Magyar fordítását közli: Bácskai–Nagy 85–89.
Megkapta november 17-i levelét.
1000 frankról szóló hitellevelet küld neki a tervekre, amelyet Ciceri úr készít.
A belső mérettel elégedett, érdeklődik, hány személyt fogadhat be a színház, mert abból adódik az épület nagysága.
A hely, ahová építeni kell, 22–22 bécsi öl a rövid, és 30–30 öl a hosszú falak mentén egy 660 bécsi ölnyi területen.
A színház ügyében egyébként anarchia van. Grassalkovich herceg telket adományozott a város legcsúnyább részén. megoszlanak a vélemények, attól tart, nem lesz az egészből semmi.
Ha mégis megépül, Ciceri úr igazi kincs lenne.
Ha az ügy átmegy, akkor építkezésre 400 000 forintot engedélyeznének, ami 1 000 000 frank.
Mein sehr hochgeachteter Freund![a]
Dein Brief von 17ten November[b] hat mich mit großer Freude erfüllt, und meinem Gemüth hat es unendlich wohl gethan ‘auch jetzt wie immer so eine freundschaftliche, wohlwollende Aufnahme bei Dir gefunden zu haben.
Hier beigeschlossen erlaube ich mir einen Credit von 1000 Franken beizulegen “Mr[1] Ciceri[c] glaubt, daß die gewünschten Pläne[d] 700 bis 800 francen kosten werden; ich ermächtige Dich also auf 1000, – um Dich gewiß in keine Verlegenheit zu setzen, im Fall diese Ausgabe sich vielleicht höher stellen könnte, als die Angabe ist. Da ich aber nicht gerne über Gebühr bezahle, indem man nur durch strickte Oeconomie viel leisten kann, so bitte ich Dich, die Sache gut leiten[2] und vollenden, aber so wirthschaftlich abthun zu wollen, wie nur möglich.
Was die Dimensionen des Inneren betrifft, so wünschte ich — wenn wir bei der italienischen Oper bleiben wollen — gerade dieselben zu haben, wie jene dieses Hauses sind, wollte aber auch gerne wissen “Wie viel Menschen dieses Theater fassen kann.“ — Aus diesem wird sodann hervorgehen “Ob[3] unser Theater — dieselben Proportionen beibehaltend — größer oder kleiner seyn müsse.
Was aber die Auffahrt zu dem Theater Italien in Paris, das Vestibule, die Stiege, das Foyer etc. anbelangt, – da wäre, wie ich glaube, viel zu verbessern fähiges. Und dieß sollte Ciceri andeuten. Der Platz, auf den gebaut werden soll, ist oblong, 22 zu 22 Wiener Klafter auf den kurzen und 30 zu 30 Klafter auf den langen Wänden; und zwar eine lange Wand angebaut, eine kurze gegen die Donau oder vielmehr auf eine breite Straße vor der Donau; sodann eine lange — wo die Auffahrt unter einem Säulen-Gang seyn könnte — gegen einen großen Platz; und endlich wieder eine kurze, gegen eine breite Straße. Im Ganzen ein Flächen Inhalt à peu près[4] von 660 Wiener Klaftern, die Ciceri leicht auf das Pariser Maß reduciren kann.
Stelle Dir vor “Es ist eine Anarchie, oder um es glimpflicher zu nennen, ein Schisme in der Theater Angelegenheit bei uns eingetreten. Fürst Grassalkovich[e] schenkte zu diesem Behuf auch einen großen Grund bei dem sogenannten Kerepeser Thor, in einem der häßlichsten Theil der Stadt.[f] Dieß bewirkte eine Trennung der Meinungen etc. — und die Sache wird mit so vieler Gehässigkeit und Leidenschaft betrieben, daß es möglich, ja wahrscheinlich ist, daß sie, trotz meines Bemühens, scheitern oder wenigstens postponirt werden dürfte.
Dieß macht aber nichts. Wenn nicht heute, so morgen; und es ist möglich, daß sich das Ganze auch jetzt noch günstig entwickeln wird —; weshalb ich dich bitte “Die Pläne baldigst verfertigen und auszahlen zu lassen, und mir durch eine sichere Gelegenheit übersenden zu wollen.
Kommt es zur Ausführung, so ist, meines Erachtens Ciceri ein gefundener Handel. Es wäre also nicht schlecht, ihm von weiten ahnen zu lassen, daß der Bau quasi sicher ist, nur die Zeit noch nicht bestimmt, und er gegen billige Conditionen alle Hoffnung haben dürfe verwendet zu werden. Bei dieser Gelegenheit könnte er vielleicht angeben, wie hoch beiläufig die innere Einrichtung zu stehen kommen würde NB[5] nur nach Pariser Preisen berechnet, was uns bei unserem Calcul schon zur Cinosure dienen könnte.
Gehet der Gegenstand durch, so werden (dieß bleibt ja unter uns) 400.000 fl.[6] C. M.[7] oder 1,000,000 francen zum Bau etc. bewilliget. Das Bauen kostet in Pesth wenig, so daß der Baumeister mit 300,000 francen gut auskommen könnte, und somit blieben für die innere Einrichtung, Decorationen, Garderobe, perene fond etc. 700,000. — Große Wunder sind aus dieser Summe zwar nicht zu bewerkstelligen, mit Einsicht und Klugheit kann man aber Vieles; — und Etwas ist damit doch zu leisten.
Ich glaube, ich habe den Gegenstand nun erschöpft, und mit unendlichen3 anderwärtigen Geschäften überhäuft, will ich auch deine Zeit nicht mehr in Anspruch nehmen, sondern beschränke meinen Brief darauf, Dir für die gute Meinung, die Du von meinen kleinen Verdiensten um das Vaterland hast, herzlich zu danken. Preßburg, den 9ten Dec. 1835 Graf St.[8] Széchenyi —
[1] Monsieur
[2] Utólag beszúrva.
[3] Törölve egy szó.
[4] Francia: körülbelül.
[5] Nota bene, latin: jól jegyezd meg!
[6] florins
[7] Conventionsmünzen
[8] Stephan
[a] Apponyi Antal gróf (1782–1852) diplomata, Ausztria toszkániai (1815–1816), római (1816–1817, 1820–1826) és párizsi követe (1826–1848).
[b] Apponyi Antal Széchenyi Istvánnak, Párizs, 1835. november 17. MNL OL P 626–1.–1835.
[c] Pierre-Luc-Charles Cicéri (1782–1868) francia díszletfestő, díszletépítész Párizs vezető színházaiban. 1825-ben ő tervezte a dekorációt X. Károly koronázásán, amelyen Széchenyi is részt vett.
[d] Széchenyi még október 22-i levelében kérte Apponyit, hogy küldjön neki tervrajzokat a párizsi színházakról. A levelet lásd fentebb!
[e] Grassalkovich Antal herceg (1771–1841)
[f] A színház építése a Grassalkovich által adományozott telken kezdődött el 1835-ben, nem a nádor által átengedett dunaparti telken, ahol Széchenyi szerette volna.
Ajánlott hivatkozás:
Széchenyi István Apponyi Antalnak, Pozsony, 1835. december 9. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit.