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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Dukla
Date 1823. October 24.
Language German
Tag money
Location of Preservation MTA KIK Kt Ms 4229/276.
Place of Publication
Classification Copy
Content Summary

He found a miscalculation in the invoice Liebenberg sent him, and it will be corrected when he arrives. He has made a brief calculation of how much money he has and how much he has received. At the moment he owes noone and has 2.000 forints in his pocket. He plans to arrive in Vienna on 20 November with one forint.

János Liebenberg

Dukla[a] den 24 Octob 1823

Ihren Brief von 4ten Octob erhielt ich gestern.[b] Die Rechnung, die Sie mir senden, oder vielmehr die Berechnung, ist ganz in der Ordnung, einen Punkt ausgenommen, den ich neulich schon berührte, daß nämlich die 500 Fl[1] W. W.[2] an die Vicomtesse Berghen und den Herrn von Deseö dieselbe Summe sind,[c] und nur einmal in die Erogation gebracht werden muß. Sodann fand ich einen Fehler in der Subtraction — durch welchen ich um 41 fl.1 zu kurz kommen würde. Beӱ meinem Ankommen wird sich alles das ausgleichen.

Es ist wahr, daß wir weder auf Ender[d] noch auf Danäcker[e],[f] nach den Wechsel des Gr.[3] Colloredo[g] angetragen haben noch dem des F[4] Grasalk.[h] Es ist auch wahr, daß ich Ihnen von allenthalben schrieb, daß ich gut wirtschafte — und auch wirklich glaubte gut zu wirtschaften — indessen das Gegentheil geschehen ist, wie es unser Laage beweiset — und daß Sie gegründete Ursache haben zu fürchten, daß wieder ein Deficit herauskommen wird.

Indessen will ich Ihnen jetzt kurz Rechnung legen, damit Sie selber urtheilen mögen, ob ich so gehandelt habe, wie ich schrieb. Sie wissen, wie viel ich Geld hatte und bekam.

Um Lumley, Robert und Charles[i] wegzubekommen 1550

An dem F4 Lobkovitz[j] geborgt                                   1000

Sodann sendete ich Janos nach Zinkendorf                60

Zimmermann[k]                                                                500

                                                                                    3110

Für Weine gab ich Trankgeld                                       500

                                                                                     3610

Ich bin keinen Menschen einen Kreutzer schuldig, und habe 2000 in diesem Augenblick in der Tasche.

Von Lemberg sende ich meinen Koch mit Johann den Kutscher und Karajos[l] nach Zinkendorf, und ich werde, wenn es die Umstände erlauben, den 20ten Novemb in Wien eintreffen.[m] Wahrscheinlicher Weise mit 1 fl1 in der Tasche, wenn ich meine Ausgaben bis Rohatin[n] bedenke, da beӱ mir von früh bis auf den Abend gegessen wird — Lemberg 108 Meilen von Wien ist, und ich durchaus einen warmen Pelz Kaufen muß.

Seӱn[5] Sie ohne Sorgen und Kummer, wir werden bald in Ordnung kommen. Ich führe große reductions Pläne im Schild und werde mit 1 fl1 NB[6] W W2 des Tages auch angenehm leben. Ich bin überhaupt glücklicher seitdem ich entbehren muß – und die Fortuna den Rücken mir gewendet.

Leben Sie indeß wohl. Ich zittre in meinem kalten Quartier

Széchenyi


[1] florins

[2] Wiener Währung

[3] Grafen

[4] Fürsten

[5] Instead of Seien/Seyen.

[6] Nota bene, Latin: note well.


[a] A village in southeastern Poland.

[b] The letter is unknown.

[c] See the letter of 18 July 1823.

[d] Johann Ender (1793–1854) Austrian painter, Széchenyi’s companion on his journey to the East.

[e] Johann Heinrich Dannecker (1758–1841) German Classicist sculptor.

[f] He promised John Ender 600 gold pieces a year for 3 years when he returned home from his trip to Italy. For the relief by Dannecker, see the letter of 16 November 1823.

[g] Count Hieronymus Karl Colloredo-Mansfeld (1775–1822) Austrian general in the 33rd Infantry Regiment.

[h] Prince Antal Grassalkovich (1771–1841).

[i] Széchenyi’s English grooms.

[j] Prince Johann Nepomuk Karl Philipp von Lobkowicz (1799–1878) First Lieutenant in the Regiment.

[k] Jakab Zimmermann, Széchenyi’s servant.

[l] Széchenyi’s employees.

[m] He arrived a week earlier, on 13 November. SzIN 2. 412.

[n] Rohatyn, a town southeast of Lemberg.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Dukla, 24 October 1823. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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