image-default-image
Recipient János Liebenberg
Place of Writing Bratislava
Date 1820. December 1.
Language German
Tag wine farming military
Location of Preservation MTA KIK Kt Ms 4229/171.
Place of Publication
Classification Copy
Content Summary

The next day he will return to his regiment, his valet taking his luggage to Pest. He asks Liebenberg to send Count Mérey a few hundred bottles of his good quality wine. He has sold a gun to Vencel Liechtenstein. He requests that Liebenberg should introduce further economic measures.

János Liebenberg

Morgen gehe ich nach[1] meinem Regiment.[a] Zimmermann,[b] der Ihnen diesen Brief übergibt, wird meine Bagage nach Pesth bringen.[c] Geben Sie ihn jede Erleichterung, indem dieser Auftrag seine Geistes Fähigkeiten beynahe zu übersteigen scheint.

Sie haben neulich meinen Brief[d] wegen Grafen Mérey’s[e] Weine erhalten. Nun schreibt mir Gr.[2] Merey neuerdings, und ich bitte Sie zufolge seines Schreibens,[f] vor dem neuen Jahr[3] an seine Adresse in Wien 100 bouteillen Schomlauer, 300 bout. Hollinger und 200 bout. recht guten rothen Wein herauf administriren zu wollen. Vor allem reine gute Qualität. Haben wir es nicht, so lassen Sie’s kaufen. Für seine Leute 3 Eimer guten Officiers Wein. Keine Rechnung senden: nur mir deshalb schreiben. Trachten Sie viel einzunehmen: ich werde oeconomisch leben, um daß wir mit Zinkendorf einmahl anfangen können.

Ich habe ein englisches Doppelgewehr an Wentzel Liechtenstein[g] verkauft: dessen Casette ist aber in Zinkendorf geblieben. Sie ist die Bessere von den zwey Casetten, die sich in meinem Gewehrkammer befinden, daher leicht zu finden. Schicken Sie die sammt dem Zugehör auf der Stelle nach Wien an Wentz[4] Liechten.[5] Einige Wochen hat es noch Zeit.

Da es mit dem Tausch[h] nun auf keinen Fall mehr gehen wird, so sollte die Remise an der Gränze bei Wolfs[i] denn doch bey günstiger Gelegenheit wieder vorgenommen werden. Kretsy beklagte sich in dieser Hinsicht über den Gärtner. Hören Sie ihn. —

Die 2 3 Jährigen Schimmelstutten sollen auch mitgeführt werden.

Erhart[j] soll auf die Füllen Acht haben. Die Jäger sollen einfangen, was von Rebhühnern da ist. — Englische Bohnen sollen gesetzt werden, damit sie nicht ausgehen. Von den heurigen Erdäpfeln sollen die besten und größten für meinen Gebrauch aufgehoben werden, und in einen sandigen Boden, das künftige Jahr frisch gesetzt werden.

Der Gärtner soll jetzt an Übersetzungen und lebendigen Zäumen fleißig arbeiten.

Das Geld ist mir wieder zu wenig gewesen, deshalb ließ ich einige Rechnungen dem Pigay[k] zurück, und er wird die 800 fl.[6] die für den Plank bestimmt gewesen sind — im Beschlag nehmen, und Plank kann warten.

Was Sie mir von der Wolle sagen, ist ganz richtig – Bereden Sie sich immerhin mit Thibolt[l] – und denken an mich und meinem Vortheil und Nutzen – indessen ich – mit Vertraun Ihrer Freundschaft mich hingebe.[m]


[1] Instead of zu.

[2] Graf

[3] Széchenyi’s underlining with straight line.

[4] Wentzel

[5] Liechtenstein

[6] florins


[a] According to his letter of 1 December 1820, also to Liebenberg, he left on 2 December.

[b] Jakab Zimmermann, Széchenyi’s servant.

[c] He arrived in Pest on December 3, 1820. SzIN 2. 88.

[d] The letter is unknown.

[e] Probably a typo, instead of Mercy. Between 1820 and 1830, Széchenyi’s letters to János Liebenberg have survived only in copies, mostly in the hand of István Darvas. Gyula Viszota probably compared these with the original manuscripts and sometimes made corrections in pencil, as he likely did with this name (Ms 4229/252 f. 3), correcting Merey to Mercy. Given the content of the letter mentioned in note f), it is more likely to be about Count Mercy.

Andreas Florimond Count Mercy d’Argenteau (1771–1840) was an Austrian diplomat, counsellor at the State Secret Chancellery, confidant of Metternich. Széchenyi also sold him wine in October 1816 and 1817. See the letters of 6-7 October 1816 and 24 October 1817 and 19 May 1823.

[f] This letter is not known, only the one in French, in which the count reports that he has received the wine. Andreas Florimond Mercy d’Argenteau to István Széchenyi, 29 December 1820. MNL OL P 626–1.–1820.

[g] Prince Vencel Liechtenstein (1767‒1842) general, a friend of Széchenyi.

[h] See his letter of 11 May 1820.

[i] Balf is a village near Sopron.

[j] János Erhart (c. 1779 – ?) was a sergeant in the 5th Hussar Regiment, soldier on leave, groom.

[k] Antal Pigay was Ferenc Széchényi’s secretary and later István Széchenyi’s steward.

[l] Ferenc Tibolth (1763–1833) was Ferenc Széchényi’s livestock manager and comptroller at the Cenk estate centre.

[m] The copy of the letter is undated. Based on the reference to the draft, it was probably also written on 1 December 1820.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Bratislava, 1 December 1820. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

PDF Generation