He is waiting for his mother’s death so he can end his own life, too. Everyone but his mother would have forgiven the few hours of grief he would have caused. In a few hours he will be gone, looking back on his life with peace of mind. His love for Henriett kept him alive. He was not happy in his life, no one understood his besotted heart.
Ich erwartete den Tod meiner Mutter[1];[a] um meinem Leben dann auch ein Ende zu machen – Sie wäre die Einzige gewesen, die meinen Entschluß bitterer, als den Todt gefühlt würde haben – Alle meine andern Angehörigen und Freunde, werden die wenigen Stunden von Gram und Schmerz, den ich ihnen verursachen werde, und mir vergeben[2] vergessen. Wenn ich also schade, so ist es mir allein – und ich will in diesem harten Augenblick, zwischen diesem Leben und der Ewigkeit, mein unglückliches gebrochenes Herz mit dem Gedanken und der Hoffnung stärken, daß Sie in das andre Leben, was der Gerechte Gott – – – , mir keinen Groll, keine Unvergeben Schuld nachtragen,[3] Ihr Gemüt dem Mitleide der Barmherzigkeit nicht verschließen werden —
In wenigen Stunden bin ich nicht mehr – und sehe in mein vergangenes Leben mit Ruhe zuruck – O es ist keine Zeit zur Verstellung, zum Selbstbetrug, zu Illusionen mehr übrig. Ich durchblicke meiner Seele Innerstes — Offen und aufgedeckt liegen die geheimsten, unausgesprochensten Hoffnungen, meines Herzens —
Es war die reinste aufrichtigste Liebe zu H[b] die mein ganzes Wesen beseelte – ohne dieser Liebe ist mein Daseyn peinlicher, als alles was im Schattenreich auf mich harren mag, oder meine Einbildung mir in diesen Augenblicken vormalt – , O ich war im Leben nicht glücklich – und es faßte und2 es verstand kein menschliches Wesen, mein alzu liebendes – – Herz –
Leben Sie[c] wohl, Sie – und Ihre mir so theuere H. Weinen Sie eine reine Thräne, ungetrübt von Stolz und menschlicher Leidenschaft, über mein jammervolles Ende –
[1] Two words deleted by Széchenyi.
[2] Interlining afterwards.
[3] One word deleted by Széchenyi.
[a] His mother died on 20 January 1824.
[b] Princess Henriett of Liechtenstein (1806–1886) later became the wife of Count József Hunyady (1801–1869). For more on Széchenyi’s love for Henriett of Liechtenstein: SzIN 2. XLI–LXI.
[c] The addressee of his letter was Countess Sophie Josephine Fürstenberg (1776–1848), wife of Prince János Liechtenstein.
Recommended reference:
István Széchenyi to Princess János Liechtenstein, Vienna, 3 January 1824. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.