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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Diószeg
Date 1823. August 23.
Language German
Tag staff
Location of Preservation MTA KIK Kt Ms 4229/268.
Place of Publication
Classification Copy
Content Summary

He is pleased if Liebenberg always tells him the truth, be it sweet or cold. His English grooms have been dismissed. He would like to keep his Vienna flat and Dauvergne if possible.

János Liebenberg

Ihren Brief, lieber Freund, habe ich mit großem Vergnügen erhalten; so wie alle Ihre Schreiben.

Sie werden mir mit der Wahrheit, ob sie süß oder herb klingt, immer willkommen seyn. Hab‘ ich gefehlt, so werde ich mich bessern. Hab’ ich einen Schaden, so werde ich mich darnoch richten. &. So zum Beӱspiel hat es mich recht gefreut, daß Sie mir von dem Tarnotzaer Philosophen[a] geschrieben haben – obschon Löcke der Art, als von grün Futter aufgeblasen und krepirt — in die Zeiten des Uladislaus passen.

Wir müssen; oder ich wenigstens, noch viel fehlen – indessen Muth und Ausdauer. Es wird alles gehen.

Lumleӱ sammt den 2 Engländern,[b] die immer krank gewesen sind, habe ich entlassen.

1350 fl.[1] W. W.[2] Return Money ist ein großer Riß in meinem Beutel. Indessen wird gut gewirtschaftet und Geld ist hinlänglich da.

Mein Haus beӱm Regiment ist reformirt — und in der Zukunft werde ich von 1000 bis 1200 fl1 W. W.2 des Monats ausgeben.

Nun wegen Dauvergne.[c] Ich bin entschlossen, wenn es irgend möglich ist, ihn und meine Wiener Wohnung zu behalten. Auf jedem Fall wäre es aber vielleicht gut (Es müßte aber sehr fein angestellt werden) Wenn Sie sobald als möglich nach Wien, unter was immer für einen Pretext gingen, und ganz von sich selber aus dem Dauvergne anvertrauten, daß ich recht sehr derangirt, und nicht im Stande bin das Wiener Quartier zu behalten — so gerne ich’s wollte, daß ich durch meine Schulden, besonders aber durch die wenigen Einkünfte, gezwungen seӱn werde, einige Jahre beӱm Regiment zu seӱn: daß ich Alles das noch nicht ganz weiß; Sie sich auf den Augenblick fürchten, es mir zu sagen. Daß Sie in mehreren Briefen, darauf anspielten; ich gar nichts davon hören will – daß Sie sich verpflichtet denken, ihn deshalb zu preveniren.

Es bleibe Alles unter uns[3]

Ich habe vernommen, daß Dauvergne zu den neu angekommenen englischen Bottschafter zu kommen wünscht — & & — Ich hätte gerne, wenn er mich verließe, er mir den Dienst aufsagte.

Bewerkstelligen Sie das, wenn es irgend möglich ist, aber pfiffig.

Sie können auf den Gütern kein profitableres Geschäft mir machen.

Reden Sie zugleich mit Ihrem Mann,[d] daß er mich endlich zum Major mache.

Adieu vielmal

Széchenyi

23 August3[e]


[1] florins

[2] Wiener Währung

[3] Széchenyi’s underlining with straight line.


[a] See the letter of 6 June 1823.

[b] Széchenyi’s English groom.

[c] Széchenyi’s cook.

[d] László Gencsy, a farm manager.

[e] The letter was written based on its content in 1823.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Diószeg, 23 August 1823. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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