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Recipient János Liebenberg
Place of Writing Vienna
Date 1816. September 6.
Language German
Tag castle horses money travel
Location of Preservation MTA KIK Kt K 196/124.
Place of Publication Majláth I. 23–24.
Classification Original
Content Summary

He is sad that his back horses have not yet arrived. He will arrive in Nagycenk on Monday or Tuesday. He asks Liebenberg to send him the plans of the house and the amount in the till.

János Liebenberg

Freitag Abends[1][a]

Vergeben Sie lieber Liebenberg, daß ich Ihnen meine tiefe Kränkung zu erkennen gebe, daß meine Reitpferde noch nicht angekommen sind.[b] — Überhaupt hab’ ich eine Angst von Zinkendorf etwas zu wünschen, da nichts1 oder alles zu spät ankommt – So war’s mit die Wischzäume[c] – die um einem Tag zu spät ankamen, ich sie gar nicht brauchen konnte, und die mich in so eine unbeschreibliche Verlegenheit setzten, daß ich lieber fünf hundert Ducaten verloren hätte – und warum, weil man dem Geitz hatte einem Menschen zu Fuß zu senden!!![2] da[3] ich doch in denen ausgewähltesten Ausdrücken meine Bitte äußerte so war’s mit denen Briefen – so ist’s mit denen Pferden, die nach aller Rechnung die ich mir machen kann schon gestern ankommen hätten sollen. – nun gehe ich bald weg, und so bleibt diese gute Bewegung für meine jetzige Lage gänzlich aus.

Ich werde Montag auf dem Abend oder, was noch wahrscheinlicher ist Dienstag nach Zinkendorf kommen, man braucht – übrigens nicht die mindesten preparationen zu machen, da ich ganz allein komme –

Behalten Sie anjetzt schon alle Briefe bei sich, ausgenommen wenn ich von Jones[d] in dem Augenblick einen Brief bereits hätte, wenn Sie diese Zeilen kriegen, der durch eine Gelegenheit, die aber in einem Tag bis hier herauf kommen muß,1 herauf zu senden ist —

Daß wir noch Hoffnung zu Jagd haben freut mich – hoffen wir also nur in Gottes Namen.

Ich kümere mich wenig, daß viele meiner Leute krank sind — und bin froh, daß ich glücklich der großen Spazierfahrt,[e] der ich ziemlich nahe war entronnen bin Nun gehts mir passable, bis auf meine große Schwäche, und einem Druck in der Milz, der mir noch übrig geblieben ist —. Schicken Sie, wo möglich dem Plan des Hauses — und wie viel in der Cassa liegt — hier gehts uns ganz arm — Adieu auf baldiges Wiedersehen

Ihr Széchenyi


[1] Széchenyi’s underlining with straight line.

[2] One word deleted.

[3] Interlining afterwards.


[a] The content of the letter suggests that it was written in September 1816, but it is uncertain which Friday it was. Based on the similarity with the previous letters, it is likely that it was written on the 6th day of the month.

[b] See the letter of 3 September 1816.

[c] See the letter of 19 August 1816.

[d] William Jones was an English jockey.

[e] He meant that he had escaped the death that threatened him in his last illness. See the notes of his letter to his brother Pál of 24 August 1816.

Recommended reference:

István Széchenyi to János Liebenberg, Vienna, 6 September 1816. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.

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