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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Diószeg
Date 1821. July 2.
Language German
Tag wine farming money house
Location of Preservation MTA KIK Kt Ms 4229/193.
Place of Publication
Classification Copy
Content Summary

He sends Liebenberg three debt certificates for 25 thousand forints. He never wants to make debt again, so this money must be put to good use. He wants to get the house in Vienna and in Cenk in order, and use the rest for the estate. He has seen an iron bed in Vienna, and wants to have one like that made for his room in Cenk. He gives him a free hand with the sheep. He’ll take care of the wine.

János Liebenberg

Dioszeg den 2ten July 1821

Ihren Brief[a] liebster Freund finde ich sublime! Sie denken Groß und edel – ! Unterschriebner übersende ich Ihnen hiemit die 3 Schuldscheine über die 25 M[1] Ist’s nöthig so drücken Sie das Amtsiegel bei. – Was das Geheimniß hierüber betrifft, so wünsche es ich bloß meiner Mutter Willen, der ich keinen Kummer machen wollte — sonst ist es mir mehr als gleichgültig –. Mich selbst, ich gestehe es, erschrickt[2] sie Leichtigkeit ein wenig, mit welcher ich zu so viel Geld komme — „ich werde daher auf meiner Hut seyn„ —. Nachdem ich aber nie[3] wieder eine Schuld machen will so müssen wir die 25 m1 klug anwenden. Ich will das Wiener Haus in Ordnung haben, und so Zinkendorf, das Übrige werde auf die Wirtschaft verwendet: auch wäre es gut, wenn Pigay[b] allemahl 5 bis 6 m1 fl[4] in Bereitschaft hätte. Wir sollten das Geld gar nicht anlegen — Was helfen die einigen Gulden, die in 3 bis 4 Monathen einkommen? —

Wie ist es heuer mit den Eicheln? Können Sie mir da keine Surprise machen?

Wegen den Schafen können Sie machen, was Sie wollen. Mit Ungeduld erwarte ich Ihre Briefe von Ürmény.

Für den Wein werde ich sorgen. Könnten Sie nebst den Nesméler nicht einige Eimer alten Somlauer schaffen? — Ich erwarte Ihre Bemerkungen über die Punkte des Racing Calendars.[c]

Haben Sie das eiserne Bett in Wien gesehen? Ist es gut gemacht, so lassen Sie eins für mein neues Zimmer in Zinkendorf machen. Werde ich den 10 bis 15 8ber in meinem neuen Zimmer schon wohnen können?

Die Nachrichten, die Sie mir von meinen Pferden und von Sahländer[d] geben, erfreuen mich. Gott segne Sie nun mein Theuerer. So weit gehet die Dummheit in diesem Lande, daß man denselben Tag als man Briefe bekömmt, auch antworten muß

Széchényi


[1] Mille

[2] Széchenyi’s underlining with straight line.

[3] Széchenyi’s underlining with two lines.

[4] florins


[a] The letter is unknown.

[b] Antal Pigay was the former secretary of Ferenc Széchényi and the steward of István Széchenyi.

[c] He drew up rules for horse racing, with the help of Liebenberg. See also Széchenyi’s letter of early April 1821.

[d] Thomas Sahländer (1788–1855), Széchenyi’s stable master. In 1821 he was contracted to István Széchenyi as a veterinarian and stable master in Nagycenk. They went to England together several times to buy horses. Later he was employed by Palatine József and then by Palatine István. He retired when the palatine institution was abolished in 1848.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Diószeg, 2 July 1821. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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