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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Milan
Date 1817. October 24.
Language German
Tag farming wine
Location of Preservation MTA KIK Kt K 196/169.
Place of Publication Majláth I. 64–65.
Classification Original
Content Summary

Liebenberg’s letter on marriage would make him give up his views on freedom. He asks him for 100 bottles of Somlói and 200 bottles of Fertőd wine to be sent to Vienna for Count Mercy at a low price. He is going to Vienna in the winter, and they will be able to talk more about the household then and there.

János Liebenberg

Mein lieber Freund Liebenberg, Ihren langen Brief de matrimonio[1] habe ich vorgestern empfangen:[a] und finde mich nach dreimaliger Lecture Ihres Schreibens, schon so geneigt Ihrem Rath zu folgen daß ich mich um eine Gattin hier in Mailand über Hals und Kopf bereits umsehe, und Sie auch bitte, im Fall ich hier keine finden sollte, in unserm Ländern eine gute schöne reiche aufzufinden.[b]

Was Sie doch für ein verdammt gefährlicher Mensch sind! welchem modum persuadendi![2] — Daß Sie mich durch einen Brief, von allen denen projecten und dem festesten Vorsatz meine Freiheit um gar kein Glück in der Welt zu vertauschen, auf einmal so umstimmten? – Wenn Ihr character eine Böse Wendung nehmen könte (welches ich zum Glück für unmöglich halte) so wären Sie eine Art Mephistopheles denn Sie könten einen Menschen zu allen verführen. –

Vor allen andern muß ich Sie abermals bitten dem Gr[3] Merci,[c] hundert Flaschen Somlauer[d] und 2 hundert Holinger[e] in bouteillen nach Wien zu senden – und ihn einen billigen Preis zu machen. Sie verstehen mich was ich damit sagen und haben will. —

Diesen Winter gehe ich nach Wien, da wollen wir dan über unsere künftige Haus haltung mit einander etwas verplaudern.

Mir gehets übrigens gut, – und bin mit meiner Gage, die Sie mir gnädigst auswarfen zufrieden. wie wohl ich verdammt sparen muß.

Leben Sie wohl ich gehe exerciren.

Széchényi

den 24ten Octob 1817[4]


[1] Latin: on marriage.

[2] Latin: the method of persuasion.

[3] Grafen

[4] Széchenyi’s underlining with wavy line.


[a] The letter is unknown.

[b] In his previous letters, Széchenyi repeatedly mentioned that he did not consider his income sufficient to allow him to marry.

[c] Andreas Florimond Count Mercy d’Argenteau (1771–1840), Austrian diplomat, advisor to the Secret State Conference, confidant of Metternich. See also the letters of 6 and 7 October 1816.

[d] The German name for Somló.

[e] The German name for Fertőd.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Milan, 24 October 1817. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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