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Címzett Johann Baptist Benvenuti
Írás helye Orsova
Dátum 1833. augusztus 25.
Nyelv német
Címke Al-Duna
Őrzés helye MNL OL P 626–3.–1.–No.25.
Közlés helye Majláth 1. 287–293.
Minősítés Másolat
Tartalmi kivonat

Köszöni, hogy ő és Puthon báró mindig értesítik őt a fejleményekről. A kormánynak és a Dunagőzhajózási Társaságnak (DGT) hatnia kell egymásra.
A folytonos eső és a magas vízállás próbára tették türelmét. Ennek ellenére már sokat haladtak a munkával.
Az Oroszországgal és Törökországgal fennálló politikai viszonyt is rendezni akarja.
Szokás szerint néhány kérése is van a hozzá:
Orsován mindene megvan, amije csak otthon is: ezüst, porcelán, bútorok, s mindezt gőzhajó segítségével szállíttatta oda. A DGT hitele azonban nem megalapozott, kéri, gondolkodjon ez ügyben. A vállalkozás még gyerekcipőben jár, most fedezik fel a hibákat, hiányosságokat. A Bécs és Győr illetve Gőnyő közötti személy- és áruszállítás mikéntjére tesz javaslatot. Az I. Ferrenc és a Pannónia tudná teljesíteni ezt az utat, minden a jó számításon alapszik. Így lehetne gyors és biztos összeköttetés Bécs és Pest között.
Második kérése, hogy Andrews legyen a DGT felügyelője, ezügyben már írt Puthon bárónak.
Szeptember 1-jén reméli Moldovába érkezik, ahonnan Zimonyba utazik, ahol személyesen beszél Andrews-zal.

Johann Baptist Benvenuti

Hochgeachteter Herr v[1] Benvenuti![a]

Nehmen Sie meinen aufrichtigsten Dank für Ihr Schreiben vom 16ten August.[b] — Daß Sie oder Baron Puthon[c] die Güte haben wollen “mich stets davon, in genauer Kenntniß zu erhalten, was sich unserr Gegenstand betreffend[2] — in Wien und der obere Gegend zutragen dürfte, freut mich umsomehr, da dadurch nicht nur meine Neugierde befriediget wird, — ich aber im Stand[3] gesetzt seyn werde, alle jene Materialien allmählig zu sammeln, die mir nothwendig sind, um über den ganzen Gegenstand einen ausführlichen, erschöpfenden und möglichst klaren Entwurf zu verfertigen — aus dem sodann ersichtlich seyn wird ‘Was die Regierung in politischer, technischer, dreyßigst- und Sanitäts-Ämtlicher, — die DampfschiffsGesellschaft hingegen, in mercantilischer, oeconomischer und disciplinar Hinsicht, — und in welcher Reihen Folge,2 zu thun habe. Regierung und Dampfschiff Gesellschaft müssen auf einander ‘Wirken und Rückwirken‘ etc. Wenn Sie und Baron Puthon also, mich wirklich in genauer Kenntniß von allem dem erhalten wollen, was bei “Ihnen“ geschieht, so werden Sie nicht nur mich persönlich ganz ungemein verbinden; aber — ich wage es zu sagen — auch das Interesse jener Gesellschaft wesentlich fördern, an deren Spitze Sie stehen. Ich aber werde nicht aufhören, oder an Sie oder an Baron Puthon “Einstweilen ungeregelte Bruchstücke einzusenden, bis ich das Ganze in ein Ganzes zu verbinden im Stande seyn werde.“ Sie wollen also die Güte haben “Sich gegenseitig meine Schreiben mitzutheilen, sie aufzuheben — da ich keine Abschrift nehme — und die wenige Logik, – und Reihen Folge, die in denselben zu finden seyn wird, mir ob meiner vielen Geschäfte, zu vergeben. –

Der immerwährende Regen, und sehr hohe Wasserstand haben meine Geduld stark auf die Probe gesetzt. – Ich ließ mich aber durch die Elemente nicht entmuthigen, — und nebst vielen Vorarbeiten, die begonnen wurden, kann ich Ihnen melden, daß seit 4 Wochen, gegen 100 Mann Bergleute, an einem Weg arbeiten, der längst der Donau gehen wird — wo anjetzt, aber nicht mehr überall,[4] steil hineinsenkende Felsen stehen. Es ist bereits viel gearbeitet warden,[5] und bis Mitte November, hoffe ich, die schwierigsten Stellen Gangbar2 zu machen. Dieser Weg, ist er einmal vollendet, wird für unsere Zwecke vom größten Nutzen seyn, denn durch ihn wird die Verbindung zwischen Moldova und Orsova hergestellt — ausnehmend verkürzt — und für jede Jahreszeit gesichert. Was die Hauptsache aber ist. “unsere Spitzplätten (die wir indessen etabliren müssen, bis wir den Fluß-Weg für Dampfböte bahnen) können in der ½ vielleicht 1/3 Zeit wieder zurückgebracht werden, was an Zeit, Geld, etc. etc. etc. ein unberechenbarer Nutzen! Ich werde überdieß, durch die Eröffnung dieses Weges mit meinen Leuten allhier, und allen Mitteln und Hilfsquellen, die mir hier4 zu Gebote stehen, allmählig bekannt. Aus dem sich sodann ergeben wird, – ob wir fremde Hilfe brauchen oder nicht. Die Bergleute werden mit dem Wasser befreundet; — Lebensmitteln etc. kommen in geregelter Ordnung. — Sobald das Wasser fällt — zu dem ich seit einigen Tagen Hoffnung habe — wird auf der Stelle das Eiserne Thor versondirt etc. etc. Verschiedene Proben, mit herabgelassenen Schiffen, werden veranstalltet, um den Fluß-Weg mit Buoys marquiren zu können etc. etc.

Über alles dieß setzte ich Alles in Bewegung — und Manches bewegt sich auch schon in der That! — um unsere politischen Verhältnisse mit Rußland und der Türkey ins Reine und Klare zu bringen. Dieses2 Dunkel,4 welches hier2 bis jetzt obwaltete, und jene Möglichkeit, ja sogar “Wahrscheinlichkeit,“ von jedem Aga angehalten, taxirt, mit einem Wort “mit Willkühr, und ungeahndet behandelt werden zu können, waren dem Handel ein größeres Hinderniß, als der Izlás, das Eiserne Thor etc. etc. und wären noch 20 solche Hindernisse gewesen!2 Würden diese moralischen Klippen nicht bestanden haben, und anstatt Barbaren, Civilisirte Menschen die Ufer der Donau bewohnt — O dann wäre die Donau anjetzt trotz der einigen Cataracten, — vielleicht der lebendigst befahrne Strom der Welt, — denn von Raab[d] bis Berzaszka[e] ungehindert fahren zu können, und unter dem Eisernen Thor von Tschernetz,[f] für Dampfböte (!) wieder ganz ungehindert bis in das Schwarze Meer etc. etc. etc. ist, glaube ich, lang genug; zumalen wenn man bedenkt, daß die Strecke zwischen Berzaszka und Tschernetz auf das Leichteste, zu jeder Jahreszeit, wo kein Eis ist, auf das sicherste und2 angenehmste4 — fragen Sie Unterberger, dem ich mich empfehle — in 7, 8 Stunden mit leichten Böten zurückgelegt werden kann! Sind denn das Difficultäten! Ich frage Sie? Wir sollten uns darob in der That schämen, daß uns quasi quasi nur die gebratenen Tauben aus unserer Apathie wecken können! —

Wenn ich also die moralischen Klippen ebenso sehr beachte, wie die felsigten, — so fehle ich nicht. — Freylich sagen unsere Großen4 (?) “Es sind die besten Tractate geschlossen, Alles geordnet“ etc. etc. — das Gott erbarme! Was hilfts dem Kaufmann, wenn Drückungen aller Art nicht geschehen4 sollten,[6] aber geschehen!2 — Ich hoffe, wenn man mir die Hände nicht bindet, und mich thun läßt “diesen Theil unseres Gegenstandes, in solche Ordnung zu bringen, daß der kleinste Kaufmann sodann, sicher, und mit jener innerer Ruhe und Behaglichkeit (Nicht wahr, ich weiß was ein Kaufmann braucht?) unsere alte, freundliche Donau wird befahren können, die ein Seefahrer nie kennt, und nie kennen wird! Sie aber meine Herren, die ā la tête von der Dampfschiffgesellschaft stehen, müssen mich unterstützen, und meinen Credit zu erhalten, ja zu erweitern suchen. Wollte man mich in das “Enge Gleis“ der gewöhnlichen Commissaire setzen — die oft bei 20 Thüren stehen und sollicitiren müssen, bevor sie nur einen Stein von seinem Ort bewegen können, – ja dann gehet es nicht; ich bleibe auch nicht eine Stunde, – denn mit 41 Jahren, sehr geschwächter Gesundheit, umsonst hier2 zu leben, will ich nicht. Ich muß bis zu einer vernünftigen Linie freye Macht haben. Kein Mensch — für das stehe ich gut — wird sie, die mich hieher stellten, weniger an Zeit, Geld und Illusion betrügen, wie ich. — Bis jetzt fühle ich meine Hände ungebunden, handelte auch nur geradezu, und berichtete, ohne erst Zeit mit dem Fragen zu verlieren. Tragen Sie, meine Herren, soviel Sie können, dazu bei: daß es so verbleibe. —

Jetzt komme ich aber — wie gewöhnlich — mit einigen Bitten und Aufträgen: —

Der Hauptmann Philippovich,[g] den ich mir von Seite des Hofkriegsrathes, aus mehreren Gründen, zur Begleitung ausbat — gab mir – auf meine Bitte — diesen hier beigebogenen Auszug eines Briefes, den er von einem seiner Freunde erhielt. — Ich aber sende Ihnen diesen Auszug, um Sie aufmerksam zu machen, daß wir etwas erfinden müßten, um auch jene vom Publicum für uns zu gewinnen und nicht zu disgustiren, die sich in Bestellungen etc. etc. nicht zu benehmen wissen. Ich Z. B.[7] lasse mir eine Menge Sachen von Wien u. s. w.[8] durch das Dampfbot hieher — das heißt bis Semlin[h] oder Moldava, bringen; hab’ aber die Vorsicht, sie nach Raab oder Pesth senden zu lassen, wo sie eingeschifft werden. Von dem Publicum darf man aber nicht so viel verlangen, und man muß es ihm leicht machen.2 Auf dem Tarif für 1833 stehet: Bureau in Wien bei Herrn J. Klee[i] in der Schreibstube der Herren Benvenuti et Comp. Schulgasse Nr. 750; dort sollte nun — nach meiner Meinung nach — die Verfügung getroffen werden, daß Gegenstände, wie die langen4 Pfeifen-Röhre des Hauptmann Philippovich, nach Raab, oder dorthin gesendet werden, von wo aus das Dampfbot abgehet. Jedermann hat in Raab und Pesth keine Bekannte und Bestellte wie ich.

Sie denken nicht, wie sehr der Umstand für die Dampfböte im Allgemeinen sprach, daß ich hier in Orsova an Silber, Porcelain, Gläser, Meublen etc. etc. alles habe, was ich zu Hause nur immer haben kann. — Man frug mich “Wie können Sie alles dieß so leicht brechende und Verderbende hierher bringen?“ und ich antwortete “Sehr leicht und ohne Gefahr mit dem Dampfbot bis Moldava und von dort mit einer Spitzplätten bis hieher; gehe ich wieder fort, so denke ich Alles, was ich an Geräthschaften habe, bis Moldova wieder mit Spitzplätten, und sodann im Dampfbot nach Pesth.“ — Diese Leichtigkeit, schnell und gefahrlos die gebrechlichsten Gegenstände von einem Ort zum andern bringen zu können, – empfiehlt die Dampfböte auf eine vorzügliche Art –; und eben der Umstand, daß ich hier,2 wie zu Hause, Alles habe, bewog den Hauptmann Philippovich um seine längere Röhre zu schreiben, die sonst auf keine Art ungefährdet so weit transportirt werden können. — die Antwort, die man ihm indessen gab: daß man sich, nämlich mit deroley Kleinigkeiten nicht befasse — war “Kaltes Wasser“ – etc.

Unser Credit ist noch nicht basirt genug, um die Leute ungestraft für die ganze Unternahme, disgoustiren zu können, und wäre der Credit der Gesellschaft auf das festeste gegründet, selbst dann müßte man trachten, das disgoustiren zu vermeiden, denn es ist nicht genug “Einen Credit zu haben, man muß auch ihn erhalten.

Ich wollte Sie über diesen Fall, nur deshalb aufmerksam machen, damit Sie nachdenken und combiniren mögen, was in dieser Hinsicht in der Zukunft für eine Ordnung getroffen werden könnte. Wir müssen nicht vergessen, daß die ganze Unternahme anjetzt noch in der Kindheit ist, und wir durchaus alle Mängel aufsuchen und aufdecken müssen, die sich in derselben im Gang der Zeit vorfinden und zeigen dürften. — Mir gibt aber dieser Vorfall eine Idee, die ich Ihnen mittheilen will. Wie wäre es, wenn die Gesellschaft auch in Wien gut eingerichtete Böte, theils ausschließlich für Passagiere, theils auch für Waaren établiren würde, die zu bestimmten Zeiten von Wien — mit 6, 8, 10 Ruderern bis Pressburg, Raab, Gönyő (wo nämlich das Dampfbot ist) führen, und sodann, wenn auch leer, wieder zurückgebracht werden könnten. Gut gebaute und gut bemannte Schiffe könnten in einem Tag nach Raab, selbst bis Gönyő fahren. Heraufgezogen könnten die Schiffe bis Wien, nach einem festzusetzenden Tarif, werden. Franz der Iste fuhr von Raab 10mal weg. Die Pannonia wird diese Reise regelmässiger machen. Es wird aber immer Zeit, zur Hinaufbringung der Plätten bleiben. Es kommt alles auf eine gute Berechnung an — ob die Sache stichhält. – Wie viel die Böte kosteten3 — wie viel das Hinaufbringen etc. etc. etc. Mir scheint aber, so viel ich von hier6 beurtheilen kann, daß eine schnelle und sichere Verbindung mit Wien und Pesth einstweilen nur so etablirt werden könnte; denn bis die oft projectirte Eisenbahn zwischen Raab und Wien zu Stande gebracht, oder die Donau bis Wien regulirt, geputzt und schiffbar gemacht werden wird, bis dahin kenne ich kein anderes Surrogat für Dampf. Wagen und Schiffe, als gut gebaute Ruder-Böte. Aufwärts fahren ohnehin weniger Menschen wie Abwärts – und von Wien bis Raab ist die Donau herrlich schnell (!) zum Abwärtsfahren! —

Meine zweite Bitte ist – “den Andrews[j] mit guter Bezahlung und Interesse im Geschäft zum Aufseher oder Inspector der Gesellschaft zu machen — hierüber schrieb ich bereits an B.[9] Puthon — Ohne einem solchen Individuum gehet es nicht. Sollte Andrews diese Anstellung erhalten und annehmen, so wäre es äußerst zweckmässig, wenn er das nächste Jahr, einige Zeit mit mir in dieser Gegend wäre – theils um unsere Steinkohlen Angelegenheiten ins Reine zu bringen, wo sehr bedeutende Ersparnisse gemacht werden können, — und sodann, um selbst meine Flußarbeiten zu controlliren, die erst das künftige Jahr in voller Arbeit seyn werden; – theils um mit mir eine Reise bis in das Schwarze Meer zu machen – – – Um alle Verhältnisse practisch auszumitteln. – Denken Sie über Alles dieß nach. —

Den 1sten September hoffe ich Franz den Isten in Moldova zu begegnen, und gedenke auch nach Semlin zu gehen, im Fall die Duna beiläufig um jene Zeit dort eintreffen würde. Ich werde mich dort mit Andrews persönlich wegen den zu erbauenden Spitzplätten besprechen.

Und nun empfehle ich mich Ihrer Güte und Ihrem Wohlwollen. Unter andern “Nennen Sie mich doch nicht Excellenz! Ich bin ja keine, und verlange keine zu werden — bin froh und danke Gott, wenn ich halbwegs passable Dienste dem Lande werde leisten können. Empfehlen Sie mich an die B. B. v1 Puthon und Geymüller[k] auf das Angelegentlichste, und bleiben Sie etc. etc. Orsova den 25t Aug 1833. Gr.[10] Steph.[11] Széchenyi m. p.[12]


[1] von

[2] Széchenyi aláhúzása egyenes vonallal.

[3] Javított szó.

[4] Széchenyi aláhúzása két vonallal.

[5] worden helyett, javított szó.

[6] Széchenyi aláhúzása három vonallal.

[7] zum Beispiel

[8] und so weiter

[9] Baron

[10] Graf

[11] Stephan

[12] manu propria, latin: saját kezűleg


[a] Johann Baptist Benvenuti (1783‒1858) bécsi bankár a Duna Gőzhajózási Társaság igazgatótanácsának tagja.

[b] Johann Baptist Benvenuti Széchenyi Istvánnak, 1833. augusztus 16. MTA KIK Kt K 202/115.

[c] Johann Baptist von Puthon báró (1776–1839) bécsi bankár, a Duna Gőzhajózási Társaság igazgatója.

[d] Győr német neve.

[e] Bersaska (Berszászka) falu a Bánságban az Al-Dunánál. 1768 és 1872 között a Határőrvidékhez tartozott, az Oláh–Illír Határőrezred egyik századának székhelye volt.

[f] Tsernez/Csernez Havasalföld területén.

[g] Nikolaus Philippovich von Philippsberg (1795–1858) vezérkari százados, Széchenyi kísérője az Al-Duna szabályozásánál.

[h] Zimony német neve, egykor önálló város volt, ma Belgrád része.

[i] Joseph Klee építő-mester Benvenuti alkalmazásában.

[j] John Andrews angol hajóépítő mérnök, a Duna-Gőzhajózási Társaság egyik alapítója.

[k] Johann Heinrich von Geymüller báró (1781–1848) bécsi bankár, a Duna Gőzhajózási Társaság egyik igazgatója.

Ajánlott hivatkozás:

Széchenyi István Johann Baptist Benvenutinak, Orsova, 1833. augusztus 25. S. a. r. és jegyz.: Czinege Szilvia. Közli: Széchenyi István levelezése. Digitális kiadás. Szerk. Czinege Szilvia–Fónagy Zoltán. https://szechenyilevelezes.abtk.hu/ További hivatkozásnál rövidítve: SzIL–Digit.   

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