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Címzett Franz Ottenfels-Gschwind
Írás helye Orsova
Dátum 1833. augusztus 2.
Nyelv német
Címke Al-Duna
Őrzés helye MNL OL P 626–3.–1.–No.13.
Közlés helye Majláth 1. 261–267., Mészáros 1991. 40–42.
Minősítés Másolat
Tartalmi kivonat

Magyarul közli: Mészáros 1991. 43–45.
A báró és Tatischev megbeszélése eredményesnek bizonyult, minden elő volt készítve, mire Havasalföldre érkezett.
De más miatt is ír neki. Amikor Orsovába megérkezett, több megbeszélése is volt az orsovai pasával, ahol az kifejtette, hogy nem engedélyezheti a mérési munkákat, mert nem kapott rá utasítást. Széchenyi szerint ez csak egy kiskapu a pasa részéről. Nagy megdöbbenéssel tapasztalta, hogy amikor egy flottát küldött Skela Gladovába, a pasa ágyúval akarta lövetni a hajókat.
Aznap reggel bányászait kellett megnéznie, délre várja Radossevich bárót, aki talán tud hatni a pasára.
Mellékeli azt a pátenst, amit Metternichtől kapott: a szultán 1830-ban beleegyezését adta, erre emlékeztetni kellene a nevezett pasát is.
Őszintén szólva úgy érzi, hogy nem helyeznke nagy hangsúlyt a Duna hajózhatóvá tételére. Ha felesleges lenne, nem adtak volna rá pénzt. Viszont adtak, és a munka elkezdődött.
Kéri, tegyen belátása szerint.
Négy legjobb mérnöke Havasalföldön van. napok óta esik, nem tudnak dolgozni.

Franz Ottenfels-Gschwind

Euer Excellenz![a]

 Die Unterredung, die Sie mit dem Grafen Taticheff[b] gepflogen[1] haben, hatte bis jetzt  den aller besten Erfolg, denn als ich den 17ten Dieses an der Skela Gladova[c] unter dem Eisernen Thor, das Wallachische Gebiet betrat, fand ich bereits durch Veranlassung des Grafen Kissileff,[d] alles bereit den k.[2] Comissair Graf Széchenyi auf das allerfreundlichste zu empfangen, und ihm in Allem  hilfreiche Hand zu bieten. Obschon durch den russischen Botschafter, der meine Ankunft dem Praesidenten der Wallachei mittheilte, das incognito gänzlich vereitelt wurde, das ich beobachten hätte sollen, so ist es mir doch ausnehmend lieb, die russische Regierung so bereitwillig und zuvorkommend für unsere Zwecke  gefunden zu haben. Den Brief, den Sie mir vom russischen Botschafter auswirkten, durch den Hauptmann Pliilippovich[e] überschickten,  und für den ich recht sehr danke, sandte ich aber erst gestern an den Grafen Kissileff ab, und zwar, weil ich erst gestern meine Flotille zusammen bringen konnte, um sie, unter der Leitung einer meiner Ingenieure, nach Skela Gladova abgehen zu lassen, wo sie, wohl längere Zeit verbleiben dürfte, um den Versuch zu machen “das Eiserne Thor zu vermessen, zu sondiren etc. etc.“ den Brief aber, den Sie mir auf meine Bitte, so schnell für den OberKnes von Servien ausmittelten, und für den ich nicht genug danken kann, konnte ich bis jetzt noch nicht übergeben, da ich den OberKnes überall verfehlte, und werde auf eine bessere Gelegenheit warten, umsomehr, weil ich mich  über die Art, mit der sowohl mir, als meinen1 Untergeordneten in Servien allenthalben begegnet wird, nur lobend aussprechen kann. —

Es handelt sich aber nun um einen andern Gegenstand, den ich E. E.[3]  als meinem Wohlthäter und meinem Hochverehrten Freund mit der größten Freӱmüthigkeit vortragen und ans Herz legen will.

Als ich hieher kam, hatte ich mehrere Unterredungen mit dem Pacha von Orsova,[f] der ein ganz ehrbarer Mann zu seyn scheint, und brachte endlich apeu pres[4] diese Erklärung von ihm heraus, ‘daß er die Ausmessung in seinem Gebiet nicht erlauben könne, da er dazu keine Befehle habe, was hingegen die Ausmessung etc. etc. von dem Eisernen Thore betrifft, so könne er dort weder erlauben, noch hindern, — da er dort nichts zu befehlen habe, und ich mich deßhalb an andere Behörden wenden müsse.“ — Ich hielt diese Erklärung für eine Hinterthüre die sich der Pacha recht sehr klug vorbereitete, um mich in meinen Arbeiten nicht hindern zu müssen, und überdieß keiner Verantwortlichkeit ausgesetzt zu seyn. Ich sage eine Hinterthüre, denn wer kann wohl entscheiden, wo sein Gebiet in dieser Confusion[5] beginnt und endet?  Ich aber versprach ihm, Orsova ungemessen etc. zu lassen — was ich ohnehin nie im Sinne hatte, und übrigens das vorige Jahr durch unsere Ingenieure bereits vermessen wurde, und begnügte mich mit den Eisernen Thor, ihn ersuchend “Er wolle meine Leute, die in Servien arbeiten müssen und den Strick (!) protegiren, der von einem Ufer der Donau zum andern gespannt werden5 wird, – worauf er quasi quasi sein Gutheißen gab, stets auf seine frühere Erklärung zurückkommend “Er habe dort nichts zu befehlen & &[6]

Um nun  meiner Weisung nach, vor allem andern, mit dem Eisernen Thor einen Versuch zu machen, sandte ich wie gesagt, gestern meine Flotille nach Skela Gladova; wie groß und unangenehm war aber mein Erstaunen, als ich erfahren mußte, daß der Pacha, ganz aufgeregt, seine Kanonire mit brennenden Lunte1 neben seine verrosteten Kanonen stellte, Miene machte zu schießen, aber nicht schoß; den begleitenden Sanitäts Officianten aber bei seiner Rückkehr — denn meine Flotille passirte die Festung ungefährdet — rund und unumwunden zu wissen gab, “Er würde keines meiner Schiffe in der Folge passiren lassen, außer ich holte vorläufig seine Erlaubniß ein; – — die Vermessung der linken Seite der Donau gehe ihn nichts an, die rechte Seite würde er aber hindern, von den Seil spannen sei keine Rede u. s. w.[7]

Hier muß ich aber en parenthese, bevor ich weiter gehe, wieder das bemerken, daß seit meiner letzten Ubereinkunft mit dem Pacha, die den 17ten statt hatte, die bewaffnete Macht der Servier aus der Gegend des Eisernen Thores, gänzlich abgezogen ist! Weshalb? Ob in Folge eines Tractates, oder einer andern Ursache, konnte ich mit Bestimmtheit nicht erfahren, daß sie aber weg ist, weiß ich, und kann mir daraus die gestrige Sprache des Pacha leicht erklären. —

Heute Früh mußte ich unumgänglich nothwendig, meinen Bergleuten nachsehen, die einstweilen in der Gregend der Veteranischen Höhle einen Weg zu brechen beginnen, — und bath Phillippovich sich zu dem Pacha zu verfügen. Zu Mittag hatte ich die Ehre, den aus Mehadia[g] auf Besuch kommenden Commandierende von Slavonien  B.[8] Radossovich[h] zu bewirthen, der den Pacha, aus Croatien kennt, ihm viele Gefälligkeiten erwieß,[9] und eine Art moralischer Macht über ihn haben soll. Auch der sprach mit ihn (den  ich halte mich en reserve) und ich will nun im Kurzen das résumé alles dessen E. E.3 mittheilen, was der Pacha von sich gab. —

“Ich würde selber mitarbeiten, hätte ich nur einen Befehl meines Herrn!“

“Hätte man zwei Köpfe, so wäre es leicht etwas zu risquiren, – da man aber leider nur einen hat, so muß man auf ihn sehr acht geben.“

“Schießen werde ich auf sie nicht, wenn sie arbeiten, aber zugeben kann ich es auch nicht.“

“Befiehlt es Euer Kaiser mir schriftlich, daß ich Euch gehorchen soll, so will ich Euch Alles zugestehen.“ 

Morgen gehe ich zu ihm, denn er verließ den F. M. L.[10]  Radosovich und den Hauptmann Philippovich — die den Faden einer1 weiteren Negotiation sorgfältig bewahrten — mit der Äußerung “Ich werde noch selbst mit dem Grafen sprechen etc etc.“

Was ich nun Morgen mit ihm ausrichten werde, weiß ich wohl nicht, – hoffe aber nicht besonders viel, denn was soll der arme Teufel wohl thun, wenn es ihm um seinen Hals bange ist, und er rechtschaffener Diener seines Herrn sein will? Verführen will ich ihn nicht, könnte ich es auch, denn er ist ohnehin unglücklich genug, indem er aller seiner Güter in Bosnien beraubt, anjetzt ein armer Commandant einer elenden Festung ward. – Nein, ich bin nicht im Stande, ihn auch um sein ruhiges Bewußtseyn zu bringen. Wäre es ein alter Schurke, so machte ich bei Gott wenig Cerimonien mit ihm.

Wenn ich aber die Sache recht überdenke, so kommt es mir vor, daß es gar nicht notwendig sey, auf krummen Wegen zu gehen, indem wir unser Ziel auf den allergeradesten erreichen können.

Ich schließe E. E.3 die Copie jenes Patents bei (ich weiß nicht wie ich’s1 anders nennen soll) das ich von Seiner Durchlaucht  dem Fürsten Metternich[i] erhielt. Gab schon im Jahre 1830 der Reis Effendy als Organ der hohen Ottomanischen  Pforte der k. k.[11]  Internuntiatur jene Zustimmung, von der sich es handelt, so sollte es ja auch endlich möglich seyn, einen Befehl des Sultans an den oft erwähnten Pacha auszuwirken. Oder wenn dieß zu weitläufig ist, warum sollte, da der Pacha auch Sr[12] Majestät unserem Kaiser alle Folge leisten will, nicht das Selbe, was in meinem Patent ist, türkisch übersetzt, und durch S. D.[13] den F.[14] Metternich,  als Organ unseres allergnädigsten Kaisers, unterschrieben, — und durch mich, dem Pacha übergeben werden?

Ich bin kein Diplomat, weiß deshalb nicht, ob man die Forme  wegen der Sache manchmal aufopfern könne oder nicht, — sehe aber mit meinem Haus Verstand nur das, daß es in dieser Angelegenheit in der That schade wäre, nicht mit aller Energie, die schriftliche Bekräftigung jener Zustimmung zu betreiben, die mündlich schon vor 3 Jahren gegeben wurde, noch mehr Schade aber, das dem Pacha türkisch nicht sagen zu wollen, was mir teutsch gesagt wurde, – – was vollkommen wahr ist, und deshalb Niemanden compromittiren, dem armen Pacha aber, der den besten Willen zu haben scheint, in seinen türkischen Verhältnissen, von dem allergrößten Nutzen seyn könnte, um sich damit zu legitimiren.

Aufrichtig gesagt E. E.3 Ich finde, daß man gar zu wenig Werth auf die Schifbarmachung der Donau legt, und hier ist der Grund aller der Apathie, die in dieser Angelegenheit vorherrscht! — Ist‘s sie überflüssig, je nu, so lasse man es seӱn, und verwende darauf keinen Kreutzer, die in unseren Staaten ohnehin in allen Ecken nothwendig sind. — Gab man aber das Geld dazu, und begann man das Werk, wenigstens scheinbar mit großer Energie, so erzwecke man auch, daß das Geld nicht umsonst versplittert werde. Versplittert wird es aber mehr oder weniger immer, bis das moralische Eiserne Thor ich möchte sagen “Joch“ — das wir noch immer mit christlicher Tugend, und Ergebenheit tragen — nicht gesprengt ist.

‘Sich in den Genuß der Sache setzen‘ ist bei jetzt bewehrten Umständen das Einzige, was man thun kann. Und zu so einem Anfang scheint mir der oft erwähnte Pacha geradezu der rechte Mann zu seyn. Er glaubt auf unser Wort, daß nämlich der Sultan sein Herr Sr12 Maj.[15] unserem Kaiser die besagte Zustimmung gab, – – will aber nur ein paar Zeilen zu seiner Legitimation, im Fall es nötig wäre. Warum sollte man ihn das verweigern? Es wäre in der That schade, und ich setze noch hinzu, daß es meiner unterthänigsten Ansicht nach, sehr an seinem Ort, und zum Ziel führend seyn würde, auf der Stelle und zu gleicher Zeit, dem Pacha, nebst den paar Zeilen, die er zu seiner Legitimation wünscht, kräftige Protection, und auch die Verwendung für die Rückgabe seiner Güter in Bosnien zu zusichern und zu verheißen.

Und das ist, was ich in Kürze und nur halbwegs geordnet und erschöpfend E. E.3 mittheilen und ans Herz legen wollte. Thun Sie was Sie glauben; theilen Sie das Ganze S. D.13 dem F.14 Metternich mit, erfreuen Sie mich aber auf jeden Fall, baldmöglichst mit einigen Zeilen, damit ich die Sache zu irgend einer Conclusion bringen könne. Viere meiner besten Ingenieure sind in der Wallachei. — Werde ich nun gezwungen mich von dem Eisernen Thor wieder1 zurückzuziehen,1 so müssen sie auf 10 Tage in Contumaz, und somit verlieren sie ganz ungemein Zeit, wenn nicht etwas auf der Stelle entschieden wird. In dieser Ungewißheit, was ich thun soll, freuet es mich beinahe, daß es alle Tage regnet, und die Ingenieure ohnehin beinahe nicht arbeiten konnten,1 außer Zeichnen, was ihnen übrigens auch in der Quarantaine stets unbenommen bleibt.

Um jede Zögerung und jeden Unzusammenhang, in diesem Geschäfte, so viel wie möglich zu vermeiden, bitte ich E. E.3 Ihre Briefe, die Sie mir gütigst werden schreiben wollen, geradezu nach Alt Orsova zu senden, wo ich einstweilen meinen Standpunkt aufschlug; jene Papiere aber, die an den Pacha von Orsova gerichtet werden dürften, auch an mich zu überschicken, damit ich ihm sie persönlich überreichen könne, was ich aber natürlicherweise unterlassen werde, im Fall, ich auch auf kurzer Wege mein einstweiliges Ziel erreichen könnte, zu dem ich indessen, wie oben gesagt, nur äußerst wenig Hoffnung habe.

Genehmigen E. E.3 die Versicherung meiner unbegrenzten Hochachtung, und seyn Sie überzeigt[16] daß ich alles das Gute und Wohlwollende, das Sie mir in jeder Gelegenheit fühlen ließen stets in meinem dankbaren Gemüth aufbewahren werde. — Orsova den 2ten August 1833. —[17]


[1] Javított szó.

[2] königlichen

[3] Euer Excellenz

[4] Francia: körülbelül.

[5] Törölve egy szó.

[6] A következő bekezdés csak a fogalmazványban (MTA KIK Kt K 201/99. 10): Nun ist noch Eins zu bemerken, daß damals, wie ich Diese Transactionen mit dem Pacha hatte, mehrere tausend Mann Servien knapp andern Eisernen Thor, — in Wasser standen. – ~

[7] und so weiter

[8] Baron

[9] erwies helyett

[10] Feldmarschallleutnant

[11] kaiserlich-königlichen

[12] Seiner

[13] Seinen Durchlaucht

[14] Fürsten

[15] Majestät

[16] überzeugt helyett

[17] A levél saját kezű fogalmazványa: MTA KIK Kt K 201/99. 10–12.


[a] Franz Ottenfels-Gschwind báró (1778‒1851) osztrák követ, 1822 és 1832 között Konstantinápolyban teljesített szolgálatot. 1832-ben visszatért Bécsbe, ahol 1835-ig az államkancellárián állt alkalmazásban.

[b] Dmitry Pavlovich Tatischev (vagy Tatistcheff, 1767–1845) orosz diplomata, követ Ausztriában (1826–1841).

[c] Skela-Gladova havasalföldi helység a Duna bal partján. Mai neve Schela Cladovei, közelében találhatók Traianus császár hidjának romjai.

[d] Pavel Dimitrijevics Kiszeljov gróf (1788–1872) orosz tábornok, az orosz-török háború (1828–1829) után Havasalföld és Moldova kormányzója, később párizsi orosz követ (1838–1862).

[e] Nikolaus Philippovich von Philippsberg (1795–1858) vezérkari százados, Széchenyi kísérője az Al-Duna szabályozásánál.

[f] Ozmán/Oszmán orsovai pasa.

[g] Falu a Bánságban, Orsovától északkeleti irányban.

[h] Demeter Radossevich von Rados báró (1767–1835) ekkor vezérőrnagy, később tábornagy, a haditanács tagja.

[i] Klemens Wenzel Lothar von Metternich herceg (1773–1859) osztrák államférfi, 1809 óta Ausztria külügyminisztere, államkancellárja (1821–1848) és az osztrák politika irányítója.

Ajánlott hivatkozás:

Széchenyi István Franz-Ottenfels Gschwindnek, Orsova, 1833. augusztus 2. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit.   

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