He didn’t like the budget Liebenberg had sent him, he found a deficit. He explains what he spends his money on, an average of 350 ducats a month. If he were to talk to his parents about his expenses, he should say he lives a decent and orderly life.
Mailand dem 28 Junÿ 1817[1]
Mein lieber Liebenberg, über Ihren Brief[a] und das kleine Pasquil welches ich darin gefunden[2], bin ich recht vergnügt gewesen, und hab‘ recht sehr gelacht und dabei ausgeruffen: besser Neider1 als Mitleider[b] „ — Nicht so ist‘s mit dem Sperativ[c] – da ich noch immer ein kleines deficit darin bemerkt habe, wie wohl Sie, kleiner Schelm! die 1000 # von Batthiányi[d] nicht in denen Einkünften angemerkt haben – die Sie jetzt doch schon in denen Nägeln haben müßen – Wir wollen daher etwas handeln — bis jetzt gab ich 300 # hier aus, und werde morgen neue 100[3] # ausgeben — davon hab ich bezahlen müßen für Uniform, Zäume –
Czakó – Lehabraquen 130 #
Transport v 2 Wagen von
Wien 1 Venedig ————— 100 #
Ein Pferd für meinen Rittmeister gekauft 100 #
Summe 330 #
Nun kommen meine Fourage[4] Ausgaben dan die Livrée – danmuß ich eßen ect mit einem Wort ich brauche viel – um Ihnen aber eine große Freude zu machen will ich nunero[5] mit 300 # auf 50 # ad summum[6] in einem Monath auskommen da also noch 6 Monathe sind – und ich bereits 400 # ausgegeben habe, so wird meine ganze dépense[7] bis zum 1 Januar 1817[8] auf 2500 # kommen — Zu Ihren Einkünften kriegen Sie übrigens etwas Fayence von hier, die mein Bruder Paul nehmen wird, und die Sie um 50 # anrechnen werden, und die schon bezahlt ist, dan kommen 4000 fl[9] W. W.[10] die der Graf Saurau[e] in Wien bei Arnstein[f] nächstens erlegen soll. – Bewilligen Sie mir also dieß mein alter Freund und ich bin zufrieden gestellt –
Sie können hierüber selbst mit meinen Eltern sprechen, da ich dies Ausgabe zu machen gedenke und ich Sie nicht übernatürlich groß finde — das wäre das vernünftigste, und ich glaube, daß Sie selbst es billigen werden, da ich hier recht anständig und ordentlich leben will, und das meinem Namen und reputation, die ohnehin von allen Seiten angegriffen ist, nur nützen und nicht schaden kann. –
Adieu – ich bitte um eine Antwort bald möglichst
St[11] Széchenyi
[1] Széchenyi’s underlining with straight line.
[2] Missing word: habe.
[3] A number deleted.
[4] French: feed.
[5] Instead of nunmero, the archaic form of the adverb “nunmehr.”
[6] Latin: at most.
[7] French: cost.
[8] Instead of 1818.
[9] florins
[10] Wiener Währung
[11] Stephan
[a] The letter is unknown.
[b] See the letters of 20 and 23 June 1817.
[c] Every year, Széchenyi asked Liebenberg to provide a preliminary budget outlining expected expenses and revenues.
[d] Count János Batthyány Baptist (1784–1865) was a lieutenant colonel in the 5th Hussars Regiment, with whom Széchenyi fought against the Neapolitans in 1815. They were also related because Batthyány’s wife, Countess Mária Esterházy (1791–1830), was Széchenyi’s cousin.
[e] Count Zénó Vincze Saurau (1792–1846), Imperial and Royal Chamberlain and Colonel. In 1815, he married Countess Gabriella Hunyady (1797–1821), whom Széchenyi had also courted in 1817.
[f] Baron Nathan Adam Arnstein (1748–1838) Viennese banker. In 1805, together with banker Bernhard von Eskeles, he founded the banking house Arnstein & Eskeles, which was the dominant financial institution in Austria for three decades.
Recommended reference:
István Széchenyi to János Liebenberg, Milan, 28 June 1817. Edited and annotated by Szilvia Czinege. Published in Correspondence of István Széchenyi. Digital edition. Edited by Szilvia Czinege and Zoltán Fónagy. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ Abbreviation for further references: SzIL-Digit.