommen zu lassen; – Kaum practicable.1 Wie also? Auf längere Zeit? – Welche Conditionen?

Ich danke Dir, daß Du die Jugend unseres Landes vorbereitetest — mich durch Abkaufen2 einiger meiner Pferde – so zu sagen – aus dem Dank zu ziehen. – Gawdyi werde ich gar nicht verkaufen –: oder um sehr theueres Geld. –

Was den Dump Jockey[j] anbelangt, so kann ich schwerlich dienen, da ich ihn, dem Baptist Bathianyi[k] zugesagt. Sollte er ihn indessen nicht haben wollen, so gehört er dein.

Du verlangst auch einige meiner Wettrenn Satteln! Zu was kannst Du die aber brauchen! – Ich will mit Vergnügen übrigens Dir einige überlassen. Die Jungen der Juno[l] stehen zu Diensten, wenn Du mir, einen Sohn oder eine Tochter des Lionl senden wirst – die ich zum Ketzierer machen werde.

Den Militair Dienst werde ich beynahe gewiß verlassen –. Einer der ersten Mischer,2 der mich übrigens immer sehr gut empfangen[3], sagte neulich von mir „Mit dem Menschen ist nichts, er hat zu viele Ideen„ – Was soll ich[4] meine Zeit denn noch mehr verlieren; wenn es denn einmal abgekartet ist, daß nur Ideenlose Köpfe — in diesem prosaischen Lande – Ihr Fortkommen finden sollen!

Lebe wohl mein lieber guter Freund. Empfehle mich deiner Mutter auf das freundschaftlichste – So meinen übrigen Bekannten in Siebenbürgen.

Schreibe mir wie Du das Land gefunden[5].

Vorsicht![6]

Széchenyi

Von Vinzenz Esterházy4[m] Dank deines Andenkens und Empfehlung! —

Vergebe meiner Eile. –


[1] Széchenyi’s underlining with wavy line.

[2] Széchenyi’s underlining with straight line.

[3] Missing word: hat.

[4] One word deleted.

[5] Missing word: hast.

[6] Széchenyi’s underlining with two lines.


[a] Nagymagyar (Pozsony County), the estate of Count Vince Esterházy.

[b] The letter is unknown.

[c] Baron Miklós Wesselényi’s travel diary sheds light on the first lines of the letter: “We’ve been to Marchand’s about twice. The pictures of Rubens, Bourbon, Selim, Canon-Ball are very true. I have never seen a better master on the subject.” (Research by Gyula Viszota)

Jacques Marchand (1769–1835) was a French-born copper and stone engraver. Széchenyi bought several engravings of horses and other subjects from him and received the two engravings mentioned in the letter as gifts.

[d] It suggests that no formal response has yet been received to the memorandum submitted at the end of January.

[e] Count József Hunyady (1801–1869).

[f] Hunting with Agár dogs.

[g] He did not marry the daughter of Prince József Pálffy, but Princess Henriett Liechtenstein (1806–1856) on 1 October 1825.

[h] I. e. his attempt to have his petition on the subject of horse breeding in Hungary, submitted earlier this year, settled.

[i] Széchenyi’s horse.

[j] A mute jockey, a wooden puppet mounted to a horse.

[k] Count János Batthyány Baptist (1784–1865) was a lieutenant colonel in the 5th Hussars Regiment, with whom Széchenyi fought against the Neapolitans in 1815. They were also related because Batthyány’s wife, Countess Mária Esterházy (1791–1830), was Széchenyi’s cousin.

[l] Dog Names.

[m] Count Vince Esterházy (1781–1835), Hussar lieutenant colonel, later general, friend and cousin of Széchenyi.

Recommended reference:

István Széchenyi to Miklós Wesselényi, Magendorf, 27 November 1822. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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