He asks to be sent a calculation of the wine sent to Mecséry. There was an argument among his servants, in which he did not intervene. He asks about his dog. The lime pit should not be moved. He thanks him for sending Cziráky’s book.
1o Senden Sie mir die Berechnung der Weine für Merey[a] doppelt, so wie sie wirklich ist, und so wie ich sie überreichen kann.
Bleiben wir bey billigen niedern Preisen.
2o gut.[b]
3o Benützen Sie ihren Zwist, damit sie uns im Kriege wenigstens dienen, da sie nicht friedlich bleiben wollen.
4o gut. Nur finde ich 400 viel zu viel. – Àpropos – der Hausknecht der in Zinkendorf gewesen ist, kam auf einmahl hieher — und erzählte mir, nachdem ich ihn um die Ursache seines Benehmens ausfragte, daß Erhart[c] Alle Leute, folglich auch ihn, eines Tages zusammen kommen ließ, um sie zu einen Geständniß zu zwingen, „wer ihn verklagt hätte?“ Der Hausknecht, den der Hintere schon im voraus brannte, hielt es nun nicht länger aus, und rieth sich selber bey Zeiten weg zu kommen. – Obschon alle diese Geschichten mich im Grunde ärgern, so konnte ich denn doch für dießmahl nichts anders thun, als lachen, und so wohl dem Tyrannen als dem Sclaven vergeben. Diese letztere presentirte sich mir, so uncomfortable, ayant si froid, si faim, soif et l’air si effrayé,[1] daß ich ihn nach Dioszeg mit nehmen werde.[d]
Schicken Sie deshalb Alle seine Habseligkeiten, die ihm von einigen Nutzen seyn können, durch die Diligence an Sz. Iványi.[e] Von hier gehen Alle Tage Gelegenheiten nach Debretzin. Und es ist besser die wenigen Gulden für die Übersendung auszugeben, als für neue Lumpen und Hadern zu sorgen, die er braucht. Erhart bekam einen gelinden[2] Brief[f] deshalb von mir: sprechen Sie ihn daher ohne Ursache nicht davon. Überschicken Sie mir indessen, bey nächster Gelegenheit, denn Eile hat es nicht, was eigentlich an Geld, Holz ect. ect. ect. des Erharts ist – Was er haben müßte, wenn er verheirathet wäre? Und was an deputat ect. ect. ect. – wenn er verheirathet eigne ménage[3] zu führen hätte – und was für die commensalen und parasiten von der Herrschaft an ihn zu entrichten wäre, wenn er diese Unternahme auf sich nähme?
5tens und 6tens gut. 7tens gut. 8 sehr gut. Sagen Sie meinen Dank. Wie alt ist aber Wanderer’s[g] Sohn den ich bekommen soll und wer ist seine Mutter? Könnte er meine Hündin die ich hier mithabe, das nächste früh Jahr nicht heirathen?
9tens gut. 10 auch – 11 gut.
12 Indessen gut.
13 Sehr gut. Nur glaube ich nicht, daß wir die Kalkgrube dislociren sollten. Diese könnte von der Hofseite vermacht werden, und durch eine Thür durch die Mauer einen andern Ausgang erhalten. Es wäre nur also Dunggrube, die ich nur deshalb weg haben will, um einen flachen terrain für meine Füllen zu bekommen. Im Sommer ist das ganz überflüßig, für desto nöthiger halte ich’s für den Herbst und Winter. Mir wurde es daher auch gleichgültig seyn, ob es im Frühjahr oder im Herbst geschieht, wenn es nur vollendet wird. – Wie die Anfüllung der Gruben aber – und die Verlängerung des Wasens[4] auf 3000 fl[5] kommen kann, das begreife ich nicht.
14tens Ich danke Ihnen für Czyraky’s Buch.[h] Ich hatte es übrigens schon durch Baron Brudern.[i] Apropos. Ich möchte die Geschichte Ungarns bündig geschrieben lesen, was immer für Sprache. Rathen Sie mir eine, und nennen Sie mir alle, die Sie kennen.[j]
[1] French: He looks so cold, hungry, thirsty, and scared.
[2] Széchenyi’s underlining with straight line.
[3] French: family.
[4] Colloquial terms: lawn, grassy area.
[5] florins
[a] Probably a typo, instead of Mercy. Between 1820 and 1830, Széchenyi’s letters to János Liebenberg have survived only in copies, mostly in the hand of István Darvas. Gyula Viszota probably compared these with the original manuscripts and sometimes made corrections in pencil, as he likely did with this name (Ms 4229/252 f. 3), correcting Merey to Mercy. Given the content of the letter mentioned in note f), it is more likely to be about Count Mercy.
Andreas Florimond Count Mercy d’Argenteau (1771–1840) was an Austrian diplomat, counsellor at the State Secret Chancellery, confidant of Metternich. Széchenyi also sold him wine in October 1816 and 1817. See the letters of 6-7 October 1816 and 24 October 1817 and 19 May 1823.
[b] Bulleted reply to an unknown letter from Liebenberg. Because of this, it is not possible to determine what Széchenyi was commenting on with “good” or “very good” answers to some points.
[c] János Erhart (c. 1779 – ?) was a sergeant in the 5th Hussar Regiment, soldier on leave, groom.
[d] He arrived in Diószeg on December 16. SzIN 2. 97.
[e] First Lieutenant János Szentiványi.
[f] The letter is unknown.
[g] Széchenyi’s dog.
[h] He refers to the work Disquisitio historica de modo consequendi summum imperium in Hungaria (Buda, 1820) by Count Antal Mózes Cziráky (1772–1852).
[i] Baron József Brudern (1774–1834), an ennobled Hungarian, was actively involved in Széchenyi’s horse-racing movement in 1822. His house (a glass-roofed Parisian bazaar) was a notable building in Pest.
[j] The letter was likely written based on its content around mid-December 1820.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Liebenberg, Pest, 14 December 1820. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.