He thanks him for having confidence in him. He himself is not bothered by the rumours; he just wants to spare his parents. He asks him to cut expenses, and if employees cause damage, he should use his discretion.
Geschrieben in Mailand dem 23ten Junÿ 1817[1]
Mein lieber Freund, ich danke Ihnen noch einmal, daß Sie so viel Zutraun zu mir hatten, und dem nicht glaubten, was man von mir für so gewiß erzählte[a] – thun Sie[2] in der Zukunft das selbe —
Für mich selbst ärgert’s mich gar nicht, daß man so dum‘es Zeug ausbreitet — meine Eltern aber, die doch neuerdings sich so gut so edel für mich bewiesen, kränkt’s2, und so auch mich: daher bitte ich Sie auch alles anwenden zu wollen, was nur möglich ist, solche Gerüchte auszurotten und zu unterdrücken. Wenn wir nur etwas Zeit gewinnen, da ich bis auf dem Winter ganz gewiß in der besten Ordnung sein werde, und dan können meine Feinde reden und sagen was sie wollen. Schränken Sie daher alle Ausgaben ein — und sollte einer von meinen Leuten gegen meinen Nutzen handeln oder gegen unsern Willen, so machen Sie mit jenem, auser der Ceremonie des weg jagens gar Keine andere mehr. —
Wenn Sie in Fälle kommen wo Sie gerne einen Rath haben würden, glauben Sie daß ich einem beßerem Freund auf dieser Welt habe als meinem Vater und Mutter – wenden Sie sich an jene — sie wollen gewiß am meister mein Glück und mein wohl. –
Leben Sie wohl, und glauben Sie, daß ich mein ganzes Zutraun in Ihre alt erprobte Freundschaft setze, und mich gerne Ihnen so zeigen will, wie ich bin — da eben Sie so ziemlich1 gut bei mir angeschrieben sind.
Wie mein Bruder Paul von Füred[b] zuruck kömt – – oder auch jetzt auf der Stelle, können Sie meiner Schwägerin Caroline[c] schreiben, daß ich Ihnen dem Auftrag gegeben habe, an Sie eine kleine Errinnerung senden zu wollen, Ihr Versprechen zu halten, und in Zinkendorf einen kleinen Sejour[3] machen — da aber empfangen Sie und behandeln Sie mein Bruder und meine Schwägerin gut, das sage ich Ihnen!
Széchényi
[1] Széchenyi’s underlining with straight line.
[2] One word deleted.
[3] French: stay.
[a] See the letter of 20 June 1817.
[b] Balatonfüred, in Veszprém County.
[c] Caroline Meade (1794–1820), Pál Széchényi’s first wife.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Liebenberg, Milan, 23 June 1817. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.