He is enthusiastic about his experiences in Paris: getting up early, going to bed late, playing ball, swimming. He has thought a lot about the changes in Cenk. He asks Liebenberg to look after his horses. He has seen some magnificent sheep, but doesn’t know the difference between various kinds of wool. His deal with Liechnowsky has fallen through, so Liebenberg doesn’t have to go to Graz.
17ten März[a] Paris
Mein liebster Freund, mir gehet es ganz passable.[b] Seit 3 Tagen sitze ich hier und lebe wie auf dem Lande. Stehe früh morgens auf, und bin vor 10 Uhr im Bett. Paris ist eine einzige Stadt! Man kann thun, was man will. Ich spiele alle Tage Ball und schwimme in der Winterschwimmschuhle – Von morgen an werde ich einige Stunden des Tages in der Chambre des Députes[c] zubringen. Wesselényi ist schwindlich!!
Ich habe Champagner gekauft – und ich werde an Sie (an Arnstein)[d] einen Wechsel von 4000 Franken in 8 Tagen ziehen. 4000 Franken sind, wie Sie wissen, beiläufig 4000 fl.[1] W. W.[2] 14 Tage wird der Wechsel wohl wandern – so bekömmt ihn Arnstein in 10 April —. 14 Tage kann, und soll es liegen bleiben – so ist die Zahlung erst am 24 April. —
Über die Veränderungen in Zinkendorf habe ich viel Nachgedacht — Ich werde das Billardzimmer wo anders haben — Jetzt kann ich’s Ihnen nicht sagen, denn es brennt[3] alzusehr. 14 Briefe[e] habe ich noch zu schreiben. — „Lassen Sie das Billard Zimmer aber auf jeden Fall daß ganze Jahr aus –. Ich werde Oeconomisch leben – es ist aber auf jeden Fall gut, wenn wir 4, bis 5 m fl1 erübrigen können. Die Einzäumungen und das Zusammenrichten des Gartens und der Wege muß vorgenommen werden. – Ich empfehle Ihnen, Theurer, so viel Sparsamkeit, als nur immer möglich. –
Geben Sie auf meine Pferde ein wenig acht. Lumleÿ und Sahländer[f] scheinen mir unbeholfen zu seÿn. Daß die Pferde nur nicht zu früh auf’s Gras kommen, und sich etwa aus Unachtsamkeit der Leute mit Klee einmal zu Tode fressen. –
Ich sah bei Mr. Moet[g] herrliche Schafe. Es sind Widder die 12 tt[4] Wolle geben —. In einigen Tage gehe ich wegen Schafen3 (Nicht kaufen: — ansehen) Nach Rambouillet[h] — Erkennen Sie mich? — Schreiben Sie mir nach London.
Welch Unterschied in Escurial — Electoral — und Rambouillets Wolle? Welche für uns die Beste wäre? Ich werde das Meinige in England thun. Wir müssen und werden auch die Besten Schafen haben. Gott mit Ihnen.
Haben meine Stuten nicht abgefüllt?
Széchenyi
Ich habe vergessen Ihnen zu sagen, daß mein Handel mit Liechnowskÿ[i] auseinander gegangen ist, und daß Sie nicht mehr nach Grätz zu gehen haben![5]
Was ist denn mit unsern Geschäften? (Wettrennen) Gehet es vor oder rückwärts, oder stehet – es? Bitte um Antwort,1 gescheid aber,[6] Man braucht nicht alles zu sagen. Schüren Sie das Feuer.6
Unterlassen Sie nichts um unsern Credit aufrecht zu erhalten. Wir werden ihn brauchen! —
[1] florins
[2] Wiener Währung
[3] Széchenyi’s underlining with straight line.
[4] Tausend Tonnen
[5] Inserted afterwards.
[6] Széchenyi’s underlining with two lines.
[a] The letter was written based on its content in 1822.
[b] He left Vienna with Wesselényi on 1 March 1822 for France and England. In Paris, according to Wesselényi’s letters, they stayed at the Hotel des Princes in rue Richelieu Levi.
[c] The French Chamber of Deputies.
[d] Baron Nathan Adam Arnstein (1748–1838) Viennese banker. In 1805, together with banker Bernhard von Eskeles, he founded the banking house Arnstein & Eskeles, which was the dominant financial institution in Austria for three decades.
[e] The letters are unknown.
[f] His two grooms. He had two Sahländer in his service, he took Tamás with him to England, while Antal stayed at home to look after the Cenk stud.
[g] The so-called city of sparkling wine. According to a letter written by Wesselényi to his mother, they arrived in there on 13 March.
[h] A French town near Paris.
[i] From 1814, Prince Eduard von Lichnowsky (1789–1845) managed his estate (Gräz bei Troppau) and was the first in Germany to breed Merino sheep. He was also a writer and historian, his main work Geschichte des Hauses Habsburg, was published in 8 volumes between 1836 and 1844.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Liebenberg, Paris, 17 March 1822. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.