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Címzett Batthyány Gusztávné
Írás helye Pozsony
Dátum 1833. március 30.
Nyelv német
Címke Tasner
Őrzés helye MTA KIK Kt K 193/104.
Közlés helye -
Minősítés Eredeti
Tartalmi kivonat

Két fontos ügy miatt ír, az egyik a hercegnét érinti, a másik őt. Talált számára egy megfelelő fiút. 24-28 éves, egészséges, kiválóan tud magyarul, németül és latinul, franciául és angolul is megfelelően tud. A férje talán ismeri, együtt voltak az előző évben Andrássyval Angliában. Leírja, milyen módon lehetne vele szerződést kötni: 3 évre, útiköltséggel, szabadidővel. Tasner Antalról van szó, aki egy kiváló hivatalnok fia, Zichy Molly házában is volt nevelő, majd Andrássynál lett titkár.
Valaminek történnie kell az ügyben, nekik kell dönteni. Fontos feltétel, hogy erről csak Széchenyinek írhatnak.

Batthyány Gusztávné

Liebe Gräfin,[a] ich habe Ihnen zwei wichtige Gegenstände vorzubringen. Der eine betrifft Sie, der andere mich. Ich beginne[1] bei Ihnen. Es handelt sich um einen jungen Ungar für Ihre Knaben. Ich fand eine wahre Perle. Dieser Mensch ist á peu prés[2] 24 bis 28 Jahr alt; von ganz guter und sehr zu producirender Figur (vielleicht etwas schmal und zu lang). Immer gesund. Kommt alles Ungarische[3] von A – Z. auf das vortrefflichste. Eben so latein und teutsch. Französisch und englisch spricht er auch ganz passable, kennt beide Sprachen aus dem Grund, und schreibt sie beide zum Erstaunen gut. Hat viele Kenntnisse, und ist über Alles dieß, das reinste, ehrlichste Gemüt unter der Sonne. Unter Menschen dieser Art das beste und vorzüglichste Individuum das wir haben. Kurz ich kenne ihn auf das unumschränkeste empfehlen! Batthy[b] den ich auf das allerherzlichsten grüße, kennt ihn vielleicht, denn er war das vorige Jahr mit Andrásy[c] in England. Die Conditionen die ich[4] für ihn setze sind

„Ein Contract auf 3 Jahre, ½ jährige Aufkündigung in Fall Sie oder er nicht zufrieden. Reise Geld bis in Ihr Haus No 11 Portland place, 30 Pfund Sterling. In London & & alles frei, das heißt Wohnung, Bett, Essen, Trinken, Licht a discretion denn er liest viel, Wäsche und manchmal freie Zeit,[5] – – Heitzung – und 60 ₤ St.[6] des Jahres! Sollten die 3 Jahre um seyn, und Sie ihn nicht mehr bedürfen, so bekommt er ein Geschenk von 100 ₤ St.6 und 30 ₤ St.6 RückReisegeld.3 Sollten Sie u.[7] Batthyány ihn aber ferner behalten wollen, was wahrscheinlich ist, denn sie werde sich ein wünschen von ihm zu trennen, und er geneigt seyn, so bekömmt er keine 30 ₤ St.6 Rückreise Geld. Sie beide aber einen neuen Contract, und Ihre Kinder werden einen solchen Mann an ihn finden, der mit Geld nicht zu bezahlen ist. Es handelt sich um die Ehre eines Menschen, deshalb zähle ich auf Ihre und Batthyány‘s vollkommenste Verschwiegenheit; – ich halte es aber für meine Pflicht, Sie mit einigen Linien der1 Biographie des Anton Tasner[d] (so nennt sich unser Held) bekannt zu machen: Sein Vater[e] war ein rechtschaffener Beamter (ung.[8] Edelman) bei meinen Eltern, der früh pensionirt wurde; ihn selbst ließen meine Eltern und sodann mein Bruder Paul erziehen. Er zeichnete sich überall aus, — u.7 wurde Erzieher im Hause der Molly Zichy bei einem Sohn der besagten Dame.[f] Man adorierte ihn im Hause. Auf einmal wurde er von einer tiefen Melancholie befallen, und bat – – um seine Entlassung! Alle werden darüber bestürzt, er aber nicht aufzuhalten. Ich fand ihn in Pest ganz abgemägert, und war glücklich genug zu entdecken, daß eine unglückliche Liebe ihn für ein Mitglied NB[9] ein verheirathetes!!! – der hochgräflich Zichy Ferrarischen Familie vorgehe! Sie können nicht denken, wie mich der arme, aber doch so noble Teufel dauerte! — Zu mir konnte ich ihn nicht nehmen, denn er wäre zu oft mit derselben3 in Contact gekommen; ich ersäufte ihn also in patriotischen Arbeiten und brachte ihn als Secretair1 zum Andrásy; der mich erschießen wird, erfährt er, daß ich ihn von diesem Freund3 beraube! Es ist aber meine Pflicht, denn Tasner wünscht es, bat mich darum, u.7 ist ein feiner Mensch!!! Deshalb handelt sich‘s, die Sache mit aller Delicatesse zu führen. Diese Liebes Begebenheit trug sich vor 3 Jahren vor; ich glaube zwar nicht, daß sie sich ganz vorwärts hat, sie ist aber in einen ruhigen edlen Patriotismus geschmolzen!!! Es ist gut ganz offen zu werden. Tasner will gerne um 60 ₤ St.6 dienen,3 weil er in der That höhere Zwecke hat. 1o Seine eigene Bildung. 2o unsere Lande zwei Gfen[10] Batthyány zu erziehen![g] – – Ich will nicht viel sagen, Sie werden mir aber danken, daß ich Ihnen einen guten Dienst geleistet habe! Ich wäre glücklich, wenn ich ihn haben könnte, es geht aber wegen der bestehenden Sache nicht – – und nicht weil er nicht ganz raisonable ist, aber weil manche es in der Familie übelnehmen1,3 daß ein Erzieher eine Dame von höheren Range zu lieben wagte. 60 ₤ ist für so einen Menschen wirklich nichts! Setzen wir aber nicht mehr, denn er ist äußerst genügsam; – – brama assai, poco spera, nulla chiede![11] – – – Gute Behandlung3 ist sein größtes Bedürfniß, deshalb liebt er England so sehr “wo der freie Mann noch etwas gilt3 Es wird immer in Ihrer  Macht seyn, ihm ein Buch & & & occasionally zum Geschenk zu machen. Die Sache pressirt indessen gar nicht. Vor dem Winter könnte er ohnehin nicht weg. – Nun muß aber etwas geschehen, und Batthyány und Sie sich zu etwas entscheiden. Ich setze aber eine Haupt-Condition, daß Sie kein Wort sagen, u.7 nur mir3 schreiben, ob Sie1 wollen oder nicht, und sodann auf Ihren Entschluß bauen kann. — Es handelt sich nicht — Tasner zu debauchiren. Er trug sich aber selber an, da ich, um wahr zu sein, gar nicht dachte daß er wieder Erzieher werden wolle — zumal da er allenthalben brillante Anträge hat, und auf keinen Fall bei Andrásy bleiben würde — der ein vortrefflicher Mensch ist — aber nie einsehen würde, daß ich in meiner Lage als Freund v.[12] Tasner, wohl unmöglich anders handeln kann; – besonders da ich glaube, daß er (Tasner) bei Batthyány ein ewiges Brod haben wird, denn er wird ihn nicht mehr auslassen, und Tasner’s praetensionen werden immer sehr discret sein. & & Presburg den 30 März 1833.      


[1] Javított szó.

[2] Francia: körülbelül.

[3] Széchenyi aláhúzása egyenes vonallal.

[4] Széchenyi aláhúzása három vonallal.

[5] Széchenyi aláhúzása két vonallal.

[6] Font Sterling

[7] und

[8] ungarisch

[9] Nota bene, latin: jól jegyezd meg.

[10] Grafen

[11] Olasz: sokat kíván, keveset remél, nem kér semmit.

[12] von


[a] Batthyány-Strattmann Gusztáv herceg (1803‒1883) felesége, Wilhelmine von Ahrenfeld (1791–1840) bárónő, 1828-ban házasodtak össze.

[b] Batthyány-Strattmann Gusztáv herceg (1803‒1883) Vas vármegye örökös főispánja, Batthyány Kázmér (1807‒1854) bátyja, 1838-ban Angliába költözött, birtokait öccsére bízta.

[c] Andrássy György (1797‒1872) Széchenyi barátja. Gömör–Kishont vármegye főispáni helytartója (1838–1842), Sáros vármegye főispánja (1842–1848). Később királyi főpohárnokmester (1861–1872), és országbíró (1863–1865).

[d] Tasner Antal (1808–1861) ügyvéd, 1829-től 1832 őszéig Andrássy György gróf titkára, 1833-tól Széchenyi titkára és bizalmasa. 1833. november 15-től Magyar Tudós Társaság levelező tagja.

[e] Tasner Antal (1780–1854) gazdasági számadó tisztként dolgozott, később postamester lett.

[f] Zichy-Ferraris Ferenc gróf (1777–1839) császári és királyi kamarás felesége Ferraris Mária Wilhelmine (1780–1866) grófnő (Molly). Fiúk, Zichy-Ferraris Lajos (1814–1859) mellett volt Tasner nevelő.

[g] A hercegné két fiára utal: Batthyány Ödön (1827–1914) és Batthyány Gusztáv (1828–1906) hercegek.

Ajánlott hivatkozás:

Széchenyi István Batthyány Gusztávnénak, Pozsony, 1833. március 30. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit

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