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Címzett Bartholomäus von Stürmer
Írás helye Ó-Orsova
Dátum 1833. szeptember 21.
Nyelv német
Címke Al-Duna
Őrzés helye OSZK Kézirattár Levelestár
Közlés helye Majláth 1. 314–319., SzIVM I. 663–667.
Minősítés Eredeti
Tartalmi kivonat

Magyar fordítását közli: SzIVM I. 663–667.
Köszöni az itteni munkához nyújtott támogatását, és leírja neki, mit tervez tenni, hogy terveit megvalósítsa. Szükségesnek tartja, hogy az oroszok is jóváhagyják a vállalkozást, ezért írt Kiszeljov kormányzónak, aki csak üres szavakkal válaszolt neki. De nem kételkedik abban, hogy a felvilágosult oroszok a Duna hajózhatóvá tétele mellett vannak. Az angolok álláspontjától tart, mivel az Indiával való kereskedelem iránya ugyan nem változik, de az útvonal igen, ha egy kereskedelmi hajó el tud jutni Konstantinápolyból Bécsbe. Hussein pasával szóban kellene tárgyalni, a viddini pasát 1834 tavaszán akarja felkeresni. Néhány hónapon belül sziklarobbantással kezdik el a munkálatokat. Két mérnöke ott marad télre, ő maga két hónapos angliai utat tervez.

Bartholomäus von Stürmer

Mein Hochgeehrter Freund,[a]

Ihre beiden Schreiben von 10ten August und 4t Sept. habe ich mit großem Vergnügen erhalten.[b] Nehmen Sie meinen herzlichen Dank, daß Sie Ihre Güte und Ihr Wohlwollen für mich unverändert bewahrt haben.

Von der Unterstützung die Sie mir, in Hinsicht meiner hierortigen Arbeiten bereits gewährten – und noch leisten werden, stehet es mir nicht zu “Ihnen die Dankbarkeit, die ich fühle, auszudrücken“ — denn dadurch was Sie bereits thaten[1] förderten Sie das Interesse unseres Hofes vielmehr, als das meine – und vermehrten die Verdienste, die Sie um dasselbe haben.

Da indessen noch nichts Wesentliches geschah — und in Hinsicht der Schifbarmachung der Donau erst etwas geschehen sollte, erlaube ich mir “Sie in möglicher Kürze von Allem dem in Kenntniß zu setzen, was ich bereits durch B.[2] Ottenfels[c] S. D.[3] dem Fürsten Metternich[d] mittheilte, — was ich hier schon veranstalltete, und endlich, was ich zu thun gedenke, um das Ganze „Vom Papier endlich in‘s Leben zu bringen.

Zu dem Gelingen unserer Unternahme, glaube ich, “Das Genehmigen, das Gutheißen der Russen unumgänglich notwendig. Ich erbat mir deshalb einen Brief des Gr.[4] Tatischeff[e] an den Gouverneur der Wallachei G.4 Kissileff[f] — schrieb aber nebstbei selbst, einen ganz geraden offenen Brief an benannten Gouverneur — wo ich ihn ohne Umschweife1 andeute — Wir hätten die: Navification der Donau im Sinn. –

Ich that dieß, theils, um klar zu wissen woran wir sind – theils weil ich glaube, daß nichts so sehr beleidiget und vom Ziele führt, als eine plumpe Finesse die missrathen ist.

Sie scheinen die selbe offene Sprache geführt zu haben – was mich sehr freut; — denn so dumm ist kein Mensch mehr“ — glauben zu wollen, wir hätten im Sinn: unsere Wässer zu senken – – – da es beinahe leichter ist – die Donau in‘s Adriatische Meer zu leiten, als alle die Felsen Massen wegzuräumen, die die Wässer — NB[5] zu unserem größten Vortheil! in dem Österreichischem Staat so hochspannen.

General Kissileff gab mir aber die Antwort dessen Copie hier beigeschlossen ist. Ich wollte zu ihn — denn mündlich lässt sich viel mehr richten — er ist aber bereits nach[6] Petersburg, wo er nur 2 Monate bleibt. —

Ob nun das leere Wörter sind, die er mir schrieb –; und mit welcher Energie die Sache von unserer Seite bei der russischen Regierung betrieben wird; — ob sie wichtig genug scheint[7]  – – anjetzt bei der Zusammenkunft der beiden Majestäten in MünchenGrätz[g] mit einem “Wörtchen“ berührt zu werden & & & — das stehet Alles zu erwarten. – So viel ist gewiß, daß meine Ingenieure in der Wallachei alle erdenkliche Unterstützung und das größte Wohlwollen erfahren; daß Fürst Metternich bei Zeiten von Allem in Kenntniß gesetzt wurde —— und daß der Pacha von Orsova[h] ……….[8] seitdem sich die Wallachisch russischen Behörden günstig für uns aussprachen – um ein Bedeutendes tractabler zu seyn scheint.

Wenn ich Sie also gehorsamst aufmerksam mache “Vor allem Andern“ Ihre russischen Collegen für die Sache zu stimmen und zu gewinnen, so glaube ich nichts Unwesentliches von Ihnen zu bitten. Daß aber die aufgeklärten Russen für7 die Schifbarmachung1 der Donau sind – hege ich keinen Zweifel; — denn sie wissen gar zu gut, daß wir ihnen mit rohen Producten, als Getreide & den Rang nie ablaufen werden können. ~ Ob es indeß genug aufgeklärte Russen gibt, um die russische Regierung für unser Vorhaben zu stimmen weiß ich nicht – will aber hoffen; besonders da diese Angelegenheit in Ihren Händen ist, und Sie gewiß nichts versäumen werden, um von Constantinopel aus diese Sache als für die Russen “günstig7, oder wenigstens “Nicht nachthelig7 erscheinen zu machen.

Das Interesse der Englischen Regierung scheint das einzige zu seyn, welches bei dem Gelingen der fräglichen Angelegenheit einigermassen angegriffen seyn dürfte — und daher ich von keiner Seite Geheime Opposition7 so sehr befürchte – Die Schifbarmachung der Donau wird dem Handel von Indien & & keine andere Richtung geben; nicht zu läugnen ist’s aber, – daß viele Menschen und viele Waare ihren Zug gerade durch den Continent nehmen würden, wäre eine stete, bequeme, sichere, gut organisirte Dampfschiffahrt zwischen Wien und Constantinopel organisirt. — Einen kleinen Schaden7 würde es den englischen Interessen doch verursachen, und deshalb werden sie, wenn auch nicht offen (was bei jetzigen liberalen Ansichten der Herren O’ Connel[i] Cobbet[j] & nicht anständig7 wäre!) aber im Geheimen gewiß gegen das Gelingen unserer Sache streben –, was indessen ein großes Argument für die russische Regierung seyn wird sich unserer Sache anzunehmen.

Ich danke Ihnen, daß Sie den Grund legten — auf welchem nun — wie Sie in Ihrem letzten Schreiben äuserten, – ein k. k.[9] Commissair sich mit Hussein Pacha[k] in Berührung wird setzen müssen. Dieß kann nur1 mündlich geschehen, denn sonst hat das Schreiben und Unterhandeln kein Ende. – Jagd man mich nicht weg — was ich begreifen würde, weil ich auser Guten Willen und Regen Eifer nichts besitze was mich empfehlen könnte — so habe ich den Willen, im Frühjahr 1834 den Pacha von Viddin[l] (Ich hoffe Hussein Pacha wird bis dahin dort nicht nur anlangen, aber auch verweilen) zu besuchen NB5 in einem Dampfbot Franz der Iste,1 welches bei höheren Wasser alle Difficultaten abwärts7 leicht passiren kann, und welches ich sodann zwischen Skela Gladova[m] (knapp unter dem Eisernen Thor) und Galatz[n] auf immer1 établieren würde.

Die Communication zwischen Wien und Constantinopel wäre somit1 aus dem Groben7 hergestellt. Man ging nämlich den 1ten Tag, mit dem neuen viel kleineren1 Dampfbot, die Panonia das so eben vom Stappel läuft, von Wien bis Pest (in 14–15 Stunden), 2te, 3te, 4ten Tag NB5 nur des Tages, und nie über 14, 15 Stunden fahrend, nach Berszaszka[o] (ganz knapp an den Cataracten).1 Den 5ten Tag einstweilen1 auf einer kleinen Jacht “Tünde, die so eben auf Meine Rechnung gebaut und in ein paar Monaten fertig1 wird — bei jedem Wasser – sicher bequem und einer Art Elegance ..8 in 10 Stunden nach Skela Gladova, wo Franz der Erste stünde — in 3 Tagen nach Gallatz fahren, – und einstweilen7 von einem dorthin bestellten Kauffahrer abgelöst werden, und der Reisende, mit Bagage um den Venezianischen Pallast in Pera[p] ganz neu eingerichtet! ā peu prēs[10] in 10 Tagen von Wien in Constantinopel seyn könnte, seyn würde, seyn müsste, wenn er nämlich wollte!

Was aber weit mehr ist “Unsere Regierung würde Besitz von der Untern Donau nehmen, und was zu bemerken ist, nicht in ihrem Namen, denn sie würde gar nicht genannt – aber durch eine Privat Gesellschaft!

Ob ich diese Gesellschaft und die Regierung indessen werde bewegen können “Diesen Schritt ohne aller vorläufigen Anfrage, Ankündigung, Meldung, defacto zu unternehmen, weiß ich nicht, – – will aber hoffen; denn das Sprichwort “Der viel fragt gehet irre, ist nie in hellerer Wahrheit gestanden, als bei den jetzigen politischen Conjuncturen. Sodann würde der etwas größere Schritt1 als unser gewöhnlichen Schritte sind – – — viele andere kleine Schrittchen nach sich ziehen, die man schon deshalb machen würde, ..8 um Franz den Isten leichter erreichen zu können, – und somit wäre die Grobe7 Verbindung zwischen Österreich und dem schwarzen Meer mit jedem Tag verfeinert &, und die Aufgabe gelöset!

In diesen einigen Monaten, die ich hier bin, fing ich die Sprengung der Seiten Felsen an, die die Passage von Berszaszka bis Skela Gladova zu Land hindern, damit man einstweilen,7 hat man kein Vertrauen in die Tünde (was übrigens reiner Unsinn ist) seine Fahrt bis zum Franz den Isten zu Land in 10 Stunden zurücklegen könne –. Sodann machte ich vorläufig Anstallten Aller Art – sammelte Data — trachtete die Intelligenz den jetzt1 lebenden Mechaniker und Techniker & für meine Zwecke aufzufinden – & & & Mit einem Wort, “Ich saß nicht ganz umsonst allhier – und habe den Trost, bei meiner Reise nach Wien die ich den 1sten October bereits antrete — mit dem Bewusstseyn in den Wagen zu steigen, daß ich comparativ sehr wenig Geld ausgegeben habe, — und einen so Dummen Sommer zwischen Wind Regen und Kälte hier verlebte, daß ich es hier in Hinsicht des Wetters wohl nie schlechter werden finden können, und somit meine Aussicht in die Zukunft rosenfarb ist.

Zwei meiner Ingenieure bleiben den ganzen Winter hier. Ich gedenke aber auf zwie Monate, gleich nach meiner Ankunft in Wien – nach England zu gehen — um mich über Einiges in der betreffenden Sache, noch genauer zu informiren.

Ich war geneigt, noch diesen Herbst mich Hussein Pacha vorzustellen, – und versprach es halb und1 halb auch den Serbischen Knäß Milosch,[q] der mir davon sprach – und dem ich vor mehreren Tagen auf dem Dampfbot die “Donau“ auf der Save ein kleines Déjênné[11] gab. – Ich will dieser Zusammenkunft aber anjetzt aus mehreren Ursachen ausweichen. Erstens weil ich lieber in einem Dampfbot mit zahlreichen meiner1 Landsleute – die gewiß bei dieser Gelegenheit Constantinopel werden sehen wollen —, diesen Besuch für den Effect,7 auf den so viel ankommt, abstatten möchte, – als mich jetzt “hinschleichen.7 — Zweitens, weil ich durchaus — jagd man mich nicht fort — darauf bestehen werde, daß ich auch einige Punkte des Handels, der durch unsere Tractate nicht genug gesichert ist – berühren und ordnen dürfe; denn so lange ein Aga, ‘Piff‘ der andere ‘Paff“, der dritte ‘bum‘ – auf unsere Schiffe impunement[12] machen kann —, wenn wir nicht zahlen, daß wir schwarz werden ~ was in der untern Donau ein täglicher Fall ist —, in solange ist auf keine “angenehme passage zu wenigstens nicht zu denken.

Indem ich meine Zeilen nicht in das Unendliche ziehen will, bitte ich Sie mich in das Andenken Ihre liebenswürdigen Frau zu bringen, die wie ich vermute schon in Constantinopel ist, – – mich aber ferner auch jener Güte und Freundschaft theilhaftig werden zu lassen, mit der Sie mich stets beehrten, der ich mich mit dem Gefühl der aufrichtigsten Hochachtung nenne

Ihren

ergebenster Diener und Freund

St.[13] Széchenyi

 AltOrsova den 21 Sept. 1833

Die 4 Secerdes[14] die Sie für mich und S. Esterházy[r] besorgten waren sehr hübsch und wohlfeil. Sie behielt zwey meine zwei Cedirte ich an F.[15] Metternich. Von den Smӱrna Teppichen höre ich noch nichts.[16]


[1] Utólag beszúrva.

[2] Baron

[3] Seiner Durchlaucht

[4] Grafen

[5] Nota bene. Latin: jól jegyezd meg.

[6] in helyett

[7] Széchenyi aláhúzása egyenes vonallal.

[8] Széchenyi pontozása.

[9] kaiserlich-königlicher

[10] à peu près, francia: körülbelül.

[11] déjeuner helyett, francia: reggeli.

[12] Francia: büntetlenül.

[13] Stephan

[14] Ismeretlen jelentésű szó, szövegkörnyezetből ítélve használati cikk. Széchenyi egyik jegyzetfüzetében szerepel még ez a szó, de Viszota Gyula sem ad rá magyarázatot. „Den 28-ten 8-ber 1820 wurde mir der Credits Brief von 1200 Piastern für den Herrn Vlasits in Smyrna gegeben. Husar besorgt nun 6 Secerdes.” SzIN 2. 679.

[15] Fürsten

[16] Az eddig nyomtatásban megjelent közlésekből a keltezés utáni két mondat kimaradt.


[a] Bartholomäus von Stürmer báró (1787–1863) osztrák diplomata, konstantinápolyi osztrák követ (1834–1850). (Ignaz Lorenz von Stürmer báró, a korábbi konstantinápolyi követ fia.) Az eddig nyomtatásban megjelent közlésekben tévesen a báró bátyját, Stürmer Károly (1792–1853) pozsonyi dandárparancsnokot jelölték a levél címzettjeként.

[b] Bartholomäus von Stürmer báró Széchenyi Istvánnak 1833. augusztus 10-én és szeptember 4-én. MNL OL P 626–1.–1833.

[c] Franz Ottenfels-Gschwind báró (1778‒1851) osztrák követ, 1822 és 1832 között Konstantinápolyban teljesített szolgálatot. 1832-ben visszatért Bécsbe, ahol 1835-ig az államkancellárián állt alkalmazásban.

[d] Klemens Wenzel Lothar von Metternich herceg (1773–1859) osztrák államférfi, 1809 óta Ausztria külügyminisztere, államkancellárja (1821–1848) és az osztrák politika irányítója.

[e] Dmitry Pavlovich Tatischev (vagy Tatistcheff, 1767–1845) orosz diplomata, követ Ausztriában (1826–1841).

[f] Pavel Dimitrijevics Kiszeljov gróf (1788–1872) orosz tábornok, az orosz-török háború (1828–1829) után Havasalföld és Moldova kormányzója (1829–1834), később párizsi orosz követ (1838–1862).

[g] Mai nevén Mnichovo Hradiště, település Csehországban.

[h] Osman/Ozmán pasa.

[i] Daniel O’Connell (1775–1847) ír ügyvéd, politikai vezető, a katolikus emancipáció szószólója. Egy későbbi műve, A memoir on Ireland native and saxon első kötete (Dublin, 1843) megvolt Széchenyi könyvtárában.

[j] William Cobbett (1763–1835) angol újságíró, politikus, a parlament tagja. Le maitre d’anglais című műve (Párizs, 1810) megvolt Széchenyi könyvtárában.  

[k] Hussein pasa (1765 k.–1838), a belgrádi pasa, majd ruméliai helytartó.

[l] Vidin város Bulgária északnyugati részén.

[m] Skela-Gladova havasalföldi helység a Duna bal partján. Mai neve Schela Cladovei.

[n] Galac, románul Galați, Dunamenti megyeszékhely a mai Románia délkeleti részén.

[o] Bersaska (Berszászka) falu a Bánságban az Al-Dunánál. 1768 és 1872 között a Határőrvidékhez tartozott, az Oláh–Illír Határőrezred egyik századának székhelye volt.

[p] Konstantinápoly külvárosa.

[q] Miloš Obrenović (1780–1860) szerb fejedelem 1817–1839 és 1858–1860 között.

[r] Valószínűleg Sophie Esterházy, Széchenyi barátjának, Esterházy Vince grófnak (1781‒1835) a felesége, Liechtenstein Zsófia hercegnő (1798–1869).

Ajánlott hivatkozás:

Széchenyi István Bartholomäus von Stürmernek, Ó-Orsova, 1833. szeptember 21. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit.

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