He believes that his friend did not receive his letter saying that he was going to Poland and that he wanted to say goodbye. He is going with his army to Tarnopol and at the same time to Vienna and Cenk, where he wants to spend a few months. The pack is in excellent condition, he has recently received letters from Vince and Mihály Esterházy. He left his mare Aleppo with the vet. He asks his friend to go and fetch her, pay the vet and take the horse. He hopes to meet him at the Feherló Hotel, where a ball is being held tonight.
Lieber Freund, ich vermuthe, daß Du meinem Brief nicht empfangen hast, in welchem ich meine Abreise nach Pohlen ankündige,[a] und Dich einlade hier von mir Abschied zu nehmen, denn sonst wärst Du ganz gewiß gekommen.
Höre nun meine Pläne;[b] ich gehe bis nach Tarnopol[c] mit dem Regiment, und werde, auser es zieht der Türk gegen uns, allsogleich nach Wien und Zinkendorf ziehen, wo ich einige Monate hausen werde. Von Tarnopol werde ich Dir wieder schreiben, und ich hoffe immer, daß Du dich entscheiden werdest mich und Deine alten Freunde in Ober Ungarn zu besuchen.
Die Meute ist bereits im Gang, und vortrefflich. Ich bekam neulich einen Brief voller Enthusiasmus von Vinzenz[d] und Miska Esterházy.[e]
Nun aber auch eine Bitte an Dich. Ich habe die Fuchsstute Aleppo[f] bey dem Gr.[1] Karolyer Veterinaire (sein Name scheint mir ist Prindl) zuruckgelassen. – Heute schrieb ich ihm,[g] daß ich Dir den Auftrag gab, die Stute von ihm, sobald sie geheilt seyn wird, abhohlen zu lassen, – seine Unkösten zu bezahlen, und seine Mühe zu lohnen. Vergebe mir daß ich diese Freyheit genommen habe zwischen uns beyden brauchts aber, wie ich hoffe, keiner Ceremonie. Nehme also diese Stute zu Dir, und behalte sie,[2] bis wir darüber etwas ausdenken.
Ich werde dann dein Schuldner seyn.
Schreibe mir eine Antwort nach Tarnopol und Wien, und glaube an meine Freundschaft und Anhenglichkeit Die ich Dir geweiht habe, solange ich lebe
Széchenyi
Debretzen den[3] 6ten Octob.[h]
Ich schreibe diesen Brief mit der Hoffnung, daß er umsonst geschrieben[4], und daß ich Dich beym Weißen Rössel[i] finden werde, wo heute ein Ball ist.
Auf jedem Fall aber Adieu.
[1] Grafen
[2] Corrected word.
[3] One number deleted.
[4] Missing word: wird.
[a] The letter is unknown.
[b] For his travel plans see also his letter to Liebenberg of 21 September 1823.
[c] Today, Ternopil is located in western Ukraine.
[d] Count Vince Esterházy (1781‒1835) Hussar colonel, later general, friend and cousin of Széchenyi.
[e] Count Mihály Esterházy (1794–1866), a fellow soldier and friend of Széchenyi, and owner of the Tallós estate in Pozsony County.
[f] Széchenyi’s horse.
[g] The letter is unknown.
[h] The letter was written based on its content in 1823.
[i] The Fehérló was the hotel on the corner of Piac and Nagy Cegléd streets, connected to the Casino.
Recommended reference:
István Széchenyi to Miklós Wesselényi, Debrecen, 6 October 1823. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.