He thanks for the news. He’s amused by Meszéna’s cheerfulness and reminds him of his idle years. Colloredo is on holiday and his deputy has refused to accompany him. He asks to remember to send the necessary certificate from the banker. He’s not getting any of the fees. He asks him to tell First Lieutenant Chamaré that the document proving his origin has not yet arrived. He will write to Lieutenant-Colonel Németh and Major Fackh shortly.
Die wenigen Stunden, die mir im Tag’ hindurch überbleiben, sind mir nicht hinreichend, um Ihnen, mein lieber Messina,[a] für Ihrem letzten Brief zu danken. Ich muss glatterdings einige der Nacht, oder vilmehr der Morgens stehlen, um in Ihrem Augen nicht als ein ganz fauler Correspondent zu erscheinen. Für die Nachrichten, die Sie mir geben, danke ich. Dass Sie gut gelaunt sind und mit scharfem Blick die Begebenheiten und Ereigniße der Mayländer Welt auffassen und mir treu mittheilen, gibt mir ein rechtes Vergnügen, den[1] ich nehme an alle meine Freunde und an allen spröden Schönheiten der Lombardei dem wärmsten Antheil, wie wohl unser Reitschlag[2] im allgemeinen besser und geschmackvoller ist, den1 wer kann sich mit einer frischen gesunden Wienerin, die hinten und vorne ordentlich besetzt ist, vergleichen? Errinern Sie sich nur einmal Ihrer liederlichen Jahre ein wenig und es wird Ihnen gewiß das Wasser in‘s Maul kommen. Wie? hab’ ich etwa unrecht? darüber aber bald wörtlich mehr, und nun mit zwei Worten zur Sache.
Der Regements Commandant von Colloredo[b] ist auf Urlaub. Ein Obristlieutenant commandirt das Regement und hat mir die Transferirung ihres Bruders[c] aus 2 gründlichen Ursachen abgeschlagen; die erste,2 da er in des Regiments Commandanten seine Rechte nur einmal nicht eingreiffen will, von welchem princip ihn übrigens kein mensch abgehen machen würde, und zweitens,2 weil Ihr Bruder in dem Regiment dermassen geliebt, geachtet und geschätzt wird, dass er ihn nicht verlieren will — und zugleich überzeugt ist, daß er von der Stelle, wo er anjetzt ist, viel geschwinder Officier wird, als bei uns. Wie die Sache sich nun einmal verhält, so denke ich gar nichts anders zu thun, als dem Obristen zu erwarten, und zugleich auch Ihrem weitern Wunsch mir erbitten, nach welchem ich mit Eifer und nach Möglichkeit handeln werde.
Haben Sie die Güte nicht zu vergessen, von dem Banquier Tomaso Lacti das nöthige Zeugnis mir zu senden, dass ich die Uhren in Mailand bereits bezahlte. —
Von der Gage bekomme ich nicht einen Kreutzer. Sagen Sie dem Chamare,[d] dass ich gegründete Hoffnung habe, seinem Wunsch erfüllt zu sehen, dass ich aber wegen der Bestättigung seines Geblüts und Saamenstränge nach Slavonien schreiben musste, welches Document noch nicht angelangt ist. —
Meine Empfehlung an dem Obristlieut.[e] und dem MajoFackh[f] und alle übrigen Bekanten, dem ersterem werde ich diesen Täge schreiben. Nun aber muss ich schlafen gehen, leben Sie wohl und senden Sie mir détailirte Episteln. Palotsay[g], Östinger[h] und der garstige Festetich[i] sollen an mich Inhalts Schwere Briefe verfertigen.
Széchényi
14 Februar[j]
[1] Instead of denn.
[2] Széchenyi’s underlining with straight line.
[a] János Meszéna (1785–1867, baron from 1818), was a lieutenant colonel in Széchenyi’s regiment, the 5th Hussars.
[b] It is the 33rd Infantry Regiment, owned at that time by Field Marshal Count Hieronymus Karl Colloredo-Mansfeld (1775–1822). The regimental commander at the same time was Colonel Ádám Récsey (1775–1852) and the lieutenant colonel was Antal Wöber. The regiment’s headquarters were in Vienna. The same year Baron Miklós Jósika also served in the regiment as a captain.
[c] Unknown person.
[d] Count József Chamaré, a first lieutenant in the 5th Hussar Regiment.
[e] István Németh, a lieutenant colonel in the 5th Hussar Regiment.
[f] József Fackh, a major in the 5th Hussar Regiment.
[g] József Palocsay, a first lieutenant in the 5th Hussar Regiment.
[h] Ferenc Öttinger, a first lieutenant in the 5th Hussar Regiment.
[i] Count Lajos Festetich, a second lieutenant in the 5th Hussar Regiment.
[j] According to Imre Lukinich, the letter was written in 1818, which is confirmed by the reference to his stay in Milan.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Meszéna, Vienna, 14. February 1818. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.