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Recipient Eduard von Lichnowsky
Place of Writing München
Date 1822. March 4.
Language German
Tag horses
Location of Preservation MTA KIK Kt K 221 2‒3.
Place of Publication SzIN II. 249.
Classification Draft
Content Summary

He did not want to reply earlier; he did not want him to think again that he was writing to him without thinking it through.
He asks whether the deal with Pálffy has been finalized or not. If he had wanted to close the deal, he could have asked Széchenyi for a friend’s help.
He assures him that he remains interested in his fate.

Eduard von Lichnowsky

Ich habe Dir,[a] L. E.[1] auf dein Schreiben nicht früher anworten wollen,[b] damit Du nicht mir neuerding’s den Vorwurf machen sollst, daß ich ohne Überlegung, und unausgekühlt schreibe. ‒

Sey Gerecht: ‒ war unser Handel bei Pallfy[c] abgeschlossen[2] oder nicht? Fehlte auser einem Eid ‒ oder einen förmlichen Contract noch Etwas? ‒ Nun schreibst du den andern Morgen, daß Du den Handel nicht abschließen[3] kannst. – Hättest Du gewunschen, daß der Handel zurück gehe ‒ weil er Dir unangenehm ist ‒ da hättest Du meine Freundschaft in Anspruch nehmen sollen die Dir damals, wie jetzt, gewiß entgegen gekommen wäre —. Du glaubtest, daß mich der Fehlgeschlagne Plan des Handels kränkte —. Jetzt, da ich Dich lange nicht sehen werde, und deine Gesellschaft meiden will — kannst Du mir glauben, daß mir an Dir mehr gelegen ist — als an einen Curricle und Zwey Pferden — an Deiner Freundschaft nicht so viel ‒ vergebe — Du bist aber nicht sicher — du bist nicht wahr! ‒ ‒ Noch vor kurzem bat’st Du mich — Dir alles das zu sagen, was ich über Dich denke —. Wird dieser Brief Dich jetzt nicht beleidigen? Immerhin ‒ ich thue ’s aus wahrer Anhenglichkeit zu Dir — Du selbst mußt es einsehen ! ‒ ‒

Lebe wohl, und glaubs, daß ich an Deinem Geschick den wärmsten Antheil nehme ‒ und daß ich um vieles glücklicher wäre, wenn ich auf Dich und dein Wort eben so viel bauen könnte, als ich Dich aus dem Grunde meines Herzens lieb habe. – München2 den 4ten März[4]


[1] Lieber Eduard

[2] Széchenyi’s underlining with straight line.

[3] Széchenyi’s underlining with wavy line.

[4] Corrected date.


[a] From 1814, Prince Eduard von Lichnowsky (1789–1845) managed his estate (Gräz bei Troppau) and was the first in Germany to breed Merino sheep. He was also a writer and historian, his main work Geschichte des Hauses Habsburg, was published in 8 volumes between 1836 and 1844.

[b] Eduard Lichnowsky replied to Széchenyi’s previous letter: one circumstance had prevented him from finalizing the purchase, which is why he considered Széchenyi’s words to be unfair. Széchenyi wrote this new letter in response. SzIN 2. 248.

[c]  It is not possible to identify exactly which Count Pálffy is being referred to.

Recommended reference:

István Széchenyi to Eduard von Lichnowsky, München, 4 March 1822. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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