Euer Excellenz,[a] Ich kann wirklich sagen, daß ich mit Entsetzen so eben die Nachricht erhalten habe, daß der Contumaz-Direktor von Schuppaneck,[b] Mückschüczek,[c] Contumaz-Doctor Wassits,[d] Aufseher Grubetits[1][e] und vielleicht auch Andere in eine unglückliche Geschichte verwickelt sind, die sie und ihre Familien in das größte Unglück stürzen könnte. Wenn ich bedenke, daß ich, obschon nicht geradezu […]
Euer Excellenz,[a]
Ich kann wirklich sagen, daß ich mit Entsetzen so eben die Nachricht erhalten habe, daß der Contumaz-Direktor von Schuppaneck,[b] Mückschüczek,[c] Contumaz-Doctor Wassits,[d] Aufseher Grubetits[1][e] und vielleicht auch Andere in eine unglückliche Geschichte verwickelt sind, die sie und ihre Familien in das größte Unglück stürzen könnte.
Wenn ich bedenke, daß ich, obschon nicht geradezu aber doch mittelbar die Ursache so vielen Unglückes bin; wenn ich weiters bedenke, daß zu Denunciationen größtentheils der Neid und die Bosheit Anlaß gibt, dann schaudert es mir in der That.
E. E.[2] Sie wissen, welche Achtung, welche Ehrfurcht ich für Sie habe, und nehmen Sie hiemit die Bitte eines Menschen, der mit Selbstgefühl ausrufen darf, “daß er nie dem Laster und der Sünde Weihrauch gestreunt“ — nehmen Sie, sage ich, meine Bitte, mit Ihrer gewöhnlichen Huld und Güte auf, und retten Sie die benannten, – die nur ich auf meinem Gewissen hätte.
Können Sie das aber nicht, so beschwöre ich Sie bei Ihren würdigen grauen Haaren, die Ihr verdienstvolles Haupt umgeben “Sagen Sie mir baldmöglichst, was geschehen soll, damit sie gerettet werden mögen. Ich will, ist es nöthig, selbst zu Sr[3] Majestät unsere allergnädigsten Kaiser gehen, und Erde und Himmel bewegen, damit Unschuldige für mich nicht leiden sollen.
Ich will meine Zeilen umsonst nun nicht verlängern, bitte aber und bitte wieder, und bleibe mit dem Gefühle jener Hochachtung, die ich E. E.2 immer zollte, E. E.2 gehorsamster Diener
Pesth, den 19 Februar 1835.
P. S.[4] Ich bitte E. E.,2 damit keine[5] Zeit verloren gehe, mir mittelst Estaffette, deren Kosten ich mit Vergnügen tragen werde, sagen zu wollen, wie sich diese unglückliche Geschichte verhält, und wie zu helfen sei.
[1] Utólag betoldva.
[2] Euer Exzellenz
[3] Seiner
[4] Post scriptum, latin: utóirat.
[5] Utólag rendezett szórendű szövegrész.
[a] Andreas von Schneller báró (1755–1840) lovassági tábornok, valóságos belső titkos tanácsos, bánáti főhadparancsnok (1823–1836).
[b] Jupalnic (Schupanek, Zsupanek) község Orsova közelében a Román-bánsági határőrezred területén, ami vesztegzár-helyként funkcionált.
[c] Franz Mückschüczek (†1835) orvos, Erdélyben a vöröstoronyi (1816–1822), Bánátban a pancsovai (1823–1830), majd a zsupaneki vesztegház igazgatója (1831–1835).
[d] Paul Vaszits sebészorvos.
[e] Paul Grubetich árufelügyelő.
Ajánlott hivatkozás:
Széchenyi István Andreas von Schnellernek, Pest, 1835. február 19. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit.