He has acquired some very good foreign wines and asks Liebenberg to look into the customs. 7 pregnant mares arrive in December and 14 more horses in the spring, he asks Liebenberg to arrange for the former to be placed and the latter to think about being placed in a similar location. He gives further instructions for existing horses.
Geschrieben dem 1 November 1816 in Paris[1]
Mein guter Liebenberg, endlich habe ich die Aquisition von sehr guten ausländischen Weinen gemacht. Die werden unseren Keller Ehre machen und allen denen guten Gesäufen, die wir in diesem Augenblick schon besitzen, einem neuen Relief geben. Ich hab‘ diesen Brief bloß aus der Ursache an Sie[2] gerichtet um, daß Sie sich bis zu meiner Ankunft einigermaßen erkundigen, ob man nach Ungarn — Transito durch Östrich[3] „ohne die Mautrechte zu bezahlen„[4][a] verschiedene Ausländische Weine2 bringen zu lassen das Recht habe = wenn das der Fall wäre, was ich vermuthe, so würde beinahe die Hälfte der Ausgabe erspart sein — da ich in Wien ohnehin keine Menage habe, und alle jene Weine nur in Zinkendorf zu mir zu nehmen gedenke. – Schreiben Sie mir also über diesem Punct ein Wort poste restante3 nach Wien.4 Sie könten sich in Oedenburg im Dreißigst Amt[b] hierüber erkundigen. Thun Sie das nämliche, in hinsicht des ausländischen Taback.
Leben Sie indessen wohl — Ich bringe die schönsten Gemälde mit mir die Sie in Ihrem Leben gesehen haben – auch andere charmante Sachen. Geld habe ich viel ausgegeben – besonders hat Jones[c] einen guten Theil davon zu Leibe genommen – indessen hoffe ich doch alles mit Ihrer Hülfe zu berichtigen.
7 Stück Mutterstutten kommen in Monath December nach[5] Zinkendorf — die müßen alle solche Stallungen haben wie Smolensko[d] — Im Frühjahr kommen 14 Pferde nach Zinkendorf, die alle beiläufig solche Wohnungen haben müßen. Denken Sie also indessen etwas aus, machen Sie aber gar nichts, da ich in sehr kurzer Zeit Sie mündlich sprechen will. Adieu
Széchenyi
Unter andern3 vergeßen Sie nicht, denen beiden Stutten die von Sledmere belegt sind, das heißt der Snap, und Belegarde,[e] successive die Decken herab nehmen zu lassen, –. Sie brauchen dan nicht mehr geputzt zu werden, und müßen in keinem warmen Stall stehen. Können alle Tage ein paar Stunden in Hof herum gehen und brauchen nicht mehr geritten zu werden[6]
[1] Széchenyi’s underlining with wavy line.
[2] Interlining afterwards.
[3] Széchenyi’s underlining with straight line.
[4] Széchenyi’s underlining with two lines.
[5] One letter deleted.
[6] The text below the signature is written upside down at the top of the second page of the letter.
[a] The customs regime in place at the time indeed allowed the import of foreign wine varieties, but only domestic ones were banned, thus preventing the import of grape vines and grape cuttings.
[b] The import and export duties were levied by the so-called thirtieth tax posts on the borders of the country and the empire. Their name derives from the fact that 1/30th of the value of most goods was paid as customs duty.
[c] Willliam Jones was Széchenyi’ English jockey and groom.
[d] Széchenyi’s horse.
[e] Széchenyi’s horses.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Liebenberg, Paris, 1 November 1816. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.