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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Vienna
Date 1819. June 22.
Language German
Tag emotions meeting horses
Location of Preservation MNL OL P 626-1.-1819.
Place of Publication
Classification Original
Content Summary

He hasn’t written to Liebenberg yet, because he’s planning to go to Nagycenk every day, but for now he’s at his father’s. He is looking forward to meeting him, and he thinks Liebenberg will like the new him. He asks Erhard to send a horse to Vienna, which he wants to sell.

János Liebenberg

Mein lieber alter Amicus, an Sie hab’ ich noch kein Wort geschrieben, den[1] ich wollte alle Tage nach Zinkendorf gehen – da aber mein Wille[2] durch die sonderbarsten Hausmitteln alle Tage, schwächer und unbedeutender wird, indem ich, um’s ganz kurz zu sagen, ein gar guter Kerl bin, so sitze ich ganz ruhig in des aller besten Vaters Haus — mit Geduld erwartend wo mich mein Stern hingeleiten, und die Wellen der Zelt hintragen werden. – Sie zu sehen, freue ich mich sehr, insbesonders aber darum, weil ich überzeugt bin, daß Sie sich in mich verlieben werden – den1 etwas sanfteres, gleicheres und geduldigeres wie mich, haben Sie lange nicht mehr begegnet – „Sagen Sie das auch dem guten Bischof von Großzinkendorf — „Er soll laut an der Kanzel ausruffen, Gottlob er ist endlich raisonable geworden„ –[a]

Ich werde dieser Tage nach dem naßen Schloß, einen Abstecher wagen: Es sind durchaus gar keine preparationen zu machen, um den Hochgebornen[b] zu empfangen, da der Hochgeborne sich ex necessitate[3] ganz hübsch eingesetzt hat – beinahe durch ein Jahr, die Kost eines Jagdhundes appetitlich zu finden, und die Mutter Erde zum Bett zu erheben. –

Vor allem andern soll Erhard den walachen Braun2 auf der stelle, aber nicht zu schnell hierher senden. Ich will den Kerl verkaufen, den1 ich höre er will durchaus nicht fetter werden. –

Gott segne Sie nun mit Allerley – besonders aber mit den Guten Gedanken, mich zu lieben.

Széchényi

Wien ich glaube den 22ten[4] Junӱ[c]


[1] Instead of denn.

[2] Széchenyi’s underlining with straight line.

[3] Latin: necessarily.

[4] Széchenyi’s underlining with wavy line.


[a] Reference to József Teschmayr (1780–1838) parish priest of Nagycenk, with whom the manor had some problems.

[b] A joking label for himself.

[c] The letter was written based on its content in 1819.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Vienna, 22 June 1819. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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